Mit ein bisschen Parteidisziplin von unten wäre das nicht nötig gewesen.
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Genickbruch der Wachtturmtheologie

Ohrfeige als Maßnahme


Wie will sich der gemeine homo sapiens noch gegen ein System wehren, das gnadenlos ungerecht ist? Riesige spritfressende Geländewagen werden nur ganz geringfügig besteuert, damit arme, mittellose, bedauernswerte Winzer und Bauern damit im Acker spazierenfahren können. Selbst wenn diese ungerechte Minderbesteuerung abgeschafft wird, werden diese armen Winzer und Bauern trotzdem noch halbgratis damit umherfahren dürfen. Große Konzerne zahlen weniger Steuern als Kassiererinnen bei Aldi. Winzer und Bauern dürfen an der Kfz-Steuer sparen. Gerechtigkeit ist für die Politik ein Fremdwort.

Seit die Europäer es den Amerikanern in diesen Dingen eifrig nachtun, bleibt auch in der europäischen Hemisphäre die Gerechtigkeit auf der Strecke. Mit ihr auch die Menschlichkeit.

Dass in den Medien der Hintergrund der Kanzlerohrfeige nicht gesehen werden durfte und so getan wurde, als sei das irgendwie aus einem völlig unverständlichen Motiv heraus geschehen, gibt den klaren Hinweis auf die gewollte Blindheit der Verantwortlichen und ihrer Beobachter, den Medien.

Jeder Zeitungsmensch hätte sich bloßgestellt, hätte er die Summe aus eins und eins gebildet und zeitnah ein Fazit gezogen, einen schlüssigen Zusammenhang benannt. Damit hätte er zum Ausdruck gebracht, dass der Mist dampfend zum Himmel stinkt, der in den herrschenden Kreisen gemacht wird. Da dies aber ein Tabu ist, mussten die Zeitungsmenschen die Erklärung des Ohrfeigers abwarten, um dann endlich ein paar Zeilen darüber veröffentlichen zu können.

Wie die Zeitungen warten auch die Menschen ängstlich auf das genehmigte Türchen, durch das sie unbeschadet und ohne ein Risiko schlüpfen dürfen. Niemand gibt sich die Blöße, das Kind beim Namen zu nennen. Da muss der Ohrfeiger selbst erst eine Erklärung abgeben, damit die Nation "erfährt", wie diese Ohrfeige gemeint war. - Das ist der Staat, der 40 Jahre lang im Ostteil des Staates existierte. Keine Initiative, kein offener Willensausdruck. Schlimmer noch! In der DDR hat man damals noch wenigstens heimlich gedacht und gegrollt. In der BRD wird nur RTL geschaut, ans Geld geglaubt und über die Autobahn gerast. - Dann wär ich doch lieber in der DDR unterdrückt als in der BRD verdooft!

(Das ist reine Polemik!) Selbstverständlich ist die Unterdrückung in der DDR das für den einzelnen Schlimmere. Doch war die direkte Unterdrückung besser zu fassen als die Geldherrlichkeit der neuen Welt.

Zitat eines Vorstandsvorsitzenden einer deutschen Krankenkasse:

" ... Wenn Großkonzerne jedoch rigoros tausende Stellen abbauen, nur um eine Gewinnmaximierung in mehrfacher Milliardenhöhe zu erzielen, dann ist das soziale Eiszeit. Geradezu ungläubig erstarren lässt es einen, wenn obendrein noch die Streichung von "Teepausen" gefordert wird. Solch eine Vorgehensweise schürt lähmende Zukunftsangst. Und ich frage mich: "Ist soziale Verantwortung denn nichts mehr wert? Gelten menschliches Miteinander und Solidarität plötzlich nur noch als alter Kram aus Omas Mottenkiste? Wie will eine Gesellschaft auf Dauer friedlich leben, ohne diese Werte? Und wenn das alles nicht mehr erwünscht ist, wozu dann eigentlich noch Weihnachten feiern?" ...

... Erhalten bleiben muss aber trotzdem die gerechte Lastenverteilung. ..."


Die deutsche Poltitk ist nur noch Geschäft. Als Geschäftskanzler hat man es natürlich nicht leicht. Menschen verkaufen, Aktien kaufen, sozialen Frieden verkaufen, noch mehr Aktien kaufen, Renten verkaufen. Das strengt einen schon ganz schön an. Darüber kann man dann schon einmal leicht vergessen, welches Parteiprogramm man früher einmal gekannt hat. Ganz klar.

Das Geschäft muss laufen.

Egal wie!

So wie Hitler auf der zeitgeistigen Welle seiner Zeit gesurft ist, so surfen die heutigen Politiker auf der zeitgeistigen Welle heute.
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Letzte Aktualisierung am 20.03.2005

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