Wissenschaft und Politik bewerten die Globalisierung durchweg positiv. Alle wichtigen Größen der Welt stellen die Globalisierung mal als unabwendbares Schicksal dar, mal als Naturgesetz, mal als eine ideell erstrebenswerte Errungenschaft der Menschheit. Sie sind sich alle einig, dass die Globalisierung in allen ihren Teilen die Welt positiv beeinflusst. So werden sämtliche Medien von Professoren, Experten und Politikern dominiert, die die Globalisierung loben und ihr regelrechte Heilungskräfte zuschreiben. Sie verbinden mit der Globalisierung die Lösung von Problemen auf fast wunderbare Weise. Sie sind überzeugt davon, dass die Globalisierung gar nicht anders kann, als die Probleme der Menschheit endlich in vernünftige, einer Lösung zustrebenden Bahnen zu lenken. Mit der Globalisierung verbindet sich die Grundeinstellung: Auch wenn die Medizin jetzt bitter schmeckt, sie hilft. Und gerade der bittere Geschmack ist ja bekanntlich ein sicheres Indiz für eine gute Medizin!

Mit der Forscher-Freude eines Darwin, der ums Verrecken eine bestimmte Theorie verfolgte und dafür zahlreiche Dokumente fälschte, befinden sich Wissenschaft und Politik auf einer Reise um die Welt, die ihnen durch die Globalisierung in goldenen Farben erscheint. Sie sehen in der Zukunft und auch schon jetzt nur positives und reichen sich einander die Hände im Lob der Globalisierung und freuen sich miteinander über den allgemeinen Konsens in der Verehrung dieser wunderbaren Kraft. Wie bei der Verehrung des Zufalls unter der Evolutionstheorie entwickelt sich unter der Führung der Wissenschaft eine Religion der Globalisierung, deren Priester die Wissenschaftler und Politiker sind.

Sie sind hochbezahlte Sendboten der Konzerne. Sie erleben selbst die Welt nur von ihrer besten (durch Konzerne großzügig finanzierten) Seite. Sie sind begeisterte Jünger des Freien Marktes und haben Visionen. Sie fühlen sich ihrer Zeit weit voraus und glauben fest daran, auf dem Boden wissenschaftlicher Tatsachen zu stehen.
Doch sie sind auf beiden Augen blind.
Denn sie richten ihr Augenmerk konsequent weg von der Motivation der Hintergrund-Akteure der Globalisierung. Sie ignorieren, dass die einzige tragende Säule der Globalisierung die Gewinnsucht der Konzerne ist. Sie träumen von den Selbstregulierungskräften des Freien Marktes, während Konzernlenker breit grinsend die Arme hinter dem Kopf verschränkt sich bequem im Chefsessel nach hinten lehnen. Wie der Patient, den man nicht zu sehr auslaufen lassen darf, wenn man ihn nicht sofort töten will, werden die Volkswirtschaften am Gängelband der Fiktion des Freien Marktes geführt. Der Aderlass richtet sich immer nach der aktuellen Gesichtsfarbe des Blutspenders. Denn wer seine Kuh schlachtet, der hat keine Milch mehr.
Was Wissenschaft und Politik krankhaft verdrängen, ist die Wildwest-Szenerie der Globalisierung, in der die Konzerne wie im guten alten Wilden Westen ihre Claims abstecken und dafür im Namen des Fortschritts diese und jene Eingeborenen beseitigen. Unter dem Dogma des heilenden Freien Marktes gelangt eine Goldgrube nach der anderen in die Hände der Konzerne und wird wie im Bergbau unter Berücksichtigung der umgebenden Risiken sorgfältig aus der öffentlichen Hand herausgebrochen.
Damit übernehmen reißende Wölfe die Verantwortung für Schafe.
Durch den unbeirrbaren Glauben der Wissenschaftler und Politiker, dass der globale Freie Markt die Belange der Menschheit wunderbar positiv beeinflussen wird, tragen sie die Verantwortung für eine offensichtliche Fehlentwicklung der Welt, die sich ideologisch nahtlos an das Dritte Reich Hitlers anfügt. Wie damals der Rassismus besteht heute die glorreiche Intention der Glaubensvision an einen mit Heilkräften ausgestatteten Freien Weltmarkt aus einer darwinistischen Wissenschaftsreligion. Die interessant erscheinenden, nie bewiesenen Fragmente der Naturerklärung Darwins sind der Baustoff, aus dem die Globalisierung errichtet wird. Das naturgesetzlich berechtigte Überleben des Stärkeren, dem Hitler und Stalin geistig unterworfen waren, beherrscht auch heute die Hirne der Wissenschaftler und Politiker.
Niemand mehr von ihnen ist in der Lage, den Menschen und sein nächstes Umfeld als eine eigene, mit einem grundsätzlichen Daseinsrecht ausgestatteten Wert zu erkennen. Sie haben alle ihre Denkmuster und Hirnwindungen dem großen darwinistischen Paradigma untergeordnet, welches fordert, dass der Schwache zu vergehen habe. Sie sind zutiefst von der Sinnlosigkeit überzeugt, für den ohnehin verlorenen Schwachen noch etwas zu tun. So öffnen sie in vorauseilendem Gehorsam den Konzernen alle Türen und erlauben, dass sich Konzerne wie im Selbstbedienungsladen an der Öffentlichkeit bereichern können.
Hochrangige Wissenschaftler verkaufen ihren Namen und ihr Gewissen, indem sie diesen der reinen Habsucht verfallenen Kreaturen einen vermeintlich wissenschaftlichen Weg ebnen. Politiker wachsen schon im Daumenlutscherstadium in die Mechanismen des eingeschränkten Denkens hinein und funktionieren dann als glaubhaft erscheinende Schauspieler in einem absurden Bühnenstück. Sie gestalten den globalen Gottesdienst für den Freien Markt und fühlen sich endlich sinnerfüllt in der Rolle des Priesters, der dem Schwachen mit der Legitimation des höchsten menschlichen Gerichts den Kopf abschlägt.
Endlich sind die grundlegenden Zweifel der Weltverbesserer des letzten Jahrhunderts beseitigt. Endlich kann sich die Hauptorientierung der Menschen an einer "wissenschaftlich begründeten These" hochziehen. Endlich hat der Mensch sich einen Wert geschaffen, der seiner eigenen Einsicht und Intelligenz entsprang. Damit ist der Mensch endlich unabhängig von Werten, die sich schändlicherweise noch aus der Annahme eines Gottes speisten.
Diese menschengewollte Gottlosigkeit zieht logischerweise ein Vakuum nach sich, das mit der bereitwilligen Gläubigkeit der Wissenschaft und der Politik ausgeglichen wird. Modern ist, was dem Freien Markt dient. Richtig ist, was der modernen Wissenschaft entspricht. Gute politische Entscheidungen sind die, die auf modernen und sachlich richtigen Grundlagen entstanden sind. Dass aber die gesamte menschliche Moderne einem globalen Selbstbetrug unterliegt, will keiner wissen.
Wie sieht die andere Wahrheit aus?
- Konzerne, die Initiatoren, Profiteure und Herren des Freien Marktes, können niemals menschlich denken oder handeln.
- Die Globalisierung ist kein Naturgesetz, sondern nur eine gewinnbringende Gleichschaltungsstrategie der Konzerne.
- Grundsatz der Globalisierung ist die Vernichtung des Schwachen und lehnt sich an Hitlers und Stalins Denken an.
- Die Globalisierung ersetzt weltweit Demokratie mit Geldliebe und Korruption.
- Die Globalisierung ist wesentlich gekennzeichnet von der Aushöhlung jeden menschlichen Denkens.
- Die Globalisierung wird gestützt von einer selbstverliebten Priesterkaste der Wissenschaft und Politik.
Die Menschen müssen sich letztendlich entscheiden, ob sie einem global übergeordneten System Glauben schenken, das von einigen Willkürlichen gelenkt wird, oder ob sie sich ihrem menschlichen Empfinden verantwortlich nähern und für den Menschen selbst eintreten wollen, ungeachtet der künstlichen, globalisierungsgläubigen Begleitumstände. Die große Masse der Menschen ist schon auf die Globalisierung geeicht und braucht nicht mehr nachzudenken.