Die Machtlosigkeit der Menschen gegenüber Konzerninteressen spürt man als Palästinenser intensiver.
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Genickbruch der Wachtturmtheologie

Terrorismus


Die Machtlosigkeit der Menschen gegenüber Konzerninteressen spürt man als Palästinenser intensiver.

Wenn die Unterdrückung auch nicht immer klar als das erkannt wird, was sie ist: Globalisierung, die Herrschaft der Konzerne über die Welt. - Der Ausverkauf der Welt an die USA.

Durch die alternativlose internationale Konzernpolitik im Zuge der von mächtigen, reichen Nationen vorangetriebenen Globalisierung wird die Region als ein Grundelement des Menschen und als Grundbaustein der menschlichen Gesellschaften stark zurückgedrängt. - Die Reorganisierung der Kolonialisation durch die von Konzernen bezahlte Politik trifft insbesondere Menschen, deren Selbstdefinition und Überleben traditionell von der heimatlichen, religiösen Bindung absolut ahängig ist.

Mit der neuen globalen Kolonialisierung durch Konzerne und ihre politischen Türöffner werden diese auf die traditionell entwickelte Region angewiesenen Menschen sozial entwurzelt, in die Armut getrieben und psychisch höchstem Druck ausgesetzt. Die weltfinanzbegründete Auflösung und Unterdrückung der herkömmlichen Gesellschaftsstrukturen stellen einen Verlust dar, der tief in die einzelnen Volksgruppen eingreift und bei ihnen ein andauerndes Gefühl des Ausgeliefertseins hinterlässt. Man ist der Übermacht der reichen Nationen ausgeliefert. Öffentlichkeit können sich solche Volksgruppen nur über den gewalttätigen Widerstand beschaffen. Alle anderen Handlungsmöglichkeiten liegen bei den Industrienationen.

Zu dieser alltäglich erfahrbaren Schieflage in weiten Teilen der Welt gesellt sich die Einsicht, dass dieses einseitige Spiel einzig und allein für die Konzerne einen guten Ausgang haben kann. Diese Einsicht ist der zentrale Grund für Terrorismus. Die absolute Machtlosigkeit gegenüber einer alles über sich ergehen lassenden globalisierungsgläubigen Welt, die sich willig von Konzernmächten an der Nase herumführen lässt, vertieft diese Erkenntnis, den Mächtigen des Finanzwesens ohne Ausweg ausgeliefert zu sein.

Bisher wird immer angenommen, die fundamentalistische islamische Einstellung der Menschen sei die Basis des terroristischen Handelns. Doch scheint viel mehr dafür zu sprechen, dass die absolute Aussichtlosigkeit, die absolute Auslieferung an die Konzernwillkür, diese daraus entstandene sowieso vorhandene Verlorenheit der Menschen zu solchen Taten wie Terrorismus treibt.

Die hochnäsige Herrschaft der Industrie-Mächte hat zur Folge, dass schon die Veröffentlichung von Karikaturen über die islamische Religion gewalttätigen Protest auslöst. Die Rechtlosigkeit gegenüber den Herrschern der Welt braucht nur kleine Anlässe, um empfindlich zu reagieren.

Die Ablehnung von Gewalt aus dem Munde der Kanzlerin Angela Merkel wirkt höhnisch, weil sie einäugig die gewaltvolle Reaktion auf die Karikaturen zurückweist, ohne zu erkennen, dass die ungerechte Herrschaft der Konzerne mindestens genau so gewalttätig ist.

Während irakische (sicherlich unmenschliche) Bezüge mit Gewalt vernichtet wurden, richteten die USA auf ihrem Gelände und auf dem Territorium folterbereiter Staaten Regionen ein, geschützte Räume, und hält dort widerrechtlich Menschen gefangen. Der große Globalisierungsforderer USA beweist hier ein weiteres Mal, dass Globalisierung gut ist. - Aber nicht für die USA, sondern nur für die anderen. Die USA sind die Königin der Konzernherrschaft, von der aus immer neue Impulse der kapitalgesteuerten Arroganz in die Welt ausgehen.

Mit dem systematischen Einebnen gewachsener Strukturen, das sich bisher von den USA durch Krieg und Geld durchsetzen ließ, werden Menschenmassen ihrer geistigen, religiösen und sozialen Herkunft beraubt und als mögliche Rekruten des terroristischen Widerstands freigesetzt. Mit jedem weiteren Anwachsen der "Allmacht" in US-amerikanischer (Konzern-)Hand wird das Terrorpotential kongruent zu der so entstehenden Verzweiflung zunehmen. Die USA versammeln alle Vorteile auf ihrer Seite und hinterlassen eine vereinheitlichte, ausdruckslose, gleichgeschaltete, ausgebeutete Welt. Unter diesem Blickwinkel ist ein Selbstmordattentäter durchaus als jemand, der tatsächlich selbst eingesehene Ziele verfolgt, zu verstehen.

Solange die Weltgemeinschaft der Geldgier der Konzerne keinen Riegel vorschiebt, wird die Mutation Globalisierung jede regionale Ausrichtung der Menschen beseitigen und die einzige wirkliche Grundlage für Frieden, nämlich die Region und die regionale Bindung des Menschen, global zerstören. Zufriedenheit und Friedfertigkeit wird man bei den Menschen nicht mehr finden, weil sie keine innere tragfähige Heimat mehr haben.

Bis in den von den modernen Kreuzrittern "befreiten" Nationen die künstliche Befriedung durch Konsum und Verblödung via Fernsehen wirken können, werden die fortschreitenden Einflussnahmen der Konzernwelt noch viel terrororistische Reaktion auslösen. Die inzwischen offen (auch religiös und ideologisch) vorgetragene Gewinnsucht der westlichen Welt - als konzerngesteuerte Willkür und als Unterdrückung empfunden - kann nur die Eskalation des weltweiten Terrorismus hervorbringen.

Das Gefälle zwischen den wenigen Reichen und dem Rest der Welt muss gelindert werden. Durch Kontrolle wirtschaftlich orientierter Instanzen und sicherlich durch die Einsicht, dass die Region als solche gegenüber der Globalisierung wieder in ihrer Bedeutung wachsen muss.

Die US-amerikanische finanzorientierte Instrumentalisierung der Welt führt in eine fatale Sackgasse.
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Letzte Aktualisierung am 04.02.2006

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