Ideologische Kernaussagen - Ein Beitrag von Valeri Götz
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Genickbruch der Wachtturmtheologie

Ideologische Kernaussagen


Valeri Götz

in meinem nun fast 56-jährigen Leben hat sich bei mir eine politische Grundeinstellung entwickelt und gefestigt, die ich hier zunächst kurz skizzieren möchte.

Ich bin überzeugt von der marxistischen Theorie über die Ablösung einer Gesellschaftsformation durch die nächst höhere, jedoch bedingt dieser Qualitätssprung einen angemessenen quantitativen Entwicklungsstand der Produktivkräfte, der heute und innerhalb der nächsten Jahre, Jahrzehnte und vielleicht auch in einhundert Jahren noch nicht gegeben sein wird. Letztendlich liegt in dieser Tatsache das Scheitern des sozialistischen Weltsystems im 20. Jahrhundert begründet.

Die kapitalistischen Produktionsverhältnisse haben somit heute ihre Existenzberechtigung. Jedoch hat der Kapitalismus auch seine imperialistischen Schattenseiten, die insbesondere durch den Neoliberalismus zum Ausdruck kommen. Diese neoliberalen Auswüchse des Kapitalismus gilt es mit demokratischen und parlamentarischen Mitteln zu bekämpfen, im Interesse der gesamten Menschheit und jedes einzelnen Menschen, der ein Recht auf einen angemessenen Wohlstand hat, damit er ein würdevolles Leben führen kann.

Soziale Gerechtigkeit kann es nur geben, wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine echte Solidargemeinschaft geschaffen werden.

Dabei sind die Menschenrechte zu beachten und rassistische, faschistische, nationalistische sowie frauenfeindliche Tendenzen auszuschließen. Politik hat dem Wohl aller Völker und aller Menschen zu dienen. Dieser Grundsatz setzt eine aktive und konsequente Friedens- und Abrüstungspolitik voraus.

Besonderes Augenmerk muss die Politik auf unseren Lebensraum, die Erde haben. Zivilisation und Umwelt sind durch eine bewusste und vernünftige Umweltpolitik in Einklang zu bringen, so dass unser natürlicher Lebensraum auch für die nachfolgenden Generationen erhalten bleibt.

Bildung, Wissenschaft und Forschung sind zu forcieren im Interesse einer stetigen Verbesserung der Lebensbedingungen für alle Menschen sowie einer progressiven, gesamtgesellschaftlichen Entwicklung.

Mit diesen Grundüberzeugungen ergab sich für mich die logische Konsequenz, im Januar 2005 Mitglied der WASG zu werden, da das Gründungsprogramm der WASG meiner politischen Grundeinstellung voll entsprach.

Inzwischen haben sich in der WASG verschiedene Strömungen herauskristallisiert. Die Einheit unserer noch jungen Partei ist zur Zeit (April 2006) nicht mehr gegeben. Vielleicht können meine weiteren Ausführungen dazu beitragen, dass sich wieder ein fester Kern in unserer Partei bildet und dass die WASG vielleicht ihren richtigen, eigenständigen Weg findet und somit zum wirklich neuen, politischen Faktor für die Menschen in Deutschland und gleichzeitig zum Garanten der sozialen Gerechtigkeit wird.
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Lange Rede kurz zusammengefaßt: Karl Marx hat Recht, der Mensch taugt nicht dafür. Marx hat Unrecht, während er schrieb, der Arbeiter erhält soviel, daß er sich und die Seinen reproduzieren kann; versuchen dies die Unternehmer heute noch zu unterbieten. Wir kommen zurück zu frühkapitalistischen Zuständen.

heiner, 06.02.2010
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