Deutschlandfahnen überall. Ist das wirklich nur Fußballfieber?
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Genickbruch der Wachtturmtheologie

Weltmeister Deutschland







Wir schreiben das Jahr 61 nach dem Ende des Nazi-Systems. Deutschland schwenkt wieder die Deutschlandfahne. Wer sich aus dem Haus traut, wird von Deutschen darauf angesprochen, ob er für die Deutschen ist. Wer in die Kneipe geht, wird mit primitivsten Parolen zugeschmettert.

Deutsche diskriminieren, verletzen Schwarze, verfrachten Schwarze ins Koma. Ungestraft. Gerade mal für sechs Wochen belästigt, bis die Öffentlichkeit wieder das Interesse verloren hat. Dann ist Ruhe und der Nationalismus, der einmal 6000000 Juden auf sein Gewissen nahm, darf wieder seinem Wesen frönen. Primitiv und johlend. Besoffen und dumm.

Die Hochzeit von Idiotie, Alkohol und nie benutztem Hirn feiert deutsches Siegen. Geldabsahner aus Fußballs Gnaden sind das moderne Ventil für das dumpfe, ungeklärte Herzklopfen der Deutschen. Die Deutschen dürfen wieder nationalistisch sein, ohne sich zu beschmutzen.

Der Ausbruch der deutschen Nationalitätseuphorie folgt einem simplen Zwangsablauf: Nach dem perfekten Völkermord kam die Weltmeisterschaft im Exportieren, dann die Weltmeisterschaft im Löhne-Reduzieren, dann die Weltmeisterschaft im Aushalten unter der Knute der Konzerne und dann im Ausweichventil der dumpfen Sportbegeisterheit. Gröhl! Gröhl!

Die Ableitung deutscher Nationalitätsgefühle auf den Fußball trifft im Jahr 2006 auf eine Menge bewusstloser Betrugsopfer, die übereilig und laut johlend ins Fußball-Nichts fallen. Sie bäumen sich auf als Nation und als großes Wir-Gefühl und metzeln alles nieder, was ihren primitiven Interessen widerspricht. Der Ausbau des eigenen Rechts zum offensichtlichen Unrecht funktioniert unterm Nationalwahn bestens. Die rücksichtslose Durchsetzung der eigenen Interessen gewinnt im Nationalwahn an Normalität.

Das Deutschtum und seine unmenschlichen Ausläufer sind Ausdruck des primitivsten Egoismus. Niedrigste Dummheit und der Instinkt zum Töten paaren sich in der deutschen Unkultur des Gröhlens und Johlens und in der deutschen Freude an breiten Oberkörpern, in der Einschüchterung anderer und in der entschlossenen Aggressivität des deutschen Selbstverwirklichens.

Damit ist die Brücke geschlagen zwischen internationalen Menschen-Verächter-Konzernen und ihren deutschen Dienern, die an ihnen profitieren. Die an Konkurrenz ausgerichtete Verdrängung der eigenen Spezies ist damit zugleich deutsch und international. Global Player und dumpfe Deutsche sind plötzlich EINS.

Sie verfolgen nur ihre eigenen Ziele des Profits und des primitiven Stärkerseins. Andere Menschen sind ihnen scheißegal. Andere Völker erst recht!

Deutschland folgt seiner Seele. Seiner dunklen Seele des rigorosen Niedermachens anderer Gedanken. Mittels Primitivität und lautem Gröhlen. Deutschland findet zu sich selbst.

Nur dass die heutige Entwicklung nicht auf Not, sondern auf Wohlstandsblödheit beruht.

Hartz IV ist im Ansatz die Mache Hitlers, mit Zwangsarbeit die Arbeitslosigkeit zu beseitigen.

Der Staat tut alles, um nationalsozialistische Werte wieder aufleben zu lassen. Unter Folter erpresste Informationen sollen zum Zwecke der Sicherheit weiterverarbeitet werden. Arbeitslose werden unter Androhung des Entzugs aller Unterstützung zu jeder Arbeit gezwungen. Aus Kostengründen gewinnt die Unterscheidung zwischen wertem und unwerten Leben wieder Konturen und Funktion. Die Selbstbehauptung des Stärkeren steckt schon lange im Konzept der freien Märkte und hat den Liberalismus zu einer Art Konkurrenzphilosophie gemacht, bei der es nur noch um die "Züchtung des Tüchtigen" geht.

Unterm Strich lässt sich sowohl in der politischen Entwicklung als auch im Fühlen und Denken des deutschen Michel eine steigende Unempfindlichkeit gegenüber nationalsozialistischen Inhalten feststellen.

Die Deutschlandfahne sieht von der Seite betrachtet eher aus wie ein Fliegenfänger.

Fangt nie an, Nazi-Deutschland zu verzeihen! Rechnet niemals damit, dass es Gründe für Auschwitz geben könnte!

Eine Woche später wurde in eben dieser Kneipe die deutsche Hymne abgespielt. Da standen hinten kleine, dicke Mädels an der Wand und hatten den Blick gen Himmel gerichtet und die Hand auf dem Herzen. Sie sangen wie die Engel. Todesengel?

Als ich beim zweiten Durchgang die Kamera zog, brach die Hymne plötzlich ab.

Was für ein Scheiß in Deutschland wirklich passiert, werden wir vielleicht erst später richtig sehen können. Doch Kritik ist nicht nur erlaubt. Unter diesen Umständen ist sie geboten.

Mehr Infos zum Trend, der schon einmal den Nationalsozialismus vorbereitete, auf der Umsturztabelle auf bohrwurm.net (... leider eine Seite mit Frames - hier die Startseite)

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Die Inhalte auf dieser Seite haben mit der Wirklichkeit wenig zu tun, nach meinem Eindruck leiden die Autoren unter Realitätsverlust.

Anonym, 27.05.2008
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