Die Sozialdemokratie hat die Beine breit gemacht.

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Genickbruch der Wachtturmtheologie

Hartz-Verkehr


Gerhard Schröder, ehemaliger deutscher Kanzler und nun schon seit geraumer Zeit "Ehrenangestellter" des KGB-Despoten Putin, ließ Deutschland von einem Konzernherren mit einer neuen Sozialgesetzgebung ausstatten. Ein korruptes Konzernglied durfte Deutschlands Sozialsystem modellieren und hat die Nummer perfekt auf den Höhepunkt gebracht.

Vor der Vereinigungsorgie von Sozialhilfe und Arbeitslosengeld hatte das System grundsätzlich das Ziel, die Menschen aus der Armutsgefahr zu befreien. Möglichst viele Maßnahmen und Entscheidungen waren nur dafür konzipiert und in der damaligen Gesetzgebung verankert, um die von Armut bedrohten Menschen wieder aus dieser Gefahr herauszuholen. Es war eine Selbstverständlichkeit, dass jemand seine Lebensplanung (zum Beispiel Alterssicherung durch ein eigenes Haus) nicht aufgeben musste, nur weil er Betroffener von Arbeitslosigkeit wurde.

Der inzwischen zu einer lächerlichen Bewährungsstrafe verurteilte und immer noch sehr reiche, der Korruption überführte Peter Hartz ist der Konstrukteur einer umgedrehten Haltung des Staates gegenüber den Armen. Nach seiner von Konzerndenke geleiteten Konstruktion bedient sich der Staat direkt und ohne Hemmungen bei den Arbeitslosen selbst. Er lässt sie ausbluten, so dass diese Menschen keine Zukunft mehr haben, und verurteilt die Menschen auf diese Weise zur Dauerarmut, aus der es kein Entrinnen gibt.

Über Peter Hartz hat sich direkt aus den Korruptionsetagen der Konzerne das Weltbild der totalen Ausbeutung der Menschen auf staatliches Handeln übertragen. Das Weltbild, das seit der Existenz von Konzernen den Menschen nur als benutzbares Material sieht, ist durch Schröders Kuppelei direkt ins Innere des Staates eingeführt worden. Der Staat ist von innen infiziert und kann nur noch - Konzernen gleich - Armut zuspitzen und an die Schwächsten verteilen.

Die Konzernwirtschaft selbst sorgt dafür, dass der Strom der Schwächsten nicht abreißt. Denn wo der Reichtum immer höher aufgehäuft wird, muss zwangsläufig die Menge der Benachteiligten wachsen.

Die Sozialdemokratie hat sich im Akt der Hartz-Gesetzgebung mit der Konzernphilosophie verheiratet und trägt seitdem deren politische Bastarde aus. Die wilde Ehe zwischen Staat und Konzernmacht verdreht den Politikern die Köpfe und macht sie geil auf noch mehr Menschenausbeutung. Staatliche Reformen gehen an der Hand konzernliebender, geldfokussierter und gewinnorientierter Managerführung. Das System hat sich auf ein Menschenbild eingelassen, das in geldkranken Managerköpfen entstanden ist. Die Ausbeutung der Menschen ist der fest ins Erbgut des Staates eingebaute Konzernvirus.

Politiker und Gelehrte reden ohne Unterlass von der Unvermeidbarkeit der Globalisierung und vermitteln so den Eindruck, dass das Menschenbild der Global Player, die auf die Spitze getriebene Ausbeutung der Menschen einfach hinzunehmen sei. Sie sind allesamt reich und von jedweder existentiellen Notlage frei, niemals in ihrem Leben auch nur ansatzweise von existentiellen Nöten betroffen gewesen. Sie sind Dirigenten eines Orchesters, das sie nicht kennen, sondern nur vom Hörensagen her erahnen. Sie bewegen sich gedanklich in der Grauzone der Unmenschlichkeit der Konzerne. Sie gewöhnen sich und den Rest der Welt Stück für Stück an die Auffassung, dass konzerngesteuerte Ausbeutung durch Gewinnsucht normal und notwendig sei.

Gerhard Schröders Schäferstündchen im Gartenhäuschen der Konzerne war für die meisten Menschen noch nicht einmal ein Schock. Die Anpassung staatlichen Handelns an konzernimmanente Leitlinien ist die logische Folge aus der langfristigen Siegesserie der Konzerne. Umweltzerstörungen und die plötzliche Verarmung ganzer Städte aufgrund gewinnsüchtiger Konzernentscheidungen gelten schon lange als unvermeidbar und als gutes Recht derer, die beim Aufbau eines neuen Werkes an anderer Stelle die Hälfte der Kosten vom Staat ersetzt kriegen.

Der Schmarotzer "Konzern" hat mit der Schröder-Hartz-Aktion einen weiteren Stempel der Rechtmäßigkeit erhalten. Die volkswirtschaftliche Wertschöpfung wird seitdem noch effizienter in die Taschen der Reichen gelenkt. Der äußere Anschein von Reichtum wird für immer weniger Menschen erreichbar. Das Konstrukt Konzern infiziert die Politik von innen und beseitigt konsequent den Menschen von der Bildfläche der öffentlichen Ansicht.

Mit Schröder und Hartz - nicht Max und Moritz, sondern Gerhard und Peter - ist die innere Aushöhlung der Sozialdemokratie beschlossen und durchgeführt. Die Sozialdemokratie hat die Beine breit gemacht und hat sich vom Gelddenken der Konzerne schwängern lassen. Breit lachend grüßt uns Schröder, der die Taschen prallvoll hat.

In Deutschland ist die Menschlichkeit von Schröder und Hartz begraben worden. Arbeitslose müssen über die Klinge springen. Die Börse ist die Kirche der modernen Konzerngesellschaft. Reichsein als heilige Ikone ersetzt das Menschsein und die damit verbundenen Rechte. Ausbeutung, Folter und offene Menschenverachtung sind seit George Bush legaler Bestandteil westlicher Staatlichkeit. Die Verantwortlichen sind allesamt Diener des Mammon. Menschenrechte sind nur noch Reichenrechte.

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Letzte Aktualisierung am 18.02.2007

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