Professor protestiert in einem vertraulichen Brief
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Genickbruch der Wachtturmtheologie

Professor protestiert in einem vertraulichen Brief


Will Bundesregierung mittels zweifelhafter Gutachten Diabetikern Insulin vorenthalten?

Leipzig (ots) - Nach Recherchen des IFGA gibt das Kölner Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) Empfehlungen über den Nutzen von sog. Insulin-Analoga an einen Ausschuss, der beratend für die Bundesregierung arbeitet. Im Namen dieses "Gemeinsamen Bundesausschusses" soll das Institut IQWiG Medikamente auf ihren Nutzen und deren Wirtschaftlichkeit überprüfen.

Nach Analyse des Instituts sind die modernen Arzneien, so genannte Insulin-Analoga angeblich nicht wirksamer als die veralteten Humaninsuline. Dabei beruft sich das Institut auf fünf Gutachten. Drei von ihnen stammen von dem renommierten Stoffwechsel-Experten Prof. Lutz Heinemann aus Neuss.

Dieser soll sich nach Angaben des IQWiG gegen die modernen Diabetes-Medikamente ausgesprochen haben. Wie jetzt bekannt ist, ist das Gegenteil der Fall! Der namhafte Professor protestierte in einem vertraulichen Brief an den Vorsitzenden des Bundesausschusses gegen die Fehlinterpretation seiner Gutachten.

Er hält die modernen und teureren Insulin-Analoga in Wirklichkeit für die flexibleren und unverzichtbaren Medikamente für Diabetiker. Die würden das alltägliche Leben der Kranken erheblich erleichtern.

Am 17. Juli 2006 entschied die Bundesregierung darüber, ob die Krankenkassen die teureren Insulin-Analoga weiterhin bezahlen. Das IFGA befürchtet, dass die Kranken aufgrund von falsch interpretierten Gutachten Insulin-Analoga künftig nicht mehr erstattet bekommen. Die Beweisunterlagen der Fehlinterpretation liegen vor und können jederzeit eingesehen werden.

Entsprechende Schritte wollten Experten auf dem in Leipzig stattgefundenen größten europäischen Diabetes-Kongress (24.-27.5.2006) noch in jener Woche beraten.

Quelle: Institut für Gesundheitsaufklärung

Wir haben Grund zur Annahme, dass die hier aufgeführte Quelle eine millionenschwere Auftrags-Kampagne der Pharmakonzerne ist. Desgleichen gibt es Gerüchte, es seien vom Kölner Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) massiv Gutachten gefälscht worden. Frage: Wo leben wir denn?! Zieht bei uns die eine Mafia gegen die andere Mafia auf?!

Die Medien zeigen einseitig das coole Vorgehen des "Tatort-Kommissars" Professor Peter Sawicki. Mit Kussmund erklärt er in die Kamera hinein, wie dumm doch die Ärzte der Pharmaindustrie auf den Leim gegangen seien.

Doch was ist wirklich dran an den kurzwirksamen Insulinanaloga?

In Deutschland scheint es keine glaubwürdige Institution zu geben, die diesem Problem auf den Grund geht, ohne dabei finanziell kontaminiert zu werden. Regierungskreise sind mit festem Blick auf Einsparungen (die der freie Markt gebietet) auf dem Weg, Menschen mit Diabetes ins schnelle Siechtum zu schicken. Konzerne veröffentlichen Nachrichten über den Sinn schnell wirksamer Insulinanaloga. Fachärzte, die entgegen der Aussagen des "Tatortkommissars" Sawicki eben doch nicht erst nach 14 Stunden Praxisalltag Gutachten lesen können, bestätigen den unbedingten Sinn dieser Medikamente.

Wer bringt endlich Licht ins Dunkel?

Das freie Floating der Interessen finanzstarker und finanzgebundener Instanzen treibt die Menschen in Deutschland in den Sog unmenschlich entschiedener Fragen. Manipulation, Fälschung, massive Propaganda, Missbrauch der Medien, all das sind heute die Achse deutscher politischer Entscheidungen. Der Markt hat die Regentschaft über substanziell menschliche Probleme ergriffen. Der Markt mit all seinen Raffinessen und Intrigen bestimmt das Leben in Deutschland.

Die zweite Stufe der freien Märkte ist gezündet. Die vernunftsbezogene Durchsetzung der freien Märkte, weil sie ach so notwendig seien, ist abgelöst von der reinen Fokussierung aller Probleme aufs Geld. Die Geld-Mächte duellieren sich und wer dabei tot umfällt, sind die Menschen. Dies wird inzwischen als marktbedingte Selbstverständlichkeit hingenommen. Niemand mehr denkt darüber kritisch nach.

Alle Hirne dienen inzwischen ausschließlich dem Mammon. Die Einrichtung von Gremien, die vom Geld und von einseitigen Interessen unabhängig sind, gibt es in Deutschland nicht mehr. Das freie Spiel der Marktmächte macht einige sehr reich und andere sehr krank.

Der gefährliche Eingriff in den Markt, den die Bundesregierung mit ihrer Entscheidung, Diabetikern die kurzwirksamen Insulinanaloga zu verweigern, gewagt hat, ist nicht nur ein Präzedensfall in Bezug auf Marktmacht, sondern auch im Bezug auf Menschlichkeit. Verfassungrechtlich ist durchaus die Frage offen, ob der in Deutschland formell noch gültige Gleichberechtigungsgrundsatz damit nicht empfindlich verletzt wurde.

Denn wie kann es angehen, dass chronisch Kranke substanziell am gesunden Leben gehindert werden, wenn Gesunde dies Problem gar nicht wissen und nicht wissen müssen? Wie kann der Staat bewusst und öffentlich entscheiden, einer bestimmten Bevölkerungsgruppe die optimalen Chancen zu entziehen, ohne dem Rest gleiches anzutun?

Darf der Staat alle Müllers oder alle Schmidts verhaften lassen? Darf der Staat allen Meiers das Fernsehen verbieten? Darf der Staat allen, die kleiner sind als ein Meter siebzig, das Autofahren verbieten?

In der blinden Gefolgschaft gegenüber dem neuen Führer "Freier Markt" begeht Deutschland wieder die Sünde des Nationalsozialismus. Euthanasie durch die Hintertür.

Solange nur die Empfehlungen eines kussmundigen Sawicki für die sachliche Wahrheit gradestehen, begeht die deutsche Regierung, der Gesetzgeber, Verfassungsbruch.
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