Das nicht mehr zu kontrollierende Kapital gibt sich menschliche Züge. Doch hinter der Maske ist Dreck.
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Genickbruch der Wachtturmtheologie

Menschen verachtend


Wenn wir realisieren, dass in den USA definitiv keine Demokratie stattfindet, fällt unser aller bisheriges Weltbild wie ein Kartenhaus zusammen! Die Wahl des George W. Bush junior und seine Wiederwahl haben ein deutliches Signal gegeben. - Wenn das stimmt, dass in Nordamerika keine demokratischen Wahlen angewendet werden, in dem Sinn, dass das Volk selbst bestimmt, wer wie regiert, müssen wir rückwirkend anerkennen, dass dieser Umstand nicht erst seit George W. Bush wirksam ist.

Das Gebilde UN, das sich unter anderem mit dem Abzug aus Ruanda selbst die Blöße gegeben hat, wird von der amerikanischen Vorherrschaft bestimmt. Denn in der UN ist Amerika nicht eine Nation unter anderen, sondern verfügt auch hier über eine Machtstellung, die seiner überall sonst auch üblichen Vorherrschaft entspricht. - Die UN ist also zwar eine flaschenhalsartige Verengung des amerikanischen Einflusses auf die Welt, aber ebenso eine Fortführung der Machtfäden der USA in die Welt.

Das amerikanische Volk zahlt für die fehlende Demokratie im eigenen Lande beispielsweise mit einer Kindersterblichkeit, die prozentual der eines Entwicklungslandes entspricht. Sie zahlt in vielen Dingen, die Lebensqualität ausmachen, dafür, dass in US-Amerika das Volk selbst nie wirklich die Regierung wählen konnte.

Die Globalisierung, die die nordamerikanische Asozialität auf die ganze Welt verbreitet, beschert uns drei prägende Attribute des amerikanischen Volkes.
  • Wir werden wie sie bitterböse zahlen.
  • Wir werden immer oberflächlicher durch die intutitive Erkenntnis, dass wir sowie so nichts ändern können.
  • Wir werden durch widerstandsloses Mitmachen schuldig an der Weiterverbreitung unsozialen Gedankengutes in der Welt. Wir werden wie die Amerikaner den Rest der Welt davon überzeugen, dass soziales Handeln von Übel sei.
Alle Philosophie der Welt kann dem nichts Wirksames entgegensetzen, solange die Menschen weltweit nicht erkennen, dass kapitalgebundene Interessen und die Liberalität ihrer Durchsetzung Menschen verachtend sind, und wir werden die Menschenverachtung selbst wie einen Bazillus über den Globus verbreiten. Der einzige Kern, der wirklichen Handlungsbedarf hat, ist die Bloßlegung geldabhängiger Machtbeflissenheit und die Entwicklung eines menschlichen Systems, das diese Geldmachtgelüste kontrollieren kann und kontrolliert.

Es geht nicht um kommunistische oder kapitalistische Grundsatzentscheidungen oder Kreuz-und-quer-Diskussionen! Sondern es geht um die ganz menschliche Frage, ob die Menschlichkeit gegenüber dem Besitz und gegenüber der Kapitalanhäufung eine Daseinsberechtigung hat oder nicht.

Liberalismus und Globalisierung haben ihren Glaubenskrieg bisher erfolgreich geführt. Mit der liberalen Ideologie haben die Reichen dieser Welt viel Geld gespart und Ansehen gewonnen, weil sie sich seltener mit offener Gewalt durchsetzen mussten. Sie haben die Hirne infiltriert oder die Personen gekauft oder notfalls "ausgetauscht". Sie sind heute noch auf dem Siegeszug.

"Bewegungen", die diese Perversion der Welt für sich ausnützen, sind die NPD und die REP. Sie sind in ihrer Art ebenso Menschen verachtend wie das Großkapital, bieten aber dem Volk zumindest eine Wahl - eine Pseudowahl. Sie verbinden ihr menschenfeindliches Programm mit der Sehnsucht der Menschen nach einem auf sie zugeschnittenen Staat, der von der Globalisierung unabhängig ihr Leben ermöglicht.

Sobald die Globalisierung und der Neoliberalismus als Glaubensgut ihre Durchsichtigkeit und ihre Primitivität zeigen, werden NPD und REP nichts mehr zu lachen oder zu hoffen haben.
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Kommentare:
So ein Schwachsinn. Wenn man nur ein wenig nachdenkt und recherchiert, kann man diese hirntoten Argumente zerpflücken wie ein Brötchen. Bush ist nach dem amerikanischen System korrekterweise Präsident geworden, und das amerikanische System ist sehr viel mehr an Demokratie orientiert als das deutsche. Ich glaube mal, hinter diesem Artikel hier stecken diese aufgehetzten Grünen oder die Linkspartei-Deppen. Aufgestachelt von den Islamo-Faschisten. Naja, mit Deutschland gehts eben rapide bergab. Hat schon seinen Grund, wenn alle auswandern.

Ich, 09.12.2007
Der Kern stimmt. Über die Demokratie in den USA lässt sich streiten, aber das ist unwichtig. Fakt ist: Das System macht uns alle zu Sklaven des Kapitals und der Macht weniger anderer. Aber selbst die Reichen leben in Knechtschaft, der Knechtschaft ihrer Gedanken, mit denen sie sich selbst belügen, dass sie am Leid der Armen nicht schuld sind. Und auch sie könnten bald Angst haben vor der Rache der Massen. Aber ich hoffe, dass die Menschen vernünftig sind und sich friedlich von der gegenseitigen Abhängigkeit befreien und zurückkehren zu einer solidarischen Abhängigkeit, die auf Gegenseitigkeit beruht.

Ich, 14.02.2008
Jeder weiß, dass die US-Politik die korrupteste der Welt ist. Es ist de facto nicht weit entfernt von der Sowjetunion (1-Parteiensystem) mit seinem 2-Parteien-System. Andere Parteien haben in solchem Wahlrecht keine Einflussmöglichkeiten, ergo ist institutionalisierte echte Opposition schon mal nicht möglich (siehe Ralf Naders Versuche, auch mal alternative politische Ideen einzubringen, in unserem System würde ihm das gelingen, dort bleibt er nahezu unbekannt). Dann noch die einflusssichernden Spenden aus der Industrie und Finanzoligarchie! Gekaufte Politik in noch größerem Ausmaß als in Deutschland. Das wird einem auch bewusst, wenn man die Karrieren und Kontakte der Politiker genau analysiert und die Spendenbewegungen. Warum wohl haben die USA immer noch keine öffentliche funktionierende Gesundheitsvorsorgung, Monsieur Ich?! Das wurde schon unter Clinton versprochen. Wieso Einmarsch in Irak unter gelogenen Argumenten?! Wieso wohl zahlt ein Manager dort heute weniger Steuern als seine Sekretärin?

Anarchistin, 24.03.2008
Die Argumente zerpflücken wie ein Brötchen ? Wohl kaum. Genügend politikwissenschaftliche Studien belegen hinreichend, dass das amerikanische System keine Konkurrenz zulässt und es keine wirkliche Opposition gibt. Der Einfluss der Industrie auf die Politik ist gewaltig - wer das nicht glaubt, sollte sich mal mit den Rüstungslobbyisten in Washington befassen. Lächerlich, wie Leute, die vorgeben "Realisten" zu sein die Tatsachen ausblenden und noch so dreist sind, andere als aufgehetzt zu bezeichnen.

DocMartin, 19.07.2012
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