Es geht kein Mensch über die Erde, der keinen Gott hat.
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Genickbruch der Wachtturmtheologie

Die Diktatur des Profits


Für den schriftlich an die SPD gerichteten Hinweis, dass die Busfahrer einer privatisierten Busfahrerausnützungsmaschinerie einer Stadt an der Wupper überlastet sind, hat es damals vier Abmahnungen auf einen Schlag gegeben. Eine lustige Sache. Nicht so lustig für den VW-Fahrer, der frontal mit einem Gelenkbus kollidierte.

Wenn ein LKW-Fahrer sein Leben lässt, weil die Ladung ihn zehn Meter tief in ein Haus treibt, dann ist er ein Held, denn er wich kurz vorher noch einigen Kindern aus. - Dass aber der LKW ohne Unfall hätte ankommen können, wenn der Unternehmer ihn nicht so beladen hätte, das braucht niemand zu wissen. Das wird gewissenhaft verschwiegen. (Wie sich in diesen Tagen herausstellte - Juni 2007 - war der LKW in einem nicht verkehrssicheren Zustand.)
Profit, oh Profit! Wir beten dich an, wir preisen deinen Namen. Dein Wille geschehe, Profit. Wir nehmen alles in Kauf.

Geld! Oh Geld! Wir opfern dir Menschen und alle unsere Ideale. Wir sind so sehr auf dich angewiesen, dass wir alles andere vergessen und unseren uns übertragenen Job machen. So wie unsere Alten unter Hitler ihre Pflicht erfüllt haben, wollen auch wir im Glauben an dich - oh Geld - die Augen verschließen und mutig hindurchmarschieren durch diese Welt. Wir werden mit deiner Hilfe - oh Geld - obsiegen! Schenke uns die Kraft und das Durchhaltevermögen, niemals unser Gewissen erwachen zu lassen, und segne uns mit der Blindheit der Zeitungsleser und der Fernsehzuschauer und unterstütze uns mit der Willfährigkeit der Journalisten. Dank sei dir, oh Geld und dir, oh Profit. Euer Name werde geheiligt, euer Wille geschehe, wie in Amerika, so auch auf Erden.
Der Gesetzgeber lockert die Gesetze! Weniger Bürokratie, mehr Nutzen für die Bevölkerung. Wenigstens für zwei Prozent der Bevölkerung. Für die gut absahnende Bevölkerung. Der Gesetzgeber muss ja irgendwie die Wirtschaft in Gang bringen. Das sieht doch wohl jeder ein, oder? Mein Gott nochmal. Das liegt doch auf der Hand. Schröder und Gehilfen erfüllen doch auch nur ihre Pflicht. Schröder musste sogar eine Körperverletzung in Ausübung des Bundeskanzleramtes hinnehmen! Wer soll jemals diesen Schaden wieder gut machen!

Es ist kaum zu verkraften, dass scheinbar alle Beteiligten mit tiefer Einsicht in das Unvermeidbare ums goldene Kalb tanzen. Sie treten andere und lassen sich treten und meinen, sich dadurch vorwärts zu bringen. Konkurrenzkampf ist die Seele vom Spiel.

Wenn es tatsächlich keinen Gott gibt, dann werden diese Profiteure verdammt nochmal Recht behalten. - Und das tut weh.

Schon allein aus diesem Gedanken heraus sollten die Menschen endlich damit beginnen, sich von der Glotze, vom Suff und von anderen Drogen zu lösen, um nüchtern aufzustehen gegen die freche Ausbeutung im konzernabhängigen Kapitalismus.

Es gibt heute eine reelle Chance auf eine Welt, die sich nicht in Abhängigkeit eines George W. Bush befindet. Dazu muss allerdings der Mensch selbst aufstehen und seinen Hintern bewegen.

Okay. Man wird ja mal träumen dürfen.

Alle Menschen haben die Freiheit, sich für oder gegen etwas oder jemanden zu entscheiden.

Warum verharrt die Masse in der Unterdrückung durch willkürlich von Wenigen aufgestellte Regeln! (Die Spendenwelle Seebeben hat doch bewiesen, dass Naturkatastrophen die Menschen ungleich heftiger bewegen als Konzernkatastrophen.) Warum haben Konzerne so viel Gewicht in dieser Welt?

Ein Pastor in einer Badenwürttembergischen Kleinstadt (Philippsburg), selbst in fettem Lohn und Brot stehend, predigt von den aktuellen politischen Veränderungen. - Kein Wort vom eigenständigen Hirn, kein Hinweis, dass der Mensch selbst eine Rolle spielt. Sondern nur die Botschaft: Nehmt es hin, nehmt es hin.

Oh nein! - Jesus war der Revolutionär. Er hat nie dafür gesprochen, den Frechen dieser Welt keinen Widerstand zu leisten.
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Kommentare:
Wie wahr, Wie wahr!

Es ist einfach noch zu wenig passiert! Uns geht es immernoch zu gut. Aber ich persönlich denke: "Unsere Zeit wird kommen!"

Es wird aber nicht das Ende sein. Ich bin noch in der Hoffnung eines Neuanfangs.

Lobbes, 19.11.2007
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