Adolf Hitler hatte die Motivation, dem deutschen Volk Macht und Raum zu verschaffen. Dazu war ihm auch das Mittel recht, Menschen in unterschiedliche Kategorien einzuteilen. Lebenswert und lebensunwert. Etwas ähnliches findet heute auf der wirtschaftlichen und folglich auch auf der sozialen Ebene statt. (Arbeitslosigkeit ist nicht Schicksal, sondern nur das Ergebnis der Huldigung des Geldes. Wäre der Mensch Mittelpunkt unseres Systems, gäbe es keine Arbeitslosigkeit.)
Aus den Erwägungen über Märkte und Machtzuwachs kommen Entscheidungen, die in ihrem Auftritt erst einmal zivilisierter daherkommen, aber letztlich im Sinne der Herrschaft und im Sinne der massengebundenen Auswirkungen nur weniges von der nationalsozialistischen Prägung vermissen lassen: Einige wenige "Entscheider" legen an ihrer eigenen Motivation entlang fest, wie sich die Welt zu entwickeln hat. Sie üben einen Einfluss aus, der stärker ist als der Einfluss des Papstes im Mittelalter und der stärker ist als der Einfluss, den die braune Brut in Europa ausübte. Ziel dieses Einflusses ist die Abhängigkeit und Verdummung der Massen. Der Glaube an das bestehende Wirtschaftssystem mit dem eiskalten Kern der Konzernabhängigkeit ist größer und fester als jede Ideologie und jeder Glaube zuvor.
Die fortgesetzte und forcierte Unterdrückung der Dritten Welt und die eingeleitete Austrocknung regionaler, bislang gut funktionierender Wirtschaftsräume sind direkte Folgen der uneingeschränkten Macht der Konzerne.
Für die Umstrukturierung der in Völker und Regionen aufgeteilten Welt in ein leicht zu überblickendes, leicht zu beherrschendes Ganzes wird eine Kraft benötigt, die die Massen folgen lässt. Es ist der Glaube! Heute wird den Menschen weisgemacht, dass die Sicherung und Entwicklung der eigenen Existenz in der Globalisierung liegt.
Während frühere Diktaturen die Menschen immerhin in halbwegs direkter Ansprache motivieren mussten, haben die heutigen Welt-(Geld-)Herrscher es leicht. Sie können die Menschen beeinflussen, ohne sich auch nur die geringste Konfrontation mit dem Volkeswillen anzutun.
Jede Nachricht über die Weltveränderung durch die Globalisierung ist diesen Wenigen eine Belustigung weil Bestätigung ihrer Macht.
Ein geradezu witziger Umstand ist, dass ein kaufmännisch geschulter Bundeskanzler nicht zu erkennen scheint, dass er nicht von Konzernen, sondern vom Volk gewählt wurde. Die Erhebung der Finanzen zum Willen Gottes verleitete schon die Stadt Wuppertal dazu, sich als "Konzern Wuppertal" zu bezeichnen. - Was für eine Selbstentblößung!
Wie die rassistische Gesellschaft damals künstliche Hürden aufstellte, so werden die Bevölkerungschichten heute über wirtschaftliche Zusammenhänge immer weiter voneinander getrennt. Wer damals im Konzentrationslager saß, hatte keine Chance zu entrinnen. Wer heute arm ist, hat eine immer kleiner werdende Chance, der Armut zu entrinnen.
Die Parallelen sind erschreckend: Die Umstände sind wie damals nicht oder so gut wie nicht zu beeinflussen. Die Ignoranz der Besser-Gestellten heute gegenüber dem Rest der Bevölkerung ist ähnlich abgedreht wie die Ignoranz damals gegenüber den KZ-Insassen.
Der Diktator Globalisierung verwaltet die Hirne der über die Menschen gesetzten Regime. Kein Ziel ist so wichtig wie die Globalisierung und die an sie angepasste Gleichmacherei aller Nationen. - Hitler wollte den Herrenmenschen, der über den Rest der Welt herrscht. - Die Konzerne wollen den Geldmenschen.
Die Durchsetzung läuft heute wie damals über Ideologie und Glaube.
ici, 14.06.2007