Oder warum im ganz großen historischen Wahnsinn der sehr viel kleinere ein erstrebenswertes Ziel sein kann
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Israel, ach Israel


Oder warum im ganz großen historischen Wahnsinn der sehr viel kleinere ein erstrebenswertes Ziel sein kann

von Egbert Scheunemann (Stand: 3. September 2006)

Die Welt begann am 11. Februar 1945 zu existieren. Am 12. Februar 1945 kamen Dresden und seine Bewohner zur Welt. Und am 13. Februar 1945 tauchten am Himmel über Dresden urplötzlich hunderte von Flugzeugen auf, die in den nächsten zwei Tagen tausende von Bomben auf Dresden warfen und zehntausende von unschuldigen Menschen, Männer, Frauen und Kinder, ermordeten.1

Israel entstand am 14. Mai 1948 und wurde seitdem "auf einem Strom von Blut aufgebaut ... Wenn die USA im Irak nur 2/3 der alten Ölförderung wegen ständiger Pipelinebrände erreicht, müssen in Palästina wieder 5 Kinder sterben und einige Familien ihre Wohnhäuser verlieren. Es werden gezielt Kinder getötet, damit die Palästinenser immer weniger werden ... Sharons Soldaten haben eine halbe Million Olivenbäume mit den Wurzeln ausgerissen, in einer Mulde bei Beit Lahia 50.000 Tonnen Chemie- und Militärabfälle in 30 Metern Tiefe versenkt – die den unterirdischen Wasservorrat Gazas vergiften – und Trink- und Abwasserleitungen miteinander verbunden, was zu Seuchen führen wird ... Die israelische Armee hat ... Kindern die Arme gebrochen ... So soll das palästinensische Volk also vertrieben oder ausgelöscht werden, damit die Israelis genug Raum im Osten bekommen."2

Dass man die einleitende Darstellung der historischen Ereignisse in Dresden in Verlautbarungen der politischen Linken noch nicht hört oder liest, verwundert inzwischen ebenso wie es nicht mehr verwundert, was dem Kopfe des zitierten Autors und anderer moralisch wie politikanalytisch dementer Teile der bundesrepublikanischen Linken zum Thema Israel inzwischen und in immer widerwärtigerer Weise entspringt.

Da in meinem Hirne wiederum, alter Weltverbesserer, Humanist und Aufklärer, der ich bin, die Resthoffnung existiert, dass Menschen grundsätzlich mit Argumenten logischer wie empirischer Natur erreichbar und beeinflussbar sind, auch dann, wenn sich ihre analytische Urteilskraft aufgrund – grundsätzlich ganz menschlicher! – emotionaler Erregung ob des Leids so vieler Menschen im Nahen Osten kurzfristig getrübt hat, versuche ich im Folgenden einen erneuten Anlauf, gegen den politikanalytischen Irrsinn wie moralischen Morast anzuargumentieren, der mir seit meinem ersten Anlauf zum Thema "Krieg gegen Israel"3 in Bergen auf den Desktop4 kam oder anderweitig medial verbreitet wurde.

1 Wer hingegen die Wahrheit über die Luftangriffe auf Dresden lesen will, dem sei folgender, in seiner Objektivität wie Kürze und Prägnanz ganz hervorragender Artikel empfohlen: de.wikipedia.org/wiki/Luftangriff_auf_Dresden
Zum praktizierten Nachweis genannter historischer Daten und Fakten eine Vor- bzw. Randbemerkung: Als Quellennachweise nutze ich auch im Folgenden ganz bewusst möglichst allgemein be- und anerkannte, möglichst neutrale Nachschlagewerke, auf die zudem via Netz unmittelbar und von jedem und jeder (also nicht nur von Fachwissenschaftlern im Falle spezieller Quellen) zugegriffen werden kann – u.a.:
de.wikipedia.org
de.encarta.msn.com/
www.wissen.de
2 Alle Zitate aus: www.linkezeitung.de/cms/content/view/902/35/ Es findet sich in diesem Artikel nicht ein Beleg für die oben zitierten Behauptungen!
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Kommentare:
Das ist kompliziert, aber ganz gut. Es sollte sich mehr darauf beziehen, wann Israel entstand und wer es gebaut hat, und es sollte eine Karte geben und wie Israel jetzt aussieht und wie es vorher aussah.

F. Ahmed, 23.02.2008
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Letzte Aktualisierung am 03.09.2006

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