Anfrage wegen steigender Lärmbelästigung durch "Sportauspüffe"
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Genickbruch der Wachtturmtheologie

Offener Brief


an das Innenministerium Baden-Württemberg
wegen immer weiter steigender Lärmbelästigung

Rüdiger Hentschel
Hohlstraße 15
69242 Mühlhausen
06222 5719436
info@online-polemik.de

Innenministerium
Baden-Württemberg
Abteilung 3
Landespolizeipräsidium
Dorotheenstraße 6
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 / 231-4
Telefax: 0711 / 231-3399
Mühlhausen, 31.07.2005

Anfrage wegen steigender Lärmbelästigung durch "Sportauspüffe"
Offener Brief (veröffentlicht: hier)


Sehr geehrte Damen und Herren,

die Lärmentwicklung durch PKW mit viel zu lauten Auspuffanlagen nimmt ständig zu. Besonders an Wochenenden und nachts, wenn diese Autofahrer nicht arbeiten müssen, entwickeln sie einen Lärm, der enorm belästigend ist und die Wohn- und Lebensqualität vieler Menschen beeinträchtigt.

Man hat den Eindruck, dass diese in aller Öffentlichkeit vorgetragene Dreistigkeit von der Polizei vollkommen ignoriert wird. Hat nicht die Öffentlichkeit ein Recht darauf, vor solchen Emissionen geschützt zu werden? Immerhin gibt es viele Kranke, die nicht immer wieder irgendwelche Autofahrer anzeigen können. Und Nachtschichtler zum Beispiel, die tagsüber schlafen müssen, werden auch nicht immer wieder ans Fenster rennen, um Autonummern aufzuschreiben.

Wenn man bedenkt, dass die EU eine Lärmschutzrichtlinie durchdrücken will, die mit hohen Kosten verbunden sein wird, wird die Absurdität noch klarer, die damit verbunden ist, die Lärmentwicklung aufgebohrter Auspuffanlagen permanent zu ignorieren.

Ein zweites Problem: Im "Lärmschatten" der PKW mit aufgebohrten Auspuffanlagen fahren reihenweise PKW, deren Auspuffanlagen dringend einer Reparatur bedürften. Man spart sich das Geld aber lieber bis zum nächsten TÜV-Termin, weil man definitiv keine Sanktionen zu erwarten hat. So steigt der Lärmpegel unaufhaltsam. - Ist nicht die Polizei verpflichtet, die Öffentlichkeit vor so einer Belästigung zu schützen?

Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar. Teilen Sie mir auch bitte mit, ob ich Ihre Antwort auf meine Anfrage im Internet veröffentlichen darf.

Mit freundlichen Grüßen


Der Brief wurde als Fax an das Ministerium versendet. - Sobald eine Antwort eingeht, wird sie hier (wenn erlaubt) veröffentlicht.

Die Antwort traf am 02.08.2005 ein. Allerdings wurde darum gebeten, eine Veröffentlichung im Internet zu unterlassen.

Sieht so aus, als müsste tatsächlich jeder einzelne Auspuffrabauke extra angezeigt werden. - Tolle Welt.
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Kommentare:
Liebe Leidensgenossen,

Ihre Eingabe an das Ministerium spricht mir aus dem Herzen. Vielleicht hilft Ihnen der Hinweis, dass gerade die Firma Porsche seit 1997 besonders laute Auspuffanlagen ab Werk liefert. Diese werden in dieser "lauten" Ausführung von ca. 98% aller Porschekäufer so ausdrücklich geordert. Porsche-Chef Wiedekind fährt natürlich auch ein Modell mit besonders "kreischendem" Motor. Vielleicht leiten Sie diese Zeilen an das Ministerium weiter. Lärm macht krank, das ist erwiesen. Wer sich im zuständigen Ministerium dieses Themas verweigert, wird zwar nicht krank - riskiert aber mit Sicherheit seinen Job. Wir haben damit "leider" Erfahrung.

Es gibt klare Lärmschutzverordnungen.

Übrigens haben wir angeordnete Lärmprüfungen bei Porschefahrern beobachten können. Die Polizei bittet um das Starten des Motors - normales Geräusch. Niemand bittet darum, einmal kräftig Gas zu geben. Das werden wir ändern.

peppino, 13.09.2007
is jo wurscht.

kiki, 30.06.2008
Lärm macht krank, das ist erwiesen. Nicht aber der von vorbeifahrenden Autos. Was auch krank macht, ist auf die nächste Belästigung zu warten. Genau dies geht aus ihren Texten hervor. Man erhält beim Lesen den Eindruck, sie würden nur darauf warten, ihren Ärger auf den nächstbesten abzuladen, der ihnen den geringsten Anlaß bietet. Bitte lassen sie diesen Ärger nicht zu blindem Haß werden. Lächeln sie doch einfach mal wieder.

Marc, 02.06.2009
Nein! Der Lärm von vorbeifahrenden Autos macht nicht krank. Aber der Lärm von Angeberidioten, deren Lebenssinn darin besteht, über andere mit ihrem Auspuff Macht auszuüben, der macht krank. Das ist übrigens auch der Lärm, den man hört, auch wenn man selbst gerade mit dem Presslufthammer ein Loch in die Wand bohrt.

Auf solche Störer braucht man nicht zu warten. Die überraschen einen immer wieder und rufen einem nachhaltig ins Gedächtnis, wie die Lebensqualität und der Wohnwert der Wohnung willkürlich herabgesetzt wird durch darwinistisch angehauchte Sich-selbst-Durchsetzer mit Egoistenbrille.

Und ... lächeln Sie doch selbst! Aber vorher sollten Sie sich angewöhnen, die persönliche Anrede groß zu schreiben. :-)

Rüdiger Hentschel, 03.06.2009
Hallo,
ja ja, ich habe auch so ein Problem, ich schreibe zu so einem verrückten der nachts um 2 uhr 30 rumfährt oder nachts der Disco nach hause fährt, nenne ich so einen Auspuffjunky. Kann sein das der Tüb mich von früher kennt und weis wo ich wohne und mich extra ärgert. Ich habe vor den Tüp Anzuzeigen und habe aber noch nicht sein Kennzeichen, das werde ich sicher mit der Zeit noch herausfinden danach ist dann die anzeige fällig. Wegen Ruhestörung und Prüfung wegen seiner Auspuffanlage :-)

Peterlie, 29.06.2009
Ich kenne zwar nicht die Lösung, aber ich bewundere Euer Problem!!!

Schafft doch gleich alle lauten Fahrzeuge ab ... Flugzeuge, Helikopter, LKWs, Alles was mit Kraftstoff läuft ... Schenkt allen Elektrofahrzeuge!!!

Wie wäre es denn wenn Ihr an das Ende eines Feldweges zieht??? Denn dor wird sich kaum ein Tuner hin begeben, da sein Fahrzeug zu tief liegt um auf genannter "Straße" zu fahren ... Aber lasst mich raten, dann fangt Ihr an Euch über die Landwirtschaftlichen Fahrzeuge zu beschweeren ... Denn jeder Mensch braucht ein Hobby!

Ihr beschweert Euch über "getunte Karren" und nervt uns damit, wie wir Euch mit unserem "Krawall" Sportwagensound ... So etwas kann man immer von zwei Seiten betracht, oder meint Ihr nicht!?

Mit freundlichen Grüßen

Der RX-8 Fahrer aus dem Raum Soest auch bekannt als Wolf, 28.08.2010
Der Unterschied ist der, dass Du nicht auf dieser Seite zu lesen brauchst, die Menschen aber, die in Deiner Nähe sind, auf jeden Fall genervt und massiv gestört werden. Die haben keine Wahl. Die müssen sich Deinen privaten Sondersound gefallen lassen, ob sie wollen oder nicht.

Aus der Notwendigkeit lauter Kraftfahrzeuge (LKW) zu schließen, man könne und dürfe machen, was man will, ist genau die Entsprechung: Der Stärkere muss überleben, also bauen wir Konzentrationslager für die Schwachen. Man bildet sich Rechte ein, die auf jeden Fall andere Menschen unterdrücken. Die Auspuffidiotie Deutschlands ist ein Aufkeimen des urdeutschen Wesens, das Spaß hat, wenn man anderen etwas straflos antun kann. Und dass sogar die Autohersteller extra für Deutschland die Auspuffanlagen aufbohren, das spricht für sich selbst. Klarer kann die deutsche Seele nicht entlarvt werden.

Rüdiger Hentschel, 28.08.2010
Jetzt, fast 6 Jahre nach diesem offenen Brief, wäre es an der Zeit, den Vorgang zu wiederholen.
  1. Der Lärm durch die Auspuffanlagen sollte durch neue Richtlinien gesenkt werden, ist aber gestiegen.
  2. Die Anzahl defekter Auspuffanlagen nimmt immer mehr zu.
  3. Zu den Auspuffanlagen kommen weitere Lärmquellen wie "HiFi-Anlagen im Auto"
  4. Die Polizei unternimmt immer noch nichts gegen den Krach
  5. Der Innenminister von Baden-Württemberg hat endlich seinen Stuhl räumen müssen.
wh, 24.06.2011
Das ist zum Scheitern verurteilt. Denn das würde nur Geld kosten und diejenigen, die an dem nach oben offenen Tuning verdienen, hätten weniger Einkommen und der Lärm beschäftigt die Geschädigten so schön. Da kommen die Menschen so schön unter Druck, dass sie sich wenigstens ansonsten aus der Politik heraushalten. Und sie sterben früher. Das bringt auch eine gewisse Ersparnis. Deswegen sollte aus Regierungssicht auf dem Gebiet Lärmbelastung dem Tuning-Volk freie Hand gelassen werden.

Und bevor frustrierte Reichensöhne den Nachbarkindern die Arme brechen, sollten sie lieber weiterhin ihre Nachbarn nerven dürfen. Eine Bevölkerung, die sich selbst nervt, stört die Regierenden am wenigsten.

Falls Du Hoffnung auf die Grünen setzt, empfehle ich tatsächlich einen weiteren offenen Brief an das Innenministerium Baden-Württemberg. Darin könntest Du auf diesen Brief, speziell auf diesen Kommentar verweisen. Ich unterschreibe blind!

Rüdiger, 24.06.2011
Die Lärmentwicklung durch PKW nimmt tatsächlich ständig zu. Besonders zu vermerken ist die Zunahme der sogenannten Sportschalldämpfer, deren Lärmpegel jede Lärmschutzverordnung ad absurdum macht! Es stellt sich die Frage, warum der Gesetzgeber und auch der TÜV diese unglaublichen und widersinnigen Lärmquellen zulässt? Dass Lärm krank macht, sollte auch bei diesen Verantwortlichen bekannt sein. Ab 65 dB(A) kommt es zu einer Schädigung des vegetativen Nervensystems und die PKW-Benutzer mit besagtem Endschalldämpfer (was wirklich kein Schalldämpfer ist, sondern eine Verstärkung der Verbrennungsgeräusche) dröhnen ihre Umwelt mit mindestens 100 dB(A) oder mehr zu.

Für alles gibt es Grenzwerte, nur nicht für diese Auspuffgeräusche! Schmieren hier die Lobbyisten dieser Fabrikate den Gesetzgeber? Anders ist diese Unsitte nicht zu beurteilen. Es stellt sich auch die Frage, warum die Fahrer solcher Lärmkisten, derartige Lärmposaunen bevorzugen? Mangelt es denen an Potenz oder Selbstbewusstsein?

Wir, Lärmgeschädigte, sollten eine Online-Petition ins Leben rufen und diese Unsitte anprangern!

Sophokles, 15.07.2013
Hi Sophokles.

Ich kann die Idee einer Petition nur unterstützen. Wir werden ebenfalls, allerdings aus einem unheiligem Mix von überlauten Motorrollern, krankmachenden Sportauspuff-Dreckschleudern und denjenigen, die mit dem Motorrad jede Strasse als Rennstrecke verstehen. All diesen Patienten ist gleichermaßen zuzuordnen, dass auch immer das "Aufdrehen des Motors", und gern auch mal die durchdrehenden Reifen, zum Besten gegeben wird.

Irgendwo in den vorangegangenen Kommentaren hat jemand gefragt, warum diese Wahnsinnigen dies tun. Ich weiß, ehrlich gesagt auch keine Antwort darauf. Ich weiß nur, dass es besonders meine Frau noch kränker macht, als sie ohnehin schon ist, weil sie aus der Vergangenheit schon vorbelastet war, und diese Krankheit nun, aufgrund der deutlich bemerkbaren, gesteigerten Lärmpegel, welche tagtäglich auf sie einwirken, noch stärker zum Ausbruch bringt.

Man muss natürlich sagen, dass mit dem Lärmpegel, meistens auch die Geschwindigkeit der Rowdies steigt. Beides hängt oft eng zusammen. Ausserdem habe ich festgestellt, dass es sich meistens um noch sehr junge, männliche Jugendliche handelt, die sich in einem geschätzten Alter von nicht mehr als 22 Jahren befinden.

Ich habe es nun mehrfach versucht, die Kollegen mit freundlichen Worten zu bitten, wenigstens nicht nach 22 Uhr wie die Halbwilden durch den Ort zu ballern. Leider habe ich dabei Erwiderungen erhalten, die ich in ihrer negativen Intensität so nicht erwartet hätte... Und das von "Rotblagen".

Heute nacht war es mal wieder soweit: 3 Uhr morgens, und alles was irgendwie mit lautem Motor oder Tuningsätzen an den Start gehen konnte, war unterwegs. Und das in einer Intensität, die seinesgleichen sucht.

Daher habe ich mich auch entschlossen, irgendetwas zu unternehmen. Polizei macht nix mehr. Die kommen noch nichtmal mehr raus. Nachbarn sind in der Vergangenheit auch schonmal direkt aus der Wache, mit dem Hinweis "dass man schliesslich andere Dinge zu tun hätte als sich nur um ruhestörende PS-Alphaltcowboys zu kümmern", telefonisch abgewiesen worden.

Also: Online Petition?

OK. Dann sollten wir das mal diskutieren.

Ich denke auch über eine privat gesteuerte Lärmpegel-Messung nach.

Toto, 06.10.2013
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Letzte Aktualisierung am 31.07.2005

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