Konzernwirtschaft tötet Sozialstaat
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Genickbruch der Wachtturmtheologie

Konzernwirtschaft tötet Sozialstaat

Wird es den Sozialstaat, wie wir ihn kennen, auch in 30 Jahren noch geben? "Wahrscheinlich nicht", meint Klaus Schroeder. "Der Sozialstaat wird nicht mehr finanzierbar sein." tagesschau.de

Klaus Schroeder ist Politikwissenschaftler, braun gebrannter Professer mit verwegenem Blick. Seine Botschaft an die Menschen:

"In Zukunft wird es nur noch eine Grundsicherung für das Lebensminimum geben."

In dem Bericht kommt hauptsächlich ein sonnengebräunter Politikwissenschaftler zu Wort: Prof. Klaus Schroeder. Und am Ende weiß der Leser, dass sich alle einig sind, dass der Sozialstaat nicht zu halten ist. Er ist zu teuer.

Der Rest des Berichts weist darauf hin, dass alle Bedenken gegen die Abschaffung des Sozialstaates im Grunde nur Wunschdenken sein können.

Alle Welt ist sich einig, besonders die Politikwissenschaftler und ihre entfernteren Verwandten: Mit Arbeit ist kein Geld zu verdienen. Nur durch den effizienten Einsatz von Kapital. - Um diesen Einsatz dann auch in Ruhe machen zu können und um den "Sachzwang der Abschaffung des Sozialstaates" weiter zu fördern und abzusichern, leiten die wissenschaftlichen Halbgötter immer wieder mal eine Nachricht an die Menschen da draußen, dass der Sozialstaat nicht mehr lange existieren kann. Wenn nur regelmäßig diese Nachricht in die Öffentlichkeit tröpfelt, werden die Menschen auch daran glauben und eine der größten Ungerechtigkeiten dieser Welt willig hinnehmen.

Die Politikwissenschaftler haben tausend Gründe dafür, dass Arbeit einen Menschen im Grunde überhaupt nicht mehr ernähren kann. Gevatter Markt - der mit dem Titel "Der Freie" - hat es so gewollt. Dafür können ja die Wirtschaftsforscher und Wirtschaftlenker nichts! Der Markt wollte es so und er wird weiter dafür sorgen, dass Arbeit den Menschen immer weniger einbringt, das Kapital sich aber von ganz allein vermehrt.

Konzernwirtschaft verwirklicht Perpetuum mobile

Während die Reichen ihr Kapital arbeiten lassen und fest daran glauben, dass sich das Geld ganz von allein vermehrt, kneifen sie krampfhaft beide Augen zu, um nicht die Wahrheit sehen zu müssen, dass ihre Gewinnabschöpfung einzig und allein auf Rechnung und auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung geht. Und weit und breit gibt es niemanden, der die Unrechtmäßigkeit dieses überdimensionalen Wettbüros "Börse" wahrnehmen möchte. Auf der ganzen Welt ist die professionelle, börsianische Ausbeutung der arbeitenden Menschen die größte Selbstverständlichkeit schlechthin. Als besonders intelligent und modern gilt der verehrende Glaube an die guten Auswirkungen der Spekulationsbörsen.

Doch schon aus moralischer Sicht kann die Börse nur Geißel der Menschheit sein. Und das Verwunderliche ist, dass der Sozialstaat selbst als Grund für seine eigene Abschaffung herhalten muss. Die Börse, die in jeder Sekunde Unmengen an volkswirtschaftlichem Wert abschöpft und wegführt und in die Taschen einiger Reichen umleitet, diese Börse ist selbstverständlich der größte Segen für die Menschheit und keinesfalls der Grund, dass Armut weltweit immer krassere Formen annimmt und ihr immer schwerer zu entkommen ist.

Die Börse und ihre geldliebenden Handlanger verantworten den Niedergang einer selbsttragenden Wirtschaft. Damit ist natürlich verbunden, dass der Sozialstaat sterben muss. Als Extrawitz leistet sich die Konzernwirtschaft seit eh und je, abgeschobene Arbeitskräfte im großen Stil auf Kosten der Rentenkassen zu entsorgen.

Die stetige und als Schicksal dargestellte Minimierung der Löhne und die ebenso stetige Verteuerung des Lebensunterhalts, die fortwährende Verlagerung wirtschaftlicher Strukturen in Billiglohnländer sind reine markttechnische Strategien der Konzernwirtschaft. Die Vernichtung der Wirtschaft durch Konzerne wird nur dadurch längerfristig verhindert, indem die Gesellschaft in großem Stil draufzahlt. Eine Endstufe der "Kursrakete Börse" ist die Abschaffung des Sozialstaates. Darauf werden die Menschen in regelmäßigen Abständen vorbereitet.

Börse und Konzernwirtschaft können leider nicht auf Menschen Rücksicht nehmen. Das zeigen sie in sehr kurzen Intervallen, immer wenn sie mal eben 10000 Familien in die Arbeitslosigkeit entsenden, um die Aktie attraktiver zu machen. Die logische Folge der Tatsache, dass Konzerne Menschen nur vom Hören-Sagen kennen, ist die Abschaffung des Sozialstaates. Diese Folge ist das unabwendbare Schicksal einer Menschheit, die nicht die Kraft aufbringt, die Konzernwirtschaft für sich in Dienst zu stellen. Der Sozialstaat wird nicht nur bis zur Unkenntlichkeit ausgehöhlt, sondern auch noch argumentativ als etwas hingestellt, das schiefgehen musste, das einfach nicht funktionieren kann, das letztlich nur zerstörerisch wirkt.

Den Sozialstaat schaffen die Politiker eigenhänig ab, solange sie daran glauben, dass die Konzernwirtschaft eine mystisch unfassbare, halb göttliche Größe am Markt sei, deren Beherrschung nicht möglich ist. Eine Welt, die die Macht der Konzerne nicht deutlich begrenzt, wird Millimeterchen für Millimeterchen zugrunde gehen. Eine wichtige Etappe dabei ist die Abschaffung des Sozialstaates. Widerstand ist bei diesem Gesellenstück der Konzerne nicht zu leisten, denn die Menschen haben noch nicht begriffen, dass Konzerne konzentriert das Animalische in sich tragen, das der Widerstreiter dessen ist, was nach den gängigen Philsophen mehrerer Jahrhunderte die Selbstbehauptung des Menschen gegenüber der wilden Natur ist.

Während sich die Menschheit über Jahrtausende von den Einflüssen der Umwelt immer weiter unabhängig machen konnte, kehrt sie nun zurück zu den direkt auf sie zerstörerisch wirkenden Einflüssen der Markt-Umwelt. Der freie Markt ersetzt die ehemals freie Natur und konfrontiert die Menschheit mit ähnlich substantiellen Existenzfragen wie die Natur den Steinzeitmenschen. - Unterschied: Die tödliche Willkür der Reichen ist ungleich schwerer zu ertragen als das Rasen der unpersönlichen Natur. Deswegen ist die Börse entpersonalisiert. Der Aktienbesitzer kann sich bedeckt halten und so tun, als trage er keine Verantwortung.

Nach der Beherrschung der Natur muss logisch die Beherrschung des freien Marktes im Sinne der gesamten Menschheit folgen, um den ersten Schritt der Selbstbehauptung der Menschheit nicht zunichte zu machen. Denn mit der Hinnahme konzernwirtschaftlicher Interessenverwirklichung wird nicht nur der Sozialstaat abgeschafft, sondern die Existenz des Menschen in einer einigermaßen noch funktionierenden Natur. Konzerninteressen zerstören mit dezidierter Genauigkeit und Konsequenz so etwas wie die Errungenschaft des Sozialstaats und sie zerstören weltweit die Natur. Damit gewinnen sie nur ein kurzlebiges Paradies für einige Reiche, deren Kinder irgendwann ihre Luxusinseln nicht mehr schützen können werden vor dem natürlichen Echo ihrer Väter.

Für den Preis der Erschaffung einer vorübergehenden kleinen ultrareichen Pardieswelt einiger weniger wird die Zukunft der Menschheit sorglos aufs Spiel gesetzt. Die Abschaffung des Sozialstaats ist dabei nur ein kleiner Meilenstein, dessen Notwendigkeit noch immer in den Hirnen der Menschen als Falschinformation residiert. Politikwissenschaftler mit sonnengebräunter Gesichtshaut reden den Konzerninteressen nach dem Mund und vergessen ihre menschliche Verantwortung.

Der Konzernwirtschaft erscheint die heutige Menschheit als schier unausschöpfliches Terrain. Die Konzernwirtschaft macht sich sorglos an die Ausschlachtung der Ressourcen und verhärtet sich gegen die Menschen. Sie befinden sich in der sicheren Gewissheit, Herren über nie versiegende Ressourcen zu sein.

Menschen kann man immer ausbeuten.

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Kommentare:
ich sehe nur noch eine altanative den bewaffneten kampf aufnehmen und konsequent durführen bis das letzte kapitalistenschwein vernichtet ist

wolle, 13.06.2008
Genau das sehe ich nicht. Wenn auch die Entwicklung zu einer vernünftigen und menschlichen Wirtschafts- und Sozialpolitik endlos erscheint - Krieg-Entfachen ist das Letzte.

Rüdiger Hentschel, 13.06.2008

P.S.: Eins muss ich aber zugeben: Als ich als privatisierter Busfahrer arbeiten musste, habe ich jeden Tag darüber nachgedacht, wo ich die Bombe kaufe und wo ich sie hochgehen lasse.
Natürlich gehört der scheiß Sozialstaat abgeschafft. Warum sollen immer die "dummen" Reichen für den Unterhalt aller anderen, inkl. Zigeuner und Neger aufkommen? Das ist die größte Schweinerei von allen!!

Die Leute sind mittlerweile gewohnt, wie unmündige Kinder vom Staat rundum versorgt zu werden, anstatt mal endlich erwachsen zu werden, und für sich selbst zu sorgen OHNE DIE HILFE ANDERER in Anspruch zu nehmen oder schlimmer noch zu behaupten, Anrecht auf eine solche Hilfe zu haben, OHNE SICH DAFÜR BEDANKEN ZU MÜSSEN.

Wenn man diesen Artikel hier durchliest, muß man unweigerlich an das Geschreie und Gewimmere kleiner Kinder denken, die ohne Eltern hilflos auf sich alleine gestellt sind.

Mit der Erfindung des Sozialstaates wollte man wohl verhindern, daß Leute auf der Straße und unter den Brücken leben. Nun, das war schon IMMER SO. Und ich habe kein Problem damit, absolut nicht. Man hat es zwar geschafft, dies durch den Sozialstaat zu verhindern, aber nur durch UNGERECHTIGKEITEN in Form von exorbitant hohen Steuern, die man vor allem den wenigen Reichen aufgebürdet hat.

Der Sozialstaat ist NICHT christlich.

Nur weil hohe Steuern und dieser Vermögenstransfer zu den Unterschichten gesetzlich gebilligt ist, heißt das noch lange nicht, daß er moralisch in Ordnung ist. Er steht im krassesten Widerspruch zur Heiligen Schrift und der Lehre Jesu, nämlich das Eigentum anderer zu respektieren und NICHT ZU STEHLEN. Leider hat der Sozialstaat den Diebstahl an den Fleißigsten und Leistungsfähigsten legalisiert um so für die Unterschicht aufzukommen, anstatt die Unterschicht durch POLIZEI und STRENGE GESETZE von Diebstahl usw. abzuhalten.

Eines ist klar, Leute: In Zukunft werden diese Fehler nicht wiederholt.

Also jammert nicht rum wie kleine dumme Kinder, UND SORGT ALLE FÜR EUCH SELBST. Es ist höchste Zeit für alle SELBST VERANTWORTUNG zu übernehmen, anstatt auf Kindergeld, Elterngeld, Hartz 4, Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Mietbeiträge und ähnlichen MIST hoffen zu dürfen.

JEMAND BEZAHLT DERZEIT FÜR ALL DAS, WAS DIESEN LEUTEN NICHT ZUSTEHT.

ABER DIESE LEUTE WERDEN NICHT EWIG BEZAHLEN, DENN SIE KOCHEN BEREITS JETZT VOR WUT.

Christoph, 07.03.2009
Zunächst möchte ich eine Erfahrung erwähnen. Ich habe außer Zeugen Jehovas noch keinen im Internet erlebt, der immer wieder Großbuchstaben verwendet, um das Geschriebene wichtiger aussehen zu lassen. Die Annahme, dass Du Zeuge Jehovas bist, Christoph, passt auch insofern, als Deine Argumentation, der Sozialstaat sei nicht christlich, nahtlos in das Leben der Zeugen Jehovas hineinpasst. Zeugen Jehovas leben in einer subkulturähnlichen Situation und sind darauf fixiert, nur ihresgleichen zu fördern. Es herrscht unter Zeugen Jehovas eine Situation, die im Sinne der Vetternwirtschaft ganz und gar nicht auf einen Sozialstaat angewiesen ist.

Ob der Sozialstaat unchristlich ist oder nicht, darüber will ich mich gar nicht auslassen. Nur eins fällt mir auf. Der Sozialstaat ermöglicht und verkörpert auf gesellschaftlicher Ebene das Gerechtigkeitsempfinden eines Christen. Wer den Sozialstaat abschaffen will, befindet sich ideologisch bedingungslos im Kreise der darwinistisch angehauchten Menschenzüchter. Hitlers Reichsidee gründete genau auf dieser Grundlage und hatte nach darwinistischen Regeln nur Gutes im Sinn.

Zum Schluss möchte ich darauf hinweisen, dass in letzter Zeit vermehrt christliche Bezüge in die Kommentare zu diesen Seiten einfließen. Ich hege den Verdacht, dass Zeugen Jehovas hier versuchen, einen neuen Ansatz zu finden, um sich gegen meine christlichen Gedanken zu wenden, nachdem sie gemerkt haben, dass sie gegen meine Argumentation auf der www.antichrist-wachtturm.de nicht mehr anstinken können.

Rüdiger Hentschel, 08.03.2009
Ich bin sicherlich kein Zeuge Jehova. Die Zeugen Jehovas verkörpern die Judaisierung des Christentums und sind nichts weiter als "falsche Propheten" vor denen Jesus Christus uns gewarnt hat.

Meine Argumentation warum die komplette Abschaffung des Sozialstaates längst überfällig und nur gerecht ist, habe ich sachlich-objektiv begründet.

Die Aufgabe des Staates kann es nicht sein, dafür Sorge zu tragen, daß jeder noch so faule Hund seinen Bauch voll bekommt. Erwachsene Menschen sollte man nicht bevormunden und bemuttern wie kleine Kinder, sondern ihnen klar machen, daß sie selbst für sich sorgen müssen, da man es von niemand anderem erwarten kann.

Diese ganze ungerechte Vermögensumverteilung, die unser Sozialstaat abzieht, wo soll das eigentlich enden?

Da wird doch Menschen in die Tasche gegriffen, damit sie für andere, wohlbemerkt fremde, Leute aufkommen sollen. Aber mit welchem Recht?

Mit welchem Recht fordert man von Besserverdienern so hohe Steuern, die sich bald schon einer kompletten Beschlagnahme ihres Einkommens annähert, nur um es dann irgendwelchen fremden Leuten in den Hintern zu schieben. Und diese müssen sich noch nicht einmal für das überwiesene Geld vom Amt bei den Reichen bedanken. Doch irgendwer muß dafür aufkommen.

Leute, das ist doch einfach nur krank.

Man kann doch sein Geld nicht einfach irgendwelchen Fremden geben ...

Die Lehre Jesu beinhaltet vor allem Eigenverantwortung und Selbstgenügsamkeit, ein selbständiges Leben zu führen unabhängig von der Hilfe anderer. Anderen zu helfen gehört ebenfalls zu den christlichen Werten, doch dies muß ausschließlich auf freiwilliger Basis geschehen, so daß man sich die Leute, denen man helfen möchte, aussuchen kann. Dann werden auch nur diese Leute Hilfe erhalten, die sie zu schätzen wissen, sie nicht als selbstverständlich erachten, und vor allem dankbar sind. Doch solche Hilfe darf von niemandem erzwungen werden, auch nicht vom Staat mittels Steuerausbeutung und Umverteilung. Die göttliche Ordnung sieht eine Klassengesellschaft vor, die auch von Jesus gelehrt wurde.

Dieser Sozialstaat wird, wenn er nicht rechtzeitig abgeschafft ist, vermutlich in einem Kommunistischen Totalitären Regime enden, das von Juden beherrscht wird, ähnlich dem damaligen Sowjet-Reich. Daß eine hohe progressive Besteuerung einer beträchtlichen Einschränkung des privaten Eigentumsrechts gleichkommt, läßt sich einfach nachweisen.

Wer das Kommunistische Manifest gelesen hat, weiß, daß hohe progressive Steuersätze, sozialdemokratische Politik und der Sozialstaat als solcher, nur einem Zweck dienen: der schleichenden Wandlung in ein Kommunistisches System, indem der Einzelne keine Rechte hat, sondern nur Pflichten wie z.B. Arbeitspflicht und geduldete Privilegien, die jederzeit entzogen werden können.

Da es an der Gottlosigkeit kommunistischer Regime keinen Zweifel geben kann, und der Sozialstaat nur eine milde, frühe Form, desselben ist, ist dieser ebenso einzustufen. Er ist der Lehre Jesu diametral entgegengesetz und wird von freiheitsliebenden, rechtschaffenen Menschen, die nichts weiter fordern als das, was ihnen tatsächlich zusteht, in keiner Weise unterstützt.

Wahre Christen wissen, daß die Kommunisten - sobald sie an die Macht kämen - nicht zögern würden, alle Christen hinterrücks abzustechen. Jede Form des Sozialismus ist zu verurteilen und zu verabscheuen.

Um arme Mitbürger muß sich die christliche Glaubensgemeinschaft kümmern, in Form von Essensgaben und Notunterkünften, nicht jedoch in Form von Geld.

Man kann doch nicht einfach von Fremden etwas fordern, das einem gar nicht zusteht. Gerechtigkeit jedenfalls ist etwas anderes.

Herzliche Grüße

Christoph, 24.06.2009
Ekelhaft! Ekelhaft! Wie kann man das Christsein so entstellen und verderben! Es kann nicht sein, dass du je Christ warst, sonst würdest du nicht solch einen Schwachsinn von dir geben. Dein Denkmodell ist eine rein verschworene Gruppenideologie. Ob das die Nazis sind, die Zeugen Jehovas oder jetzt plötzlich die Christen ... das spielt im Prinzip keine Rolle mehr. Und dagegen muss ich mich wehren.

Die Gemeinden haben den Besitz so geregelt, das man sie als kommunistische Modelle bezeichnen konnte. Und Jesus hat nie die Selbstbezogenheit gelehrt! Almosengeben darf nie vom Ansehen der Person abhängig sein. Christoph, deine Thesen sind antichristliche Thesen.

Sie klingen ganz arg nach dem Verschwörungsprinzip der Zeugen Jehovas. Sie trennen sich von der Welt und bauen ihr eigenes System auf.

Rüdiger Hentschel, 11.07.2009
@ Rüdiger Hentschel

Ekelhaft finde ich Ihre offensichtlich kommunistische Haltung. Die Abschaffung des Privateigentums ist ekelhaft, und nicht möglichst niedere Steuern, und damit Freiheit. Erklären Sie doch bitte einmal, wie sie einen Sozialstaat und die damit verbundenen hohen Steuern mit dem Streben nach Glück vereinbaren wollen, welche wohl eine der grundlegendsten aller Freiheiten ist, wie wir sie derzeit nur leider mit sehr großen Einschränkungen genießen dürfen.

Steuern sollten anstatt progressiv vielmehr regressiv aufgebaut sein oder noch gerechter in Form einer Kopfsteuer eingehoben werden, so wie es Margareth Thatcher in den 80er Jahren im Vereinigten Königreich umsetzen wollte.

Auch macht das allgemeine Wahlrecht keinen Sinn. Es kann nicht sein, daß Analphabeten oder Menschen die nicht die einfachsten arithmetischen Aufgaben lösen können, wahlberechtigt sind. Genauso kann es nicht angehen, daß Menschen wahlberechtigt sind, die nicht einmal imstande sind, für sich selber zu sorgen und von der Gemeinschaft leben. Solche Menschen würden nämlich logischerweise nur für noch höhere Steuern und noch mehr Umverteilung plädieren.

Das Zensuswahlrecht, welches die Wahlstimme nach der Höhe aller von diesem Individuum bezahlten Steuern gewichtet, ist demnach viel gerechter. Warum sollte jemand der keine Steuern bezahlt genauso viel mitzureden haben, wie jemand der 1 Mio. EUR im Jahr an Steuern zahlt? Das kann doch keine Gerechtigkeit sein.

Wer für etwas aufkommt, soll auch entsprechend mitreden und mitgestalten dürfen. Wer sich dem Mittragen staatlicher Strukturen entzieht, sollte auch nichts zu melden haben. Auch in den USA war dies ursprünglich so geregelt. Aber heutzutage müssen wir zusehen, wie Politiker wie dieser Barack Obama, WÄHLERSTIMMEN gegen GABEN handelt. So ein Bestechungssystem ist einfach nur widerwärtig und geschmacklos.

Selbstverständlich bin ich ein Christ. Und als solcher halte ich mich an das Gebot: DU SOLLST NICHT STEHLEN. Glauben Sie im ernst, nur weil erdrückend hohe, an räuberische Erpressung grenzende, progressive Steuern "legal" sind, sind sie automatisch gerecht? Nur weil etwas "legal" ist, ist es noch lange nicht moralisch in Ordnung. Das Gebot lest sich "Du sollst nicht stehlen", und nicht etwa "Du sollst nicht stehlen, es sei denn, es ist legalisiert worden". Was mit diesem Gebot für jeden glaubenden Christen zum Ausdruck gebracht werden soll, ist, daß man nicht auf Kosten anderer leben darf, sondern für alles was man erhält, eine angemessene Gegenleistung zu erbringen hat.

Sie haben Recht damit, daß man die Gemeinden im Heiligen Land zu Jesus Zeit, als kommunistische Modelle bezeichnen könnte. Doch scheinen Sie zu verkennen, daß Jesus sich NICHT für diese Ordnung stark gemacht hat, ganz im Gegenteil. Die damalige kommunistische Ordnung der Pharisäer und Saduzäer war nichts anderes, als die selbe Glaubenssekte die heutzutage einschlägig als die "Juden" bekannt sind, und vor denen Jesus Christus als die "Synagoge Satans" uns sehr eindringlich gewarnt hat. Eine Sekte die übrigens ihm nach seinem Leben getrachtet und ihn letztendlich auch ermordet hat.

Hilfe für hungernde und notleidende Menschen muß immer auf freiwilliger Basis stattfinden, und möglichst nicht in Form von Geld, da man dann nicht kontrollieren kann, wofür es ausgegeben wird.

Es macht aber keinen Sinn, jemanden zwingen zu wollen, für Hunderte andere aufkommen zu müssen, nur weil er zufällig ein Besserverdiener ist, der mehr Leistung erbringt als andere. So etwas ist nichts anderes als die Perversion des Wortes Gerechtigkeit.
  • Gerecht ist, daß jeder erhält, was ihm zusteht.
  • Gerecht ist, daß keiner etwas kaufen muß, das er gar nicht haben möchte.
  • Gerecht ist, daß niemand für Fremde aufkommen MUSS.
  • Gerecht ist, daß man für Fremde aufkommen DARF.
Aber Hilfe soll nur erfahren, wer diese zu schätzen weiß, wer diese Hilfe nicht als selbstverständlich erachtet, und vor allem: sich auch dafür bedankt.

Europa braucht hier nicht noch einmal die Bedrohung durch den Kommunismus. Hunderttausende anständige, freiheitsliebende Europäer sind dafür gefallen, um diese kommunistische Bedrohung aus dem Osten davon abzuhalten, seine hässliche Fratze über ganz Europa auszubreiten, und uns in das selbe Chaos aus Armut, Entrechtung, Unterdrückung und Knechtschaft zu stürzen, wie es dem russischen Volk widerfahren ist, wohlgemerkt aus Mangel an Bildung und Gottesfürchtigkeit.

Erläutern Sie uns doch hier im Forum bitte mal, auf welcher rechtlichen Grundlage, jemand gezwungen werden sollte, für Fremde aufzukommen.

Es ist nicht Aufgabe des Staates, Geld umzuverteilen.

Es ist auch nicht Aufgabe des Staates, den Babysitter für erwachsene Leute zu spielen.

Es ist Aufgabe des Staates Kriminalität zu verfolgen, und möglichst mit wirkungsvollen Strafen zu verhindern.

Aber dann müßte man die Leute eben zu mehr Eigenverantwortung erziehen, und ihnen nicht ständig einreden "zur Not ist ja auch noch Vater Staat da". Man muß den Leuten endlich klarmachen, daß da niemand sonst ist, der ihnen helfen könnte, außer sie selbst, ihre Familienangehörigen und Freunde, und die christliche Gemeinschaft.

Was würden wohl die Leute ohne ALG, ALG 2, Hartz 4 usw tun? Vielleicht sich zur Abwechslung auch mal die Ärmel hochkrempeln, wie es alle anderen arbeitenden Menschen auch tun.

Wer wirklich Arbeit will, findet IMMER und fast ÜBERALL eine. Man muß halt auch bereit sein notfalls umzuziehen und flexibel sein. Aber es liegt nun mal nicht in der Natur von Schmarotzern und Parasiten, freiwillig mal endlich was zu tun. Also muß der Druck auf diese Leute sehr drastisch erhöht werden.

Von nichts kommt halt nichts. Und das ist gut so.

Herzliche Grüße

Christoph, 12.07.2009
Mit was für einer geistigen Einschränkung Sie zu Werke gehen, mag jeder Leser selbst erkennen. Nur wenige Punkte möchte ich hervorheben:

1) Jesus zur Erwägung sozialrechtlicher Zusammenhänge heranzuziehen, halte ich für unchristlich und eher freimaurerisch. Aber selbst wenn man sich hier argumentativ vertiefen will, muss ich sagen, dass Jesus fortwährend dazu aufgefordert hat: Verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen. Wenn Sie Christ wären, hätten Sie das nicht übersehen. So wie Sie argumentieren, scheint Ihr gewünschtes Niedertrampeln der Armen mit dem Trampeln auf Jesus eine miteinander verknüpfte Sache zu sein.

2) Zu welchen Lügen Sie fähig sind, erkennt man daran, dass Sie hier die "Sekte der Juden" mal eben als Kommunisten darstellen. Die ganze Welt untermauert ihren Antisemitismus mit einem angenommenen jüdischen Weltkapitalismus und Sie kommen mal eben daher und quatschen den Leuten die Ohren vom jüdischen Weltkommunsimus voll. Da stellt sich doch wirklich die Frage, ob Sie noch ganz dicht sind. Diese Frage ist zwar persönlich, aber absolut berechtigt und beantwortet sich selbst am wahrscheinlichsten dadurch, dass Sie höchstwahrscheinlich ein Zeuge Jehovas sind, der mit theokratischer Kriegslist einfach alles so hinbiegt, wie es ihm in den Kram passt.

3) Dass Sie ein Vertreter einer verschworenen Gemeinschaft sind, erkennt man auch daran, dass sie in einem Satz zusammenfassen:

"... daß da niemand sonst ist, der ihnen helfen könnte, außer sie selbst, ihre Familienangehörigen und Freunde, und die christliche Gemeinschaft."

Diese ominöse "christliche Gemeinschaft" muss wohl die weltweite Bruderschaft der Zeugen Jehovas sein, bei denen es tatsächlich keine Arbeitslosen gibt. Doch womit ist die vermeintliche Sicherheit in dieser Zeugen-Jehovas-Bruderschaft erkauft? Sie ist erkauft mit geistiger Abhängigkeit, stasimäßig kontrollierter Systemtreue und einem unbedingten Gehorsam gegenüber menschlichen Führern. Sie reden hier genau der Strategie der Wachttumgesellschaft das Wort und merken nicht, dass man Ihre Lügen schon meilenweit gegen den Wind riechen kann.

Der Abbau des Sozialstaates ist eben auch Programm der Wachtturmgesellschaft, weil sie damit zu erreichen hofft, dass sich noch mehr Leute in der Hoffnung auf Hilfe in ihre Fangarme begeben. Der Sozialstaat macht die Schwachen unabhängig. Das ist Ihnen ein Dorn im Auge, mein Herr.

Rüdiger Hentschel, 12.07.2009
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