Die Währungsreform und ihre Folgen
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Genickbruch der Wachtturmtheologie

Die Währungsreform und ihre Folgen


Mit der Währungsreform wurde der Glaube an die Kraft des Geldes auf einen neuen Wert gesetzt. Aus dem Zahlungsmittel wurde die Glaubensachse der Mächtigen. Das Vehikel der Eine-Welt-Verfechter. Der Rohstoff des Freihandelsideals. Die Vielfalt der Währungen fiel weg. Und damit auch die Relativität, dass im Leben das Geld nur ein Faktor unter vielen ist. Der verfolgte Sinn und Zweck ist der Einzug des Geldes ins Zentrum des menschlichen Denkens. Das große Beispiel Amerika hat‘s vorgemacht. Dort sind Oberflächlichkeit und Geldglaube schon lange miteinander verheiratet und gebären viele Kinder.

Die Jagd nach dem Euro macht die Leute blind. Sie ignorieren vom Staat initiierte Ungerechtigkeit und ebnen erst ihm dann den Konzernen den Weg zu uneingeschränkter Herrschaft. Geldherrschaft.

Die Medien arbeiten daran, dass die Sucht nach Reichtum in den Hirnen und Herzen ganz vorne steht. Der Konsum ist die Nummer Eins auf der Werteskala. Der Markt ist der moderne Gott. - Ideale - soziales Handeln - Selbstwertgefühl aus sich selbst heraus - sie sind weit hinter das Attribut des Reichtums zurückgetreten. Die menschliche Existenz hat ihren ureigensten Wert verloren und besteht nur noch aus dem Spiegelbild des vorhandenen oder nicht vorhandenen Wohlstands.

Der perfekt aufgezogene Materialismus entscheidet beispielsweise über die Behandlungsform eines komplizierten Schienbeintrümmerbruchs. Die Krankenkasse wird zum Risiko durch Sparen und Billigbehandlung. Diesem Risiko kann sich nur der Reiche entziehen. Die Gesellschaft hat den Besitz als Maßstab und als Parameter menschlicher Rechte auf allen Ebenen legalisiert. Niemand empört sich, wenn jemand aus Kostengründen aus seinem Elend nicht befreit wird. Die FDP braucht nicht mehr zu existieren, weil die amerikanisierte Welt der westlichen Hemisphäre alle Ziele der FDP schon umgesetzt hat.

Der Unternehmer, der seine Mitarbeiter nicht ausbeutet, gilt in den Augen seiner Konkurrenten als Narr. Öffentliche Arbeitgeber haben sich die Nachahmung der in der Privatwirtschaft beheimateten Ausbeutung auf die Fahnen geschrieben. Die Politik versteckt nicht ihren derzeitigen Hang, Menschenschicksale dem entfesselten Kapitalismus zu überlassen.

Der Kanzlerohrfeiger musste den Medientod des minderbemittelten Sozialhilfeempfängers sterben.

Die Bewahrung und Förderung des Reichtums einiger Weniger rangiert weit vor irgendwelchen menschlichen Erwägungen sozialer oder sonst irgendwelcher Art. Alles konzentriert sich aufs Geld. Das Geld avanciert zum Hauptdarsteller in dem Film: "Das Recht des Stärkeren".

Die Finanzwelt zeigt hemmungslos ihr wahres Wesen.

Die Erziehung der Kinder zum uneingeschränkten Konkurrenzkampf scheint die westliche Hemisphäre inzwischen erfolgreich zu beherrschen. Mit dem letzten Jahrhundert ist auch der Versuch einer sozialen Marktwirtschaft untergegangen. Ganz offen wird zur Glorifizierung der Konkurrenz gerufen. Die "entwickelteren" Gesellschaften versammeln sich um den Altar des Geldes. Menschen, die es vielleicht noch aus dem Gröbsten heraus geschafft haben, nehmen dies zum Grund, um wieder auf andere herabzusehen.

Die Kinder werden im Geiste des Konsums groß. Sie nehmen nur noch das Klingeln ihrer Handys wahr. Und das Röhren aufgebohrter Auspüffe. Intelligenz lässt sich nur noch in geldwertem Erfolg verifizieren.

Die Politik macht den Handlanger der multinationalen Konzerne. Die Globalisierung wird als bittere aber wirksame Medizin verkauft. Das Bewusstsein der Menschen ertrinkt im 20 cm tiefen Swimmingpool von RTL. Europas Einheit ist eine Farce. Die Darstellung auf dem 50-Cent-Stück zeigt schon das Richtige. Europa ist durch Liberalisierung und Globalisierung aufgespalten.

Nie war die Möglichkeit so nah wie heute, dass Menschen ihr Bewusstsein addieren und in die Waagschale werfen. Mit dem stets steigenden Stand der Technik gibt es immer neue Wege, die Öffentlichkeit in die konzerneigenen Hinterzimmer zu bringen und weltweit einen Weg zu bauen, der zu einer gemeinsamen gerechten Politik führt.

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Kommentare:
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Sie sagen nur die Wahrheit, nichts als die Wahrheit über diese blinde Gesellschaft!
Ich bin zu tiefst berührt ...
Es gibt doch noch Menschen, die so denken wie ich ... und das beruhigt meinen Verstand und vor allem mein Herz!!!

Ahmet B., 23.12.2007
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