Konzerne müssen der sozialen Kontrolle unterstellt werden!
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Genickbruch der Wachtturmtheologie

Konzerne kontrollieren!


Konzerne haben die positive Eigenschaft, größere Projekte als den sonntäglichen Brötchenkauf durchziehen zu können. Sie sind eine Organisationsform, deren technische, organisatorische und personelle Potenz unbestritten dem Fortschritt dienen und Problembewältigungen größten Ausmaßes Genüge tun.

Sie sind aus der modernen Weltwirtschaft nicht wegzudenken und erfüllen mit ihrer Agilität die Notwendigkeit schnellen globalen Reagierens auf wirtschaftliche Veränderungen, Entwicklungen und Bedürfnisse.

Doch die Schattenseite der Konzerne ist ihre Unabhängigkeit gegenüber dem globalen Sozialgefüge. Sie heben sich ab gegenüber dem menschlichen Teil der Welt als Instrumente der Macht und Herrschaft, der Geldabhängigkeit und Gewinnsucht, der unbedingten Käuflichkeit und Bestechung. Sie stehen im Dienste der Anteilseigner und verfolgen deren Ziele der Gewinnmaximierung ohne den kleinsten Hauch eines menschlichen Gewissens.

Sie produzieren im großen Stil in der heute gefährlich globalisierten Welt Unmenschlichkeit, Unterdrückung, Ausbeutung und damit menschliche Armut. Sie sind unangreifbare Instrumente in der Hand der wenigen Reichen, die Welt für sich konsequent ausbluten zu lassen. Getreu dem Grundsatz "Nach mir die Sintflut" agieren die Investoren zur Steigerung ihres Reichtums und verlassen die Welt als große Männer, nach denen schon zu Lebzeiten Straßen und Plätze benannt wurden.

Dass sie aber massiv der Menschheit geschadet haben, steht nicht auf ihrem Grabstein.

Konzerne müssen unter die Kontrolle unabhängiger Gremien gestellt werden!

Um Armut und Zerrüttung der Gesellschaft zu verhindern, müssen Konzerne ethischen Grundlinien unterworfen sein, die sie nicht am Geschäftemachen hindern, aber wenigstens in der Weise kontrollieren, dass die Schäden, den sie ihrer Natur gemäß anrichten, minimiert werden. Diese ethischen Grundlinien müssen entweder über die politischen Kräfte in globaler Absprache Anwendung finden, oder der Markt muss auch hier als Regelmechanismus dienen.

Im letzteren Fall ist das Verhalten des Konsumenten gefragt. - Jeder Konzern, dessen Verhalten erkennbar gegen die Bedürfnisse der menschlichen Gesellschaft verstößt, muss knallhart boykottiert werden. Jeder Konzern, der seine Gewinne über ein erträgliches Maß hinaus auf Kosten der ihm zugehörigen Menschen maximiert, muss knallhart boykottiert werden. Jeder Konzern, der die Menschen der Länder, in denen er die Bodenschätze ausbeutet, nicht angemessen beteiligt, gehört von den Konsumenten zum Teufel gejagt.

Da dieses Verhalten des Menschen aufgrund seines stark an Soap-Opern orientierten Denkens nicht möglich ist, muss eine weltweit agierende politisch-rechtliche Instanz geschaffen werden, die Konzerne ethisch-moralisch kontrolliert, damit im übertragenen Sinne nicht Menschen an Menschen verfüttert werden. Denn die unkontrollierte Gewinnsucht der Konzerne kann nur dazu führen, dass viele Menschen in die Verarmung und den schnellen Tod getrieben werden, dass der breiten Mehrheit der Menschen die Lebensgrundlagen unerträglich minimiert werden, um die Reichen noch weiter zu bereichern.

Es muss ein politisches Gremium geben, das global darauf achtet, dass Ethik und Menschlichkeit nicht dem Geld unterworfen, nicht für monetären Gewinn einiger Weniger abgeschafft werden! Es muss endlich die Beherrschung unmenschlicher Konzerninteressen aus der Hand einzelner (z.B.) russischer Unrechtsherren genommen und global so weit legal und ethisch begründet installiert werden, dass die wichtige Zusammenarbeit der Menschheit mit gewinnorientierten Konzernen nicht nur möglich bleibt, sondern auch möglichst nutzenbringend für alle wird.

Ein grundsätzlicher Interessenausgleich ist lebenswichtig

Die divergierenden Interessen der beiden feindlichen Gruppen, Menschen und Konzerne, müssen operativ und aktiv aufeinander abgestimmt werden in einer Weise, die beiden Interessengruppen letztlich langfristig dienlich ist. Konzerne müssen abhängig gemacht werden von den übergeordneten und berechtigten Minimalinteressen der Menschheit. Der Globus ist kein Fußballfeld und keine Schlachtbank. Die Welt ist ein Territorium, auf dem beide überleben müssen. Konzerne müssen in ihrem Verhalten kontrolliert menschlichen Bedürfnissen angepasst werden. Ethische Grundregeln müssen gegenüber Konzernen weltweit und unverrückbar gelten und bei Missachtung echte Gewinneinbußen für die Konzerne zur Folge haben.

Anders wird der Untergang einer halbwegs ziviliserten Welt nicht zu vermeiden sein.
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