G8-Gipfel in Heiligendamm als Höhepunkt konzernmächtiger Normalität
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Genickbruch der Wachtturmtheologie

G8-Gipfel in Heiligendamm als Höhepunkt konzernmächtiger Normalität

Die perfektionierte Ausbeutung der Menschheit durch die Konzern-Nationen ist das Ziel der Globalisierung. Die G8-Staaten stellen ihre Gipfeltreffen unter symbolische Themen, sie tarnen damit ihr einziges wirkliches Ziel: die Forcierung der monetären Ausbeutung der Welt.

Früher war die "schlechte Welt", deren Verbesserung sich Verrückte und Querulanten auf die Fahne schrieben, diffus und für Kritik unerreichbar. Heute sammeln sich hinter der Weltprobleme lösenden Fassade der G8-Staaten die mächtigen Vertreter einer durch und durch geldorientierten, gewinninteressierten Organisation der Konzerninteressen.

Sie vermitteln 2007 das Bild der Uneinigkeit, nutzen aber die Plattform in Heiligendamm zur polizeistaatlich organisierten Gleichschaltung der Menschen. Das Finanz-System der reichen Staaten schlingt seine Krakenarme um die geistige Haltung der Menschen, indem es Normalität in der Frage suggeriert, ob Konzernmacht die Interessen der Menschheit positiv oder negativ beeinflusst. Dazu benutzen sie machtvolle "Sicherheitsvorkehrungen" gegen die bösen Demonstranten und produzieren eine Situation angeblicher demokratischer Legitimierung.

Sie geben ein Bild vor, das die erfolgreiche Durchsetzung der Interessen der Konzerne zu einem ganz normalen und nicht kritisierbaren Faktor hinstellt. Und allzu freiwillig glauben ihnen die Menschen und akzeptieren die schicksalhafte Notwendigkeit, alle ethischen und menschlichen Zweifel unter die Priorität der internationalen Wirtschaftsinteressen zu stellen. Damit erzielt der G8-Gipfel 2007 einen weiteren Schub zur Verdummung der Massen und zur Absolutierung der Geldgläubigkeit und Gelddienerschaft der Menschen.

Die Decke der Betäubung durch die Medien und der zur naturgesetzlichen Wahrheit erhobenen Globalisierung verdunkelt die Sinne global und treibt die Orientierung der Menschen am Geld und am Gewinn ein gehöriges Stück voran. Otto Normalbürger nimmt die Zuspitzung der Konzernmächte inzwischen als wenig wichtiges Ereignis hin und gewöhnt sich so an die angenommene "Berechtigung" der Reichen, ihren Reichtum ohne Skrupel auf Kosten der Armen noch weiter auf die Spitze zu treiben.

Die Globalisierung unter der konzernfreundlichen Regie politischer Größen ohne ethische oder moralische Bedenken gewinnt durch den G8-Gipfel 2007 einen in die Normalität hineinwachsenden Status. Dieses Streben nach einer Normalität, die die Notwendigkeit der Konzernmacht als Basis eines funktionierenden Weltwirtschaftssystems hinstellt, ist Alltagsgeschäft der Konzerne. Die Ultrareichen unserer Gesellschaft arbeiten mit aller Kraft an einem Image, das den Normalmenschen nicht mehr hinter dem Ofen hervorlockt. Der G8-Gipfel macht den großen Stracheldraht-Test und teilt so der Weltöffentlichkeit mit: "Nicht ihr müsst vor uns geschützt werden, sondern wir vor euch!"

Diese Verdrehung der Tatsachen ebnet den Konzernen den Weg, die Ausbeutung der Weltwirtschaft und die Produktion von globaler Armut und die Zuspitzung konzerneigenen Super-Reichtums nicht nur ungestört und unkritisiert fortsetzen zu können, sondern sie ebnet vor allem den Weg, die Allmacht der wirtschaftlichen Kräfte noch weiter zu verabsolutieren. So wird die Unterstützung und Verwirklichung des unbegrenzt über Leichen gehenden Gewinnstrebens zu einem schützenswerten Gut im "natürlichen" Empfinden der Zuschauer des Spektakels.

Diese Verkehrung der Werte, die Umwandlung dessen, was jeder Mensch über Gut und Böse weiß, ist eine teuflisch perfekte Meisterleistung der Konzern- und Börsenjünger. Sie haben mit Geld, Ideologie und Geduld den Mainstream im Griff. Sie bringen es fertig, den Menschen dieser Welt die allerschlimmsten Ungerechtigkeiten als Naturgesetz zu verkaufen. Es ist ihnen gelungen, das Gerechtigkeitsempfinden der Menschen so zu beeinflussen, dass es wie selbstverständlich mit noch mehr Leichen und noch mehr Armut in der Welt zurechtkommt.

Diese Änderung des öffentlichen Bewusstseins in eine Konzerne als notwendig hinnehmende Grundhaltung ist das wahre Konzept des G8-Gipfels und der alltäglichen Arbeit der Konzerne. Deshalb können es sich die G8-Nationen leisten, eine grundsätzliche Uneinigkeit in Weltfragen zu demonstrieren. Sie erreichen damit, dass der Block der Konzernmacht für den Normalmenschen weniger gefährlich erscheint.

Wenn sie ihre natürliche Einigkeit im Interesse der Menschheitsausbeutung zeigen würden, hätten sie mit mehr Widerstand und mit wacheren Geistern zu rechnen. Aber sie schaffen es, die Massen einzuschläfern und in einer Sicherheit zu wiegen, die in Wahrheit nicht existiert. Denn der Glaube an den freien Markt und die vorangetriebene Globalisierung ist die moderne Form des Faschismus. Dieser Faschismus legt sich ein freundliches Image zu und setzt seine Ziele nicht mit offener Unterdrückung, sondern mit Manipulation, ideologischer Religion und Bestechung durch.

Der freie Markt, die Globalisierung, der Neoliberalismus - alle fest verankert im primitivsten Gewinnstreben - sind die weltmächtige Dreieinigkeit der Konzerne. Die Unterdrückung der Menschen hat sich vom offenen Verbrechen auf die verdeckte Manipulation verlegt. Dass dabei Millionen schicksalhaft an Armut langsam kreppieren, wird immer selbstverständlicher hingenommen.
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Kommentare:
Merkel macht die Wissenschaft erneut zum Maßstab für politisches Handeln. Weiß sie, dass die Wissenschaft (Darwin) Vorreiter und Verwirklicher unendlichen menschlichen Leids war?

Meister Propper, 04.06.2007
Wenn im Vorfeld das Scheitern schon eingetreten ist, hilft man sich gern mit Floskeln weiter. Ach, hätte sie doch Theologie statt Physik studiert.

Rüdiger Hentschel, 04.06.2007
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Letzte Aktualisierung am 04.06.2007

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