Konzerne verhandeln und erzielen Ergebnisse. Dafür wollen sie aber auch etwas sehen.
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Genickbruch der Wachtturmtheologie

Zu wenige entscheiden über zu viel


Den Privat-Jet-Jungs, die sowie so ihr Schäfchen im Trockenen haben, denen ist es egal, ob sie ganze Bevölkerungsschichten rasieren. Sie wollen nur die Parameter der Wirtschaft beeinflussen. Wenn zu wenig Mieter für die vielen Wohnungen da sind oder in der Wirtschaft 25 Fachkräfte fehlen, muss Europa her, damit die Menschenmengen sich in die leerstehenden Wohnungen ergießen und den Arbeitsmarkt "bereichern". Dann kann der Hemdsärmel am grünen Tisch sich genüsslich zurücklehnen und sich seines Einflusses erfreuen.

Meine These ist, dass zu wenige über zu viel entscheiden. Mit der Brüsseler Konzentration der Macht in einem Lager wird dieser Missstand noch verschärft. Es gehört die Regionalisierung gefördert, weil nur in der Regionalisierung die Abhängigkeiten der Menschen eine natürlich gewachsene Abhängigkeit sein kann. Das künstliche Konstrukt Europa muss und wird üble Folgen haben.

Die Amerikaner haben es vielfältig vorgemacht. Ihre Eingriffe in ethnische und ideologische Strukturen haben sich immer wieder böse gerächt. Saddam und Bin Laden waren bei der Vergabe der Quittung unterschiedlich erfolgreich. - Dieses Figurenziehen am europäischen grünen Tisch findet auch in der Wirtschaft und in der Politik statt. Wer will da noch von Demokratie reden?

Es gibt auf Dauer nur die eine Chance, die zum Frieden und zur Gerechtigkeit für viele führt. Das ist der innere Unfrieden, den die Jugend der Mitte des 20. Jahrhunderts an den Tag gelegt hat. Sobald sich der jugendliche Idealismus vom Treibsand des Wohlstands aufsaugen lässt, gibts noch mehr und noch schnellere Autos und zehnmal so viele Penner am Bahnhof.

Je sanfter die Jugend mit ihren Alten umgeht, desto zerrütteter sind die Verhältnisse, die die Alten zu verantworten haben. - Die Werbung geht seit 30 Jahren den Weg über die Jugend. Die Politik macht es inzwischen genauso. Betäube die Jugend und du hast Ruhe.

Wir befinden uns in einer Phase, in der nicht mehr nur die Funktionalität und das augenscheinlich richtige Bewerten der Probleme durch den Politiker wichtig sind, sondern wo der Politiker selbst etwas darstellt. Es ist wieder an der Zeit, dass jemand erscheint, der "gültige Werte" kennt und vertritt. - Davor haben viele Angst. Denn es könnte ein neuer Hitler sein. Doch ein Buchhalter hilft nicht gegen die Macht des Geldes. - Und dass sich die Buchhalter in der Politik ungebremst austoben, das macht das Risiko zu einem neuen Hitler erst möglicherweise reell.

Die Wenigen, die zurzeit über den Lebensweg der Vielen entscheiden, machen nichts anderes als reine Diktatur und nichts anderes als reine fundamentalistische Religion. Sie zelebrieren den Liberalismus und schauen sehenden Auges auf die Menschenopfer, die dafür gebracht werden müssen. Sie wollen ihrer Überzeugung nicht absagen, obwohl vor ihren Augen die Millionen Menschen leiden und über die Klinge springen.

FATAL!

Das von Amerika vorgegebene Prinzip hat Vorrang und verschließt die Wahrnehmung der Politiker. Sie haben nicht nur ihr Herz verloren, sondern mit ihm auch gleich ihr Hirn weggeworfen. Sie sind nur noch Liberalismusgläubige. Fundamentalisten wie sie im Buche stehen. Der Ober-Armenschröpfer-Guru Westerwelle stellt sich frech in die Kamera und mahnt, dass man sich den bisherigen Standard nicht mehr leisten könne. Irgendwann wird ihm hoffentlich klar, dass man sich ihn nicht mehr leisten kann.

Europa wird so scheitern.
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Letzte Aktualisierung am 20.03.2005

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