Globalisierung und Neoliberalismus füllen den Konzernen die Taschen.

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Die liberale Gesellschaft [06.05.06]
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Tino
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Beitrag Verfasst am: 06.05.2006, 03:01
Titel: Die liberale Gesellschaft
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Die liberale Gesellschaft ist eine Gesellschaft, die vollkommen frei von religösen Zwängen ist, sie ist also aufgeklärter denn je.

Die Rationalisierung von Arbeitskräften ist ein notwendiger Schritt für diese Gesellschaftsform. Denn die liberale Gesellschaft wird nicht mehr (oder kaum noch) arbeiten müssen - wie es heute "ungerechter" Weise der Fall ist. Das ist also eine Voraussetzung!

Doch es geht mir hier nicht nur um die Arbeit, sondern vor allem um die Befreiung von äußeren Zwängen wie -vor allem- der Monogamie:

Ist es nicht so, dass sich fast jeder nur noch mit seinem eigenen Hormonaushalt beschäftigt, anstatt mit Politik & Gesellschaft? Muss ich mir von Talkmastern mit applaudierendem Pubiklum sagen lassen, dass ich nur mit der Einerbeziehung glücklich lebe? Alle Kriege und alles Machtgehabe dieser Welt gehen doch irgendwie auf Hormonstau zurück, also auf äußere Zwänge und innere Unzufriedenheit. Es gibt Stämme in Afrika, die mit der Polygamie weitaus glücklicher leben als wir. Wir, die unsere Wurzeln verkennen und sich als aufklärter und zivilisierter bezeichnen.. Heute gibt es immer mehr unglückliche Paare; Das Fremdgehen (-welch' _schlimmes_ Wort-) kommt heutzutage in den besten Ehen vor. Und Singles, auch nicht liberaler, stehen ständig unter Entscheidungszwängen.

Strikte Forderungen sind die Trennung von Staat und Kirche, so z.B. die Abschaffung der Standesämter, und somit die Steuervorteile gegenüber Singlehaushalten. Auch die Aufklärung der Bevölkerung als wichtigster Schritt tut Not.

Spätestens wenn der weiße Mann, der die Technokratie als Allerheilmittel ansieht - also den technologischen Fortschritt dem Menschen voranstellt - an Impotenz gestorben, und der schwarze Mann besser weiß, mit Technik umzugehen, sie als Lebensgrundlage ansieht. Der Kinderrückgang ist demnach auf den Technokratie- und Geldglauben zurückzuführen, welche beiden die Menschheit nicht glücklich machen wird. Nicht nur ist der zufriedenen Gesellschaft der Kindersegen vorauszusetzen, sondern muss das Glück auch dem Kinderwunsch vorangestellt sein.

Wir hatten schon viele Ansätze der freien Liebe, doch kann eine Generation -die der 68er- nicht innerhalb eines Jahrzehnts die Gesellschaft eines besseren Bekehren, welche seit gut 2.000 Jahren Religionen unterlag, und das bis heute noch tut. Dass die 68er für die Katz' waren, sind nur Ammenmärchen der Konservativen. Zumal sie sich entwickelten, als es noch zuviel (vor allem harte) Arbeit für jeden gab. Die Medien haben das Thema freie Liebe zunehmend instrumentalisiert und auf etwas Primitives herabgesetzt, was sie auch bis heute tun. Würde die freie Liebe von allen verstanden werden und durchsetzen können, würde auch der Geldglaube abnehmen. Umgekehrt wäre es natürlich ebenso der Fall.
(Es machen sich Anzeichen breit, dass der Sekundärmarkt in den nächsten Jahrzehnten durch zunehmende Inflation gestört wird. Demnach ist wohl auch die Riesterrente und eigene Altersvorsorge die größte Lüge - wenn nachher nur derjenige etwas davon hat, der sein Geldvermögen rechtzeitig in Sachwerte eingetauscht hat.)


Wir sollten bei uns anfangen und toleranter gegenüber unseren Mitmenschen sein: Pärchen mit großem Altersunterschied, Inszest. Warum wird Letzteres vom Staat unter Strafe gestellt?

Eine Gesellschaftsform, die Zukunft hat, ist also nicht mehr nur auf Politik und Wirtschaft zu beschränken!

Wenn der Mensch liberal geworden ist, d.h. sich von äußeren Zwängen befreit hat und dank der Technologie nicht mehr hart arbeiten muss für sein Wohl, wird die Aufklärung ihren Höhepunkt erreicht haben. Dann würde dieses System zunehmendst auf Solidarität beruhen. Der liberale Mensch würde das Gesamtwohl der Gesellschaft voranstellen und notwendige Arbeiten freiwillig tun - denn er hat Zeit, sehr viel Zeit sogar! Wir bräuchten keine Politik und kein Geld mehr - wozu auch? Der Mensch lebt ja dann schon im Wohlstand, seelisch sowie technologisch.

Ich bin überzeugt davon, dass es dieses System der Freiwilligkeit irgendwann geben wird - wenn auch nicht in den nächsten 100 Jahren! ;o) Denn die Menschheit hat sich immer zum besseren gewandt! Was sollte auch sonst kommen?

Deutschland ist zu konservativ, zu sehr wird die Gesellschaft entmündigt; Das größte Gift für die Zukunft ist es, die Gesellschaft durch Dinge wie die Monogamie sowie dem Amt der Frauenbeauftragen immer mehr in Gesetze zu packen und dessen Natur zu berauben.

Der Mensch hat noch viel zu lernen, um liberal zu werden!
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Rüdiger Hentschel
Administrator


Anmeldungsdatum: 29.10.2004
Beiträge: 647
Wohnort: Mühlhausen
Beitrag Verfasst am: 06.05.2006, 16:48
Titel: liberal als Ideal
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Hallo Tino,

Solange der Liberalismus als Ideal herangezogen wird, kann durchaus ein Bild, eine Vision konstruiert werden, wo die utopischsten Ziele plötzlich erreichbar erscheinen. Doch die menschliche Realität sieht diametral anders aus.

Der Mensch ist zutiefst egoistisch und mit jeder Chance des Hinzugewinns dazu bereit, seinem Mitmenschen das Leben kaputt zu machen. Der Neoliberalismus hat sich den Liberalismus als Plattform gewählt, weil hier der Egoismus als natürliche Triebfeder des Wirtschaftens legalisiert ist. Dass aber im Neoliberalismus außer diesem Punkt so gut wie keine weiteren Inhalte vom Liberalismus enthalten sind, wird geflissentlich verschwiegen.

Neoliberalismus ist die allerkonservativste Form, sich selbst den größten Gewinn zu sichern und alle anderen über den Jordan zu schicken. Neoliberalismus bedeutet die Freilassung und Ausnutzung der primitivsten Instinkte des Menschen zum Zwecke der Akkumulation des Reichtums in der eigenen Hand. Da ist nicht mehr von Aufklärung die Rede! Im Gegenteil: Die Menschen werden über die Medien künstlich stumpf und dumm gehalten, um sie nicht ans eigenständige Denken zu lassen.

Der Liberalismus, der einmal als politisches Konstrukt bestand, ist im Neoliberalismus zur bloßen Gummihose des teuflisch agierenden Riesenbabys Konzern geworden. Die Freilassung aller menschlicher Dreckigkeit bis hin zur Initiierung von Wirtschaftskriegen ist die eigentliche Achse des Neoliberalismus. Hier trifft das Wort "Achse des Bösen" tatsächlich zu.

Tragisch ist die Verliebtheit der Politik ins große Geld. Siehe Gerhard Schröder. Schröder ist ein schönes Beispiel für die Umkehrung des Kanzlers, der dem Volk zu dienen hat, in den Kanzler, der nur sich und den Konzernen dient. Er verkörpert den ganzen Dreck, der dann ungezügelt zuschlagen kann, wenn unter dem liberalen Deckmäntelchen der Neoliberalismus zuschlägt.

Deshalb bin ich vorsichtig damit, im Liberalismus heute noch einen Fortschritt der Menschheit zu vermuten oder mir herbei zu denken.

Viel plastischer zeigt sich hier in Mühlhausen und Umgebung die Dreckigkeit des Menschen, wenn Auspuffanlagen als Spielzeug zweckentfremdet dazu benutzt werden, unter Inkaufnahme der Einschränkung anderer unbedingt auf sich aufmerksam zu machen. Hier liegt der Kern begraben: Der Mensch ist von Natur aus kein Mensch. Eher ein Schwein. Ein Dreckschwein.

Was willst du da noch mit Aufklärung bewirken?

Grüße,

Rüdiger

P.S.: Danke für Deinen Beitrag, ich hoffe, Du hast Lust, das länger durchzuargumentieren. Ich bin dabei.
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Tino
Gast




Beitrag Verfasst am: 06.05.2006, 20:41
Titel:
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Hallo!

Die Aufklärung sollte man keineswegs aufgeben. Ohne die großen Denker hätte es in der Geschichte keine Verbesserungen gegeben. Man sollte aber die Aufkärung eher bei anderen Völkern betreiben, die noch einigermaßen Sachverstand haben.

Das von mir ersehnte Ziel ist ein langfristiges Ziel. D.h., dass man die Gesellschaft von unten öffnet, sowie es in der Wirtschaft heute allgegenwärtig ist. Also einen Gegenpol bildet.

Deutschland ist mit einigen Tiefen seit über hundert Jahren Weltspitze hinsichtlich des materiellen Allgemeinwohls. Naturgemäß hat es aber kein Land auf Dauer dazu gebracht. Demnach muss es bergab gehen.

Der Neoliberalismus wird eher noch zum Erliegen kommen, als dass er alle Länder der Welt erreicht. Vor allem machen sich aber Stimmen breit, dass uns die größte Öl- und Inflationskrise noch bevorsteht. (Man nehme nur den stetig steigenden Goldpreis)
Gewinner wären dann Länder, die noch große Ölreserven haben und somit eine intakte Wirtschaft. Hingegen würde Deutschland in ein Agrarland zurückfallen und dem Tauschhandel unterliegen. Aber durch die breite Dummheit der Massen, welche nur im Momentum leben, wird Deutschland sich kaum selbst wiederaufbauen können und in ein Entwicklungsland zurückgefallen sein.

Lehn' dich also zurück; zieh in ein Land, was noch einigermaßen unabhängig wirtschaftet und in dem eine große Sozialkompetenz herrscht. Schau dir daraufhin an, wie´s hier den Bach runtergeht. Du wusstest, dass es so kommt.. vielleicht kannst du irgendwann darüber schmunzeln.


Tino.

PS: Ich beziehe mich u.a. auf folgende Quelle:

www.grenzenlos.net/wirtschaftsskandal.htm
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Rüdiger Hentschel
Administrator


Anmeldungsdatum: 29.10.2004
Beiträge: 647
Wohnort: Mühlhausen
Beitrag Verfasst am: 07.05.2006, 21:47
Titel: Verschwörung?
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Hallo Tino,

die Übermacht der in Deinem Link

www.grenzenlos.net/wirtschaftsskandal.htm

beschriebenen Vorgehenweise der US-amerikanischen Großfinanz schließt in meinen Augen "Aufklärung" als Rettungsvehikel vollkommen aus. Denn die Übermacht ist zu groß und wir können nur hoffen, dass die Gnade der "auserwählten" Nation US-Amerika dem Rest der Welt noch ein bisschen was zugesteht, damit die Kuh weiterlebt und weiter von US-Amerika gemolken werden kann.

Dieser Aufsatz stellt uns überdeutlich vor Augen, welche Ziele der Neoliberalismus wirklich verfolgt und dass die Nutznießer seiner Vorteile ziemlich bewusst ihre Mitmenschen verraten, um so lange wie möglich noch auf der Gewinnerseite der Welle zu surfen.

Und dass Länder mit Rohstoff-Reserven dann vielleicht zu den Gewinnern gehören könnten, ist durch das Ruck-Zuck-Abhacken des Irak ja wohl klar widerlegt.

Dein langfristig ersehntes Ziel ist allerhöchstwahrscheinlich auch das meine. Ich nenne es das System, in dem der Mensch der Mittelpunkt ist und nicht das Geld. Du magst es anders nennen. Wahrscheinlich läuft es auf das selbe hinaus.

Der Weg dorthin? - Keine Ahnung.

Don Quichottes Glauben an seine eigenen Fähigkeiten war wohl realistischer als unsere Hoffnungen und Theorien.

Grüße,

Rüdiger
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Tino
Gast




Beitrag Verfasst am: 08.05.2006, 22:40
Titel:
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Hallo Rüdiger,

der von dir erwähnte Irakkrieg ist eine Sache, doch ist ein Krieg z.B. gegen den Iran zur Zeit wieder in weite Ferne gerückt. Vor allem wohl weil China Öl vom Iran bezieht. Und was dort im Irak passiert, ist auch noch nicht ganz schlüssig - im Moment ist der Widerstand der eigenen Bevölkerung zu stark.

Aber um mal was zu China zu sagen: China hat zwar seit den Achtzigern den Markt geöffnet, doch hält es sich immer noch die Politik sehr stark. Nicht ohne Grund - man träumt hier weiterhin vom Ideal-Sozialismus, wie oben beschrieben. Ich habe einige Kontakte zu Chinesen, die mir sagten, dass ihnen das in der Schule eingetrichtert wird. Und es gibt einige, die schon an dieser geldlosen Zukunftsvision forschen. Die Chinesen streben zwar auch nach dem Geld, agieren dabei aber viel vernünftiger & aufgeklärter als wir (glauben).
Bis 2050 ist es zwar noch eine Weile hin (bis dahin will China Weltmacht werden) und es wird bis dahin wohl auch hierzulande rasant bergab gehen, aber "der" Deutsche soll nicht verallgemeinern und seinen Kulturkreis auf andere projizieren und gleichsetzen, dass es überall so werden wird wie hier.
Die Hoffnung stirbt zu letzt!


Tino.
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Rüdiger Hentschel
Administrator


Anmeldungsdatum: 29.10.2004
Beiträge: 647
Wohnort: Mühlhausen
Beitrag Verfasst am: 08.05.2006, 23:17
Titel: Aaaajou!
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Hallo Tino,

daran sehen wir, wie abstrus unsere Hoffnungen und Kalkulationen sein können. Dass US-Amerika zurzeit nicht so richtig Böcke auf einen weiteren Militärschlag hat, liegt ja wohl an den Finanzen und an der nicht gerade sehr guten Stimmung, die der Irak-Krieg hinterlassen hat. - Aber warte es ab! Ein paar Jahre Sättigung und die Aggression geht von neuem ab.

Die Hoffnung auf eine gesellschaftliche (modell-artige) Neuentwicklung, made in China, ist gar nicht so abwegig. Jedoch ist in meinen Augen die Verführbarkeit des Menschen riesengroß. - Was US-Amerika weltweit eingefädelt hat, wird nach meinem Feeling auch letztlich China korrumpieren.

Die Ausrichtung des Menschen auf Macht und Reichtum ist der rote Faden in der Menschheitsgeschichte. Niemals ist der Mensch davon abgewichen, sich auf diese Möglichkeiten einzulassen. Auch wenn er sehenden Auges große Chancen dafür verspielte.

Daher habe ich keine Hoffnung, dass die finanzielle Ordnung der Welt je den Menschen bzw. die Gesellschaft als Ganzes ins Auge fassen wird. Es wird immer darauf hinauslaufen, dass einzelne, die am "richtigen Hebel" sitzen, die entsprechenden Vorteile für sich ausnützen.

Der Menschheit zu suggerieren, dass dieses Verhalten für den Nutzen aller kultivierbar ist, versucht gerade der Neoliberalismus. Er verharmlost seine negativen Wirkungen. - Wer weiß! Vielleicht ist das Werk des Neoliberalismus irgendwann so eindrücklich und plastisch der Menschheit bewusst wie die Auswirkungen des Holocaust. Dann erst besteht eine gewisse Chance, dass das Finanzsystem den Bedürfnissen der ganzen Welt angepasst wird.

Grüße,

Rüdiger
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Beitrag Verfasst am: 22.05.2006, 01:33
Titel:
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Ich will hiermit auch nochmal verdeutlichen, dass der Darwinismus auf den Menschen nur kurzfristig anwendbar ist, da es zu "Kinderarmut" in dieser Gesellschaft kommt (hier im wörtlichen Sinne die schrumpfende Anzahl der Kinder).

Im folgenden habe ich einen interessanten Artikel über den demographischen Wandel der Vereinigten Staaten gefunden, die trotz konservativer Einwanderungspolitik eine nahezu wachsende bzw. konstant bleibende Bevölkerungszahl haben - gegenüber den beiden führenden Industrienationen Deutschland und Japan. Grund dafür ist also ein ethnischer Wandel der Bevölkerung, der die Gesellschaft sozialer und liberaler formt. Angedeutet hatte ich das ja schon mit den Schwarzen weiter oben. (In den USA sind es hauptsächlich die Latinos).

Leider leider ist Deutschland immer noch viel zu verschlossen und "reinrassig", was sich mittelfristig auch nicht ändern wird. Letztendlich könnten wir wieder im Schatten der USA stehen, dabei wird Deutschland irgendwann in der Verdummung & im Pessimismus Ausländer für den Wiederaufbau brauchen..

Der Artikel:

http://www.n24.de/politik/ausland/?n2006051115522700002
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Rüdiger Hentschel
Administrator


Anmeldungsdatum: 29.10.2004
Beiträge: 647
Wohnort: Mühlhausen
Beitrag Verfasst am: 22.05.2006, 21:20
Titel: Darwinismus und Neoliberalismus
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Hallo Tino,

lang vor der theoretischen Widerlegung steht die menschliche Frage: Kann es sich eine Zivilisation leisten, Amöbenverhalten zu ihren höchsten Orientierungspunkten zu machen?

Grüße,

Rüdiger
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Tino
Gast




Beitrag Verfasst am: 22.05.2006, 21:46
Titel: Re: Darwinismus und Neoliberalismus
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Hallo Rüdiger,

unter Amöbenverhalten verstehe ich eine Veränderung der Gesellschaft. Aber lebt denn die Menschheit nicht von Veränderungen? Oder ist die Frage anders gemeint?


Tino.
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Rüdiger Hentschel
Administrator


Anmeldungsdatum: 29.10.2004
Beiträge: 647
Wohnort: Mühlhausen
Beitrag Verfasst am: 22.05.2006, 21:55
Titel: Amöbenverhalten
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Hallo Tino,

unter Amöbenverhalten verstehe ich fressen und gefressen werden. Vertilgen ohne nachzudenken. Vertilgt werden, ohne zu wissen, was hätte möglich sein können.

Zivilisation ist in meinen Augen das Gegenteil: Verantwortung sehen, Möglichkeiten wahrnehmen, Gehirn einschalten und menschlich sein. Positiv menschlich.

Unsere Gesellschaft wird immer mehr zum Auquarium, in dem sich die zusammengepferchten Wesen gegenseitig zerfleischen.

In der Dritten Welt werden die Auswirkungen des darwinistischen Konkurrenzkampfes immer deutlicher sichtbar. Und auch auf unseren Straßen. Wenn die Arbeitslosen aus ihren Löchern kommen.

Noch können sie sich gut verstecken.

Grüße,

Rüdiger

P.S.: Das Aquarium ist für mich Sinnbild der Globalisierung, wo die natürliche Trennung zwischen den Nationen und Regionen zu einem Ganzen zusammengefasst werden, um einen noch wirkungsvolleren Konzernüberblick über alles zu haben.
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