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Feedback von Maik Gebhardt (14. Januar 2007)
Hallo,
ich finde, dass es eine informative Seite ist. Meinereiner macht sich auch Gedanken über dieses bestehende System. Aber es gibt nicht viele Mitmenschen, die meine Gedanken verstehen und diskutieren können. Ich bin zum dem Schluss gekommen, dass es die Menschheit nicht schaffen wird, die Habsucht zu überwinden, vor allem die Menschen der Industrienationen nicht.
Die Unterdrückung des Menschen durch einzelne oder Gruppen ist so alt wie der Mensch, seit er angefangen hat, sesshaft zu werden. Es war so, es ist so und es wird wahrscheinlich immer so bleiben, wenn ihr, der Menschheit, durch ein prägendes Ereignis nicht ein Licht aufgeht und sie den eigentlichen Sinn des Lebens erkennt.
Ich war schon immer einer, der sehr oft gegen den Strom geschwommen ist, und es hat mir nicht viel eingebracht außer Spott, Hohn und Unverständnis. Aber ich bin irgendwie auch stolz darauf, nicht zur großen Masse zu gehören, die ihren Verstand abgeschaltet hat und sich berauschen lässt von den Medien. Sie ergötzen sich am Leben der "Stars". Für mich sind das keine Stars, sondern Menschen, die auch nur nach immer mehr Geld streben.
Das soll jetzt nicht heißen, dass ich nicht gern Musik höre und mal einen guten Film schaue, aber ich bewundere sie nicht und bin auch von niemandem ein Fan. - Doch mit welchem Recht verlangen manche Stars Millionengagen für ihre Auftritte. Sie haben alle vergessen, dass sie nur durch unser Interesse an ihrer "Begabung" zu diesen Personen hochstilisiert worden sind. Doch was tragen sie zur Entwicklung des Menschen bei? Nicht sehr viel, meine ich.
Das selbe gilt auch für den Sport. Wenn man nur mal den Fußball nimmt, kann einem nur Angst und Bange werden, welche Summen dort an die Fußballer gezahlt werden. Mit welchen Recht??? Was machen Ballack & Co für die Mitmenschen, außer sie vorm Fernseher und in Stadien zu versammeln. Ich sag nur eins, Brot und Spiele.
Ich treibe lieber selber Sport, als denen zuzuschauen. Bekommt mir besser, als auf der Couch fett zu werden. Muss ja jeder selber wissen, was er im Leben macht.
Um die Erwachsenen mache ich mir keine Gedanken, aber um die Kinder und Jugendlichen, denn sie werden mit dem leben müssen, was wir Erwachsenen hinterlassen, und das sind eine kaputte Umwelt, zerüttete Sozialsysteme usw. Meine Hoffnung ist, dass nachfolgende Generationen vielleicht mal aus diesem Alptraum erwachen. Aber wenn ich mir anschaue, dass die Jugend von den Medien mit ihren bescheuerten "Superstarsshows" so verführt wird, dann glaube ich nicht, dass die Jugend aufwachen wird, um für ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben zu kämpfen.
Die ganzen Kritiker deiner Seite tun mir einfach nur noch Leid. Sie wollen einfach nicht wahrhaben, dass eine kleine Minderheit die Mehrheit der Menschen gnadenlos aber auf teilweise suptile Art unterdrückt und ausbeutet. Selbst die finanziell unabhängigen Menschen sind nicht frei. Sie sind dazu verdammt, mehr haben zu wollen. Es gibt nur ganz wenige, die vollkommen frei sind.
Es gibt ja auch natürlich gute Ansätze in der Gesellschaft, aber leider nicht in der Größenordnung, wie ich mir es wünschen würde. Von der so genannten Demokratie halte ich nicht mehr viel. Ich bin damals in der DDR auch für eine Veränderung auf die Straße gegangen. Aber ich glaube, dass die meisten Menschen vom Regen in die Traufe gekommen sind.
Mir und all den anderen war nicht klar, dass das System des Kapitalismus noch menschenverachtender sein würde als der Sozialismus.
Im Vergleich zu den anderen sozialistischen Staaten sind wir noch ganz gut weggekommen. Wenn man sich die Zustände im Russland anschaut, dann weiß jeder, wie gut es uns doch eigentlich momentan geht. Doch die Frage ist, WIE LANGE noch???
Die Kritiker der Seite bekommen einfach nicht mit, wie sie immer mehr und länger arbeiten müssen, um ihren Lebensstandard zu halten. Es existieren in der Politik und der Wirtschaft doch nur noch zwei Schlagwörter: Einsparung und Erhöhung. Jeder deiner Kritiker sollte sich mal fragen, wie hoch die Steuer- und Abgabenlast bei den Menschen sein kann. Ich nehme mal an, bis Blut kommt, und das bedeutet entweder Krieg oder Währungsreform und die damit verbundene Entwertung vom Ersparten der kleinen Leute. Man möge mich jetzt auslachen, aber diejenigen, die mich auslachen, sollten mal einen kleinen Blick auf unsere jüngste Geschichte werfen.
Es wurde das Vermögen der kleinen Leute schon mehr als einmal entwertet. Die letzte Entwertung fand bei der TEURO-Einführung statt. Das Volk wurde wie immer nicht gefragt. So viel zur Demokratie. Demokratie heißt ja eigentlich, alle Macht geht vom Volk aus. Demokratie ist für mich nichts anderes als die Macht des Geldes. Und dabei ist Geld nichts anderes als bedrucktes Papier und nur der Glaube daran macht Geld so stark und mächtig.
Für uns Menschen gibt es nur noch zwei Wege, welche wir gehen können. Der erste Weg wäre, wir bleiben beim Tanz um das goldene Kalb und sehen zu, wie wir unsere Lebensgrundlage langsam zerstören und uns damit selbst vernichten, und damit meine ich alle, denn auch die Supereichen werden sterben.
Oder wir gehen den anderen Weg. Dieser Weg heißt: Abschaffung des Zins und Zinseszins und der Boden gehört der Allgemeinheit und keinem einzelnen Großgrundbesitzer.
Ich verfluche nicht das Geld, denn Geld ist eine prima Erfindung der Menschheit, solange, und das ist das Kernproblem der Menschen, es kein Schatzmittel sondern ein Tauschmittel ist. Allein nur fürs Tauschen ist das Geld erfunden worden und nicht zum Horten und der damit verbundenen Geldmacht, die ein Besitzer von großen Vermögen hat.
Dieses herrschende Zinssystem muss jedes darauf aufbauende Gesellschaftssystem zerstören. Es ist mathematisch bewiesen, dass es so ist. Die Geschichte hat es uns gezeigt. Wenn ein Gesellschaftssystem am Ende ist, zerstört es sich selbst von innen heraus. Dies war bei den Römern so, das war im Mittelalter so, halt, das stimmt so nicht ganz, denn es gab ja auch ein goldenes Mittelalter, was aber von den Medien ganz gern vergessen wird.
Warum Goldenes Mittelalter und warum finsteres Mittelalter?
Im goldenen Mittelalter gab es eine zinslose Währung in Deutschland, die es überhaupt ermöglichte, diese großen Kathetralen und Dome zu bauen. Den Menschen ging es so gut, dass sie viel gespendet haben für den Bau der Dome, obwohl sie genau wussten, das viele die Fertigstellung niemals erleben würden. Das goldene Mittelalter endete mit der Einführung des Zins durch die Familie Fugger und damit fing das finstere Mittelalter an. Durch die ungeheure Geldmacht, die sie besaßen, konnten sie Einfluss, natürlich zu ihren Gunsten, auf die gesellschaftliche Entwicklung nehmen. Nichts anderes passiert heute. Und am Ende steht nur Zerstörung und Leid. Politiker sind nur Marionetten der Wirtschaft. Ein Paar Kommunalpolitiker möchten bestimmt ihren Bürgern helfen, aber sie können meistens nur hilflos zuschauen, wie alles den Bach runtergeht.
Also, wie gesagt, wir haben die Wahl zwischen Vernichtung der Menschheit durch den Mensch oder Mutter Natur oder wir besinnen uns, dass alle Menschen vor unserem Schöpfer gleich sind und das Recht auf ein sinnvolles und selbstbestimmtes Leben von Geburt an haben. Es liegt bei uns. Es gibt zur Zeit viele Menschen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben, aber wir sind noch zu wenige. Die Masse schläft noch. Wehe den Politikern und Konzernen, wenn diese Masse aufwacht und in Bewegung gerät ...
Dies waren so meine Gedanken zu dieser Seite. Ich könnte mich noch viel mehr auslassen über solche Themen, aber mir tun schon meine Finger weh vom vielen Tippen :-)
Ich lese lieber als das ich schreibe.
Liebe Grüße
Maik Gebhardt
Antwort:
Hallo Maik,
manchmal habe ich das Gefühl, dass irgend einer von den Politikern heimlich meine Seite gelesen hat und dann mit bestimmten Dingern an die Öffentlichkeit tritt, weil er meint, irgendwie einen Mittelweg zwischen meinen Anklagen und dem Konzern-System finden zu müssen. Das bilde ich mir garantiert nur ein. Trotzdem macht es Spaß, die Tagespolitik zu verfolgen und zu beobachten, wie zum Beispiel tagesschau.de bei bestimmten Themen gegenüber der konzernhörigen Politik immer frecher wird.
Kann natürlich auch sein, dass der altbekannte Effekt greift, dass derjenige, der sich ein neues Auto gekauft hat, plötzlich auf den Straßen unheimlich oft genau dem gleichen Wagen begegnet. So ist dieses mein Erleben mit Sicherheit nur subjektiv.
Umso schöner ist es, wenn ein Feedback wie Deines kommt. Danke!
Hier möchte ich kurz erwähnen, dass diese Seite in der Tat dazu konzipiert war/ist, dass alle mitschreiben können. Einige haben auch mit umfangreichen Artikeln dazu beigetragen. Die Einladung gilt! Jeder wird hier veröffentlicht.
Kommentar
Zinsen sind nicht mehr wegzudenken. Sie sind ein Faktor, der dem wirtschaftlichen Handeln des Menschen innewohnt. Man kann das nicht abschaffen.
Aber man kann die Kontrollmechanismen ändern! Heute wird dieser Zins-Mechanismus schon gut kontrolliert. Auch aus Angst vor einem weiteren "Schwarzen Freitag". Doch werden gesellschaftliche Mächte nicht der selben akribischen Kontrolle unterworfen. Die Aktie als Besitz-Missbrauchs-Garantieschein ist heute eine Art Freibrief zur Ausbeutung der Menschen. Das muss geändert werden. Die Macht der Konzerne muss genauestens kontrolliert werden. Und zwar weltweit!
Ebenfalls liebe Grüße
Rüdiger Hentschel