Ideologische Kernaussagen - Ein Beitrag von Valeri Götz
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Genickbruch der Wachtturmtheologie

Gegen Neoliberalismus und linke Quacksalberei


Unter kapitalistischen Produktionsverhältnissen begann ein zuvor noch nie dagewesener, rasanter wissenschaftlich-technischer Entwicklungsprozess, in dessen Folge die Arbeitsproduktivität stetig zunimmt. Immer mehr Waren können immer schneller und billiger sowie in immer größeren Mengen produziert werden. Die Erhöhung dieser Arbeitsproduktivität hat zur Folge, dass immer mehr Menschen aus dem produktiven Sektor der Gesellschaft herausgelöst werden.

Aber statt man für diese freigesetzten Arbeitskräfte Beschäftigungsmöglichkeiten im sozialen und kulturellen Bereich der Gesellschaft schafft, verdammt man sie zur Arbeitslosigkeit und speist sie mit Almosen ab.

Der von der Gesellschaft produzierte materielle Reichtum konzentriert sich in immer weniger Händen. Die Schere zwischen arm und reich klafft immer weiter auseinander. Letztendlich zählt nur noch der Profit, ihm wird alles untergeordnet und es wird dabei jede unmenschliche Quelle ausgenutzt.

Der Kapitalismus hat sich zum totalitären Abzocksystem entwickelt. Zurecht sprechen einige Kritiker vom Kommerzfaschismus. Mittels der eingerafften materiellen Mittel festigt das internationale Finanzkapital seine Machtposition, indem es bestechliche Politiker kauft, durch den Besitz der Kommunikationsmedien die öffentliche Meinung manipuliert und die wahren Zusammenhänge der Welt verschleiert. Gleichzeitig unterlässt man nichts, um die Menschen zu verdummen und abzustumpfen.

Einer der barbarischsten Auswüchse der Finanzoligarchie ist die Rüstungsindustrie und das damit verbundene Rüstungsgeschäft. Die Rüstungsindustriellen haben oft eine Monopolstellung und können somit aus den von der Bevölkerung aufgebrachten Steuermitteln riesige Profite abschöpfen. Mittels korrupter, politischer Handlanger werden dann Kriege vom Zaun gebrochen. Keine Lüge und keine Infamie ist diesen Subjekten zu schade, um die Öffentlichkeit von der Notwendigkeit dieser Kriege zu überzeugen.

Eines der prägnantesten Beispiele dafür ist der Irakkrieg, dessen Notwendigkeit mit den angeblichen Massenvernichtungsmitteln des Iraks begründet wurde. Die wahren Gründe sind aber, dass man über die irakischen Ölquellen verfügen will und dass die Rüstungsindustrie neue Produktionsaufträge bekommt.

Gekoppelt mit diesen Auswüchsen des Kapitals ist ein massiver Sozialabbau, den wir mit der Agenda 2010 und insbesondere durch die Hartz-Gesetze auch in Deutschland zu spüren bekommen.

Was ist gegen diese imperialistische Auswüchse zu tun?

Es ist festzustellen, dass das Kapital sehr fest im Sattel sitzt und die Menschheit aber für ein neues, sozialistisches Gesellschaftssystem noch nicht reif ist.

Das sozialistische Weltsystem des 20. Jahrhunderts wurde mit reiner Waffengewalt geschaffen und über Jahrzehnte hinweg nur mit Waffengewalt sowie anderen diktatorischen Mitteln zwangsweise aufrechterhalten. Aus ökonomischer und militärischer Unterlegenheit gegenüber dem Kapitalismus ist der Sozialismus zwangsläufig und historisch gesetzmäßig gescheitert. Somit hat der Kapitalismus seine Daseinsberechtigung, da es ihm wesenseigen ist, die wissenschaftlich-technische Revolution voranzutreiben. Dieser stets voranschreitenden Revolution folgt eine stetige Steigerung der Arbeitsproduktivität. Irgendwann wird diese Arbeitsproduktivität so hoch sein, dass die kapitalistische Produktionsweise überlebt ist und dann die Errichtung des sozialistischen Systems als historisch notwendig vollzogen werden kann. Aber wann das sein wird, steht heute noch in den Sternen, keiner weiß es und keiner kann es voraussagen.
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