Fressen und gefressen werden
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Was soll das!

Himmel über Mühlhausen
Der Neoliberalismus und die Konzentration aller Gedanken aufs Geld haben das Handeln der Menschen auf die Aktivitäten einer Amöbe reduziert: Fressen und gefressen werden. Der Verlust, den die Menschheit in diesen Jahren und Jahrzehnten zu verkraften hat, ist der Verzicht auf Glaube, Liebe und Hoffnung - und der Verzicht auf die damit verbundene Echtheit. Alles wird den "natürlichen" Kräften des Marktes überlassen. So kann sich jeder von uns seine Hände in Unschuld waschen. Man hat ja so viel damit zu tun, für das eigene Überleben zu sorgen. Es kümmert kein Schwein, dass dabei dringenste Probleme der großen Mehrheit auf der Strecke bleiben.

Unsere Orientierung am Haben ist seit Menschengedenken die Grundlage allen Handelns. Neu ist das grenzensprengende und Tabus brechende Sparfieber der Regierungen. Die Politik zieht die Wirtschaft damit in eine deflatorische Sackgasse. Nur der Niedergang unserer Binnenwirtschaft kann den Verantwortlichen die Augen öffnen. Erst wenn die Interessen der Konzerne die halbe Welt ausgeplündert haben, wird sich die Politik bequemen, einmal die Augen zu öffnen.

Zugunsten der wenigen Superreichen soll der Staatshaushalt auf Kosten der breiten Bevölkerung saniert werden. Der unvorstellbare Reichtum einiger Weniger ist die heilige Kuh, deren Zinshunger den Menschen immer mehr Lasten auferlegt. Die Dritte Welt befindet sich vollends in den Händen der Konzerne. Alles andere wird sich diesem Zustand anpassen - bis die Gier der Konzerne alles niedergemacht hat. Dabei wird die Sanierung des Staatshaushaltes ein vager Traum bleiben. Nicht mehr.

Wer den Verbraucher ausbremst, der blockiert am Ende auch den Händler und danach den Hersteller. - Dabei nützt es nichts, wenn letzterer seinen Himmel über Mühlhausen Betrieb ins Ausland verlegt, um noch weiter seine Kosten zu senken. Er wird dennoch nichts verkaufen können, solange der Verbaucher nichts kaufen kann. - Die Verlagerung von Betrieben in Billiglohnländer kann nur übergangsweise aus der Misere helfen. Auch mit den geringsten Produktionskosten lässt sich kein wirkliches Geschäft machen, wenn insgesamt die Kaufkraft ihrer eigenen Bezeichnung spottet.

Wirtschaft kann langfristig nur funktionieren, wenn sie Regeln unterworfen ist, die allen Beteiligten mindestens halbwegs dienlich sind. Wenn diese Regeln aber nur einige Wenige begünstigen, sind Kreisläufe unterbochen und führen wie selbstverständlich zu Engpässen, die zum Beipiel die Bereitschaft zu Ölkriegen vorbereiten.

Der nächste Ölkrieg kommt bestimmt!

Die Wahrheit über George Bush Der durch die Gewinnsucht der Konzerne ins Stocken geratene Kreislauf lässt die Nachfrage sinken. Die Antwort der Konzerne ist die Beschneidung der Löhne und Mehrarbeit. Genau so denkt der Staat und sieht nicht, dass er mit der gelenkten Verteuerung der notwendigsten Lebenshaltungskosten und Hartz IV eine Rutschbahn nach unten angelegt hat. Globalisierung, Ausbeutung und soziale Verwahrlosung sind der Blumenstrauß, den die Konzerne erst der Dritten Welt überreichten und nun auch uns zum Schnüffeln hinhalten. Der Weg ist noch weit bis alle erkennen, dass dies alles nur den Interessen einiger Weniger dient. Der derzeitige amerikanische Präsident repräsentiert die neue schnoddrig ehrliche Offenheit in der Formel:

Kapital + Macht * Eigennutz = Krieg

Es gibt nur einen Weg heraus aus den zwanghaften Zyklen der Menschheit: Das ist das gemeinsame Denken und Handeln. - Wir haben mit dem Internet eines der schönsten Werkzeuge in der Hand, um gemeinsames Denken und Handeln zu praktizieren.
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Der Weg zum gemeinsamen Handeln ist weit. Weltweit muss ein Konsens entstehen, der nicht nur unter Regierungen und Konzernen ausgehandelt ist, sondern von den Völkern selbst getragen wird. Dazu gehört neben der Beseitigung und Linderung regionaler Probleme auch das Wachrütteln derjenigen, die sich im halbwegs erträglichen Auskommen vor der Glotze räkeln. Jeder einzelne, der sein Hirn nur benutzt, um "Wer wird Millionär" anzuschauen, vergeudet seine persönliche Lebenschance, an einer Welt mitgearbeitet zu haben, die allen Menschen eine den tatsächlichen Möglichkeiten angemessene Heimat bietet.

Solange die Politik nur den konzerngemachten Notstand verwaltet und oft genug die Augen vor offensichtlichem Unrecht in der Dritten Welt verschließt, werden die Völker keine Chance auf eine bessere Welt haben. Die Politik muss einen Weg aus dem ständigen Schielen auf Wählerschaften finden und ihn dann auch gehen. Sie muss Entscheidungen fällen, die an Gerechtigkeit und Menschlichkeit orientiert sind.
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Kommentare:
Solange es Leute gibt, die sich mit Chip + RTL zufriedengeben, werden die großen Konzernmühlen gemütlich weitermahlen können. Brot & Spiele scheinen vielen Menschen zu genügen.
Irgendwann wird dieses System vielleicht nicht mehr funktionieren und dann kommt es vielleicht oder hoffentlich zu einer "deindustrialisierenden" Revolution.

Das Problem hat noch einen weiteren Aspekt, der sich durch eine weitere Methaper ausdrücken lässt:

Die meisten Menschen verhalten sich aus eigenen Stücken wie Lemminge.

Wenn es wenige gibt, die das auszunutzen verstehen, mag das zwar ungerecht sein, aber es ist zugleich nachvollziehbar.

Die Gedanken sind frei [29.10.2007]
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