Die WASG hat sich in der Verblendung, schnell und ohne Hürden in den Bundestag zu kommen, selbst aufgelöst. Die Werte, die sie einst vertrat und die in ihrem Namen schon skizziert sind, wurden verkauft aus politischem Opportunismus und wegen einer fremd aufdoktruierten Zielsetzung. Diese fremde Zielsetzung hat rein tagespolitisch ihren Ursprung im Partei- und Politikdenken des Oskar Lafontaine und inhaltlich den Ursprung in der Raffinesse einer ehemaligen SED/PDS/Linkspartei, die darauf aus ist, die aus offensichtlicher Politik-Willkür entspringenden Bewegungen in der Bevölkerung für sich einzunehmen.
Der große Reinfall der WASG lässt sich auf einen einzigen "kleinen" Umstand reduzieren: Die WASG hat ihre eigene natürliche Entwicklung mit einem raffinierten Plan aus SED/PDS-Kreisen vertauscht. Dieser Coup führte dazu, dass die Menschen der WASG nicht mehr vertrauen können. - Denn eine Partei, die ihre eigenen Ziele und Werte für das schnelle Fortkommen aufgibt, kennen die Menschen aus dem FF! Sie wissen intuitiv und ohne langes Nachdenken, welche dumme Haltung dahintersteckt. Sie wissen, dass sich auf so etwas niemand verlassen kann.
Und der große Initiator dieser seit Anbeginn der Demokratie bekannten Schande ist Oskar Lafontaine!
Lafontaine hat kraft seines politischen Schwergewichts die WASG in diesen Deal hineingezwungen. Er verantwortet den schnellen Niedergang einer gerechten Bewegung. Er hat die WASG für seine Ziele instrumentalisiert, benutzt, kastriert, entkernt.
Lafontaine ist durch diesen seinen Streich der große Verhinderer einer Bewegung im Westen der Bundesrepublik Deutschland, die schon lange überfällig war und ihresgleichen suchte. Lafontaine hat eine gewachsene, aus dem Leben entspringende Bewegung an die SED/PDS/Linkspartei verkauft.
Für die WASG gibt es keinen Ausweg!
Zu viele WASG-ler und WASG-Sympathisanten sind auf den Weg der konzernmäßigen Fusion mit der SED/PDS/Linkspartei eingeschworen, verführt, umgepolt. Da ist in der WASG keine Substanz mehr, die ihre ursprünglichen Ziele sieht, vertreten könnte oder sich zu vertreten getraut. Alles ist abgestellt auf Lafontaines Strategieplanung, die mit Gerechtigkeit und Wahlalternative
nichts mehr zu tun hat.
Das Ding ist verloren. Die Arbeitslosen und viele andere Kreise der Bevölkerung, die einen entschlossenen Vertreter ihrer Belange in der Politik gebraucht hätten, sind durch Lanfontaines Taktik langfristig ausgebootet. Sie werden sich wieder der scheinheiligen SPD zuwenden müssen, um wenigstens die Hoffnung aufs Überleben nicht aufgeben zu müssen.
Es ist eine Schande!
Da wächst etwas heran, das endlich, endlich, endlich etwas bietet, das sich von der gängigen Betrugspolitik unterscheidet, und verkauft sich so früh wie möglich an die Betrugs-, Selbstbetrugs-, Volksbetrugs-, Menschenbetrugsprofis aus dem Parlament.
Das ist der wahre Niedergang. Der Sündenfall schlechthin. Die eigene Reinheit für den billigen Vorteil aufgeben. Der lustvollen Verführung anheimfallen, auch wenn dabei das eigene Ich aufgegeben werden muss.
Die WASG hat gezeigt, dass in der deutschen Bevölkerung das Potential ruht, hohe, wichtige Werte erhalten zu wollen. Gegen Globalisierung, gegen Marktmacht, gegen geldwerten Egoismus. Die WASG hat ad hoc und rasend schnell aberwitzig viele Menschen begeistert.
Aber nur so lange, wie sie sich selbst treu blieb.
Genau das ist verloren. Und damit die WASG selbst.