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Genickbruch der Wachtturmtheologie

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Feedback anonym (17. Februar 2007)

Ungehobelte, platte, rechthaberische Polemik, gerade passend zu einem offenbar narzistisch gestörten Charakter a la Hentschel.

Ungehobelt

Dies ist ein Kompliment für mich. Ich möchte in der Tat als jemand wahrgenommen werden, der ohne Umschweife und durchaus emotional, vielleicht sogar polternd in diese "heile" Konzernwelt hereinbricht und eine andere - eben eine einfache - Sicht der Dinge auf den Tisch des europäischen Hauses knallt. Da ist kein Platz für Höflichkeiten. Kein Raum für Geschwafel und endloses Drumherumreden. Da zählen nur direkte, konsequente Angriffe, weil die Gesellschaft sich sonst allzu leicht vom süßen Gesülze der Politik und derer, die sie gerne machen wollen, einwickeln lässt.

Die Beseitigung der Demokratie durch Geldmacht und Konzernwillen verdient direkte und mit Sicherheit auch unsachliche/emotionale, nämlich menschliche Reaktion. Denn die Schicksale der Menschen hängen von den Machtverschiebungen unmittelbar ab. Jede unmoralische und nur vom Gewinnstreben beeinflusste Veränderung gehört kritisiert und an den Pranger gestellt.

Leider ist diese Polemik nur ein verschwindend kleiner Auszug aus dem, was man eigentlich der modernen Geldgesellschaft anhängen muss. Die Schmutzigkeit der Gewinnsucht ist unermesslich. Dem kann man nicht mit gängigen, allgemein unanstößigen Mitteln begegnen.

Platt

Nur zu oft höre ich mir den Vorwurf an, meine Texte seien für den einfachen Leser nicht gut verständlich. So nehme ich dieses "platt" auch als Kompliment. Wenn ich aber Intelligenzler befriedigen sollte, müsste ich kotzen. Unsere literarische Elite ist so abgehoben und menschenfremd, dass man sich darauf ein Spiegelei braten kann. (Wenn man die Bücher in den Ofen wirft.)

Rechthaberisch

Es gibt Dinge unter der Sonne, Martin, die sind einfach so. Schon die bloße Benennung wirkt wie eine Provokation. Ob sie aber benannt werden oder nicht, das verändert nichts an ihrer gegenwärtigen Realität! Dieses "rechthaberisch" ist also unangemessen.

... gerade passend zu einem offenbar narzistisch gestörten Charakter

Jeder Mensch möchte in einer Welt leben, in der er Beachtung findet. Sei es, dass er beim Arbeitsamt unterstützt und nicht mit Füßen getreten werden will, sei es, dass er von der Politik nicht verarscht werden will, sei es, dass er bei seinen Mitmenschen auf Anerkennung und Lob stoßen und nicht verachtet werden will. Darin unterscheide ich mich nicht vom normalsten Unterdrückten dieser Welt.

Dass ich mich aber als Unterdrückter fühle, ist Voraussetzung dafür, überhaupt den Opfern der modernen Konzernwelt eine gewisse Ausdrucksmöglichkeit zu geben. Durch günstige Umstände gehöre ich mittlerweile auch zu denen, die Arbeit haben. Und nicht nur das. Meine Arbeit ist gleichzeitig mein schönstes Hobby. Dieses Glück haben nur ganz wenige Leute. - So könnte ich mich gemütlich zurücklehnen und den nun doch noch wohlgeordneten Rest meines Lebens genießen.

Doch genau die Verletzung meiner persönlichen Selbstrechte, die Knechtung meines Lebensschicksales unter irgendwelche Gewinnstrategien irgendwelcher Konzerne, sie sind die Gemeinsamkeit zwischen mir und dem Rest der Welt, der nicht von Konzernen profitiert, sondern gehörig draufzahlt. Diese Verletzung ist eine persönliche Verletzung und bedeutet nicht nur für mich, sondern für jeden konzerngeschädigten Menschen eine Art kleinen Tod durch Mord. Durch einen niedrig motivierten Akt des Tötens. - Und der eigene Tod ist immer sehr persönlich.

So kann eine sinnvolle und zutreffende Argumentation gegen das neue Weltsystem des totalen Konzerngewinns nur aus persönlicher Betroffenheit kommen und wird immer das Stigma einer "offenbar narzistischen Gestörtheit" tragen. - Aber das ficht mich nicht an! Lieber falle ich tausend Mal im Ansehen der Menschen durch, als gegen offensichtliche Wahrheit zu verstoßen.

Charakter a la Hentschel

Da muss einer aber ganz schön böse mit mir sein, dass er alle Hentschels mit in die Hölle seiner Verurteilung packt. Ist das so eine Art Sippenverurteilung? Schlimmer noch. Namensverurteilung? Das kann ich nicht mehr nachvollziehen.
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