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Wolfgang H. Zerulla
Anmeldungsdatum: 19.09.2005 Beiträge: 1
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Verfasst am: 19.09.2005, 00:51
Titel: Bundestagswahl: 4 % PDS + 12 - 20 % WASG = 8 % |
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Das Konzept „PDS-Plus“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung ist gescheitert, die Wähler haben sich nicht täuschen lassen:
Die SED/PDS/Linkspartei wird vom Wähler nicht angenommen, heute genauso wenig wie in den vergangenen 15 Jahren. Die Zeit intoleranter „Die Partei hat immer Recht“ –Kader und alter Stasi-Seilschaften ist nun mal vorbei, auch wenn einige das offenbar noch immer nicht wahrhaben wollen.
Was ist passiert ? Die Wähler haben sich für demokratische Parteien entschieden oder sind Zuhause geblieben, genau wie auch in den letzten Jahren schon. Die WASG hat ihr Ziel, das Potential der enttäuschten Nichtwähler anzusprechen, völlig verfehlt, die Wahlbeteiligung ist sogar noch zurückgegangen.
Warum ? Weil eine als Wahlalternative getarnte Westerweiterung der PDS eben keine Alternative ist. Wo WASG drauf stand war 100 % PDS drin, so leicht lassen sich die Wähler jedoch nicht täuschen.
Was nun ? Nun ist Großreinemachen angesagt damit wir wieder glaubwürdig werden:
Schmeißt den PDS-gesteuerten BuVo raus, der sogar schon unseren Namen WASG an die PDS verkauft hat.
Schmeißt die Stasi-Seilschaften raus damit wir eine demokratische WASG aufbauen können.
Schmeißt die SED/PDS/Linkspartei-Kader raus damit wir die positiven Ideen der WASG verwirklichen können.
Wer jetzt noch dem (von der RLS bereits 2002 geplanten) Zusammenschluss von WASG und PDS das Wort redet oder gar weiter von einer historischen Chance schwafelt hat entweder den Blick für die Realitäten verloren oder betreibt bewusst die Demontage der WASG.
22 % der Wahlberechtigten sind auch diesmal wieder Zuhause geblieben weil ihnen eine echte Alternative zu den etablierten Parteien fehlte. Lasst uns diese Stimmen bei den nächsten Wahlen holen indem wir als unabhängige und demokratische WASG antreten.
Solidarische Grüße
Wolfgang H. Zerulla
"Es ist unmöglich mit unlauteren Mitteln lautere Ziele zu erreichen!"
Friedrich Engels _________________ Nach 16 Jahren Kohl-Regierung stand
Deutschland 1998 am Rand eines Abgrundes.
Inzwischen hat die Regierung Schröder
einen großen Schritt nach vorn geschafft.
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Rüdiger Hentschel
Administrator
Anmeldungsdatum: 29.10.2004 Beiträge: 647 Wohnort: Mühlhausen |
Verfasst am: 07.11.2005, 02:53
Titel: Schiet! |
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| Zitat: | | Wer jetzt noch dem (von der RLS bereits 2002 geplanten) Zusammenschluss von WASG und PDS das Wort redet oder gar weiter von einer historischen Chance schwafelt hat entweder den Blick für die Realitäten verloren oder betreibt bewusst die Demontage der WASG. |
Hallo Wolfgang,
mein Eindruck verschärft sich in die Richtung, dass die Mehrheit der WASGler sich auf Ernsts Strategie einlassen und sich damit in die Hände der PDS begeben. Verstehen kann ich das nicht. Aber so langsam schwant mir, dass es darauf hinauslaufen wird.
Grüße,
Rüdiger
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Tilli
Anmeldungsdatum: 09.03.2006 Beiträge: 6
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Verfasst am: 10.03.2006, 20:29
Titel: |
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Hallo,
schön, dass ich mich hier unter so vielen Gleichgesinnten wiederfinde. In dem Kreisvorstand, wo ich war, haben fast alle über ihre "Bauchschmerzen" wegen des Zusammenschlusses gejammert, um dann zu erklären, dass "man mit diesen Bauchschmerzen leben muss und vernünftig sein muss, denn so eine Chance gebe es nicht so schnell wieder" (sinngemäß).
Versteht das hier einer von Euch? Ich nicht. Schmerzen trägt man doch nicht der Vernunft wegen mit sich herum, sondern wünscht sich doch normalerweise nichts mehr, als dass man sie los wird.
So sehr ich auch gerne die WASG weiter unterstützt hätte, ich wollte nicht in den Sog der PDS geraten. In einem demokratischen Land wie unserem möchte ich gerne selbst entscheiden, welcher Partei ich mich anschließe und das war mir nach Lafontaines Fusionsankündigung nicht mehr möglich.
Grüßle,
Miriam
Zuletzt bearbeitet von Tilli am 03.06.2011, 01:57, insgesamt einmal bearbeitet |
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Rüdiger Hentschel
Administrator
Anmeldungsdatum: 29.10.2004 Beiträge: 647 Wohnort: Mühlhausen |
Verfasst am: 10.03.2006, 21:27
Titel: Schock |
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Hallo Miriam,
für mich fing der Schock über den diktatorischen Sozialismus direkt beim Kennenlernen des WASG-Bundesforums im Internet an. Und er hörte nicht auf, bis ich endlich austrat aus der WASG. Leid tat es mir nur um die Schwächung der fusionsgegnerischen Seite. Aber ich vermutete schon früh, dass die keine Chance hat, den LPDS-Crash zu verhindern.
Deine Entscheidung war ja noch deutlicher. Du hast ein Amt aufgegeben. Davon blieb ich verschont. Ich war damals auf einer Wahlversammlung in Wiesloch und schlug frech mich selbst als Kandidaten vor. Ich war der einzige, der mich wählte. Die Wahl wurde mehrfach wiederholt, aber die PDS-Gefolgschaft brachte ihren Mann nicht durch. Heute ist ein Parteiloser Landtagskandidat. Besser ist das.
Das Kasperletheater mit der nie wiederkehrenden, einmaligen, historischen, sensationellen, unbedingt als vorrangig zu behandelnden Chance der Vereinigten Linken kam damals, Mitte 2005, schon deutlich als Fusionserzwingungsvehikel herüber und frustrierte im Grunde nur durch die Vielzahl derer, die sich davon blenden ließen.
Um diesen verträumten Bauchschmerzenerduldern die Augen zu öffnen, muss es erst diesen ominösen Fusionscrash geben, dachte und denke ich. Aber immerhin hat Berlin diesen Unfall in etwa - verkehrt herum - schon vorweggenommen, so dass sich der Hauch einer Möglichkeit ergibt, dass der bestehende Bundesvorstand der WASG in Kürze schlicht ausgetauscht wird. Die Chance ist denkbar klein.
Bis der Letzte Fusionswillige aufgewacht ist, wird noch einige Zeit vergehen.
Was ich nicht verstehe, ist: Wie können die PDS-Mannen ernsthaft glauben, dass sich ein kurzfristig Verführter jahrelang dann an dieses Ereignis hält? Es liegt doch auf der Hand, dass nach ein oder zwei Jahren innerhalb der fusionierten Linkspartei mindestens 90% der durch Betrug gewonnenen Neumitglieder wieder austreten. Selbst wenn es die letzten Spätmerker sind!
Die größte Blamage zieht in meinen Augen aber Lafontaine auf sich. Der hat seine Methoden dermaßen entblößt, dass es nur noch peinlich ist.
Ich kann diesem Menschen nicht mehr soziale Politik zutrauen.
Grüße,
Rüdiger
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Tilli
Anmeldungsdatum: 09.03.2006 Beiträge: 6
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Verfasst am: 11.03.2006, 02:01
Titel: Re: Schock |
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Hallo Rüdiger,
Ich habe schon beim Vereinsaufbau der WASG in Offenbach (Sommer 2004) mitgeholfen. Anfangs lief alles bestens, es sah wirklich vielversprechend aus.
Allerdings wunderte ich mich schon etwas über einige Sprüche, die teilweise gefallen waren: Z.B. „man muss den Leuten halt mal erklären, dass Sozialismus nicht bedeutet, dass man wieder mit der Keule in der Hand nach Kräutern suchen müsste....“.
Ich wollte keine sozialistische Partei, sondern einfach nur eine Partei mit sozialpolitischen Zielen.
Unsere freundschaftlichen Wege trennten sich schließlich, als Lafontaine verkündete, dass er nur in die WASG eintreten werde, wenn sie mit der PDS gemeinsame Sache machen würde. Ab da wandelte sich mein Parteifreund und er verteidigte seine Bauchschmerzen. Ich setzte mich mit meinen auseinander. Die sozialistischen Strukturen wurden immer deutlicher.
Du glaubst gar nicht, wie sich dieser nette Herr dann gewandelt hat! Der machte mich richtig übel an, wenn ich anderer Meinung war.
| Rüdiger Hentschel hat folgendes geschrieben: |
Leid tat es mir nur um die Schwächung der fusionsgegnerischen Seite. Aber ich vermutete schon früh, dass die keine Chance hat, den LPDS-Crash zu verhindern. |
Ich denke nicht, dass man dagegen etwas machen kann. Wenn die WASG tatsächlich ein Kind der PDS ist, dann hat die Mutterpartei auch alle Zügel in der Hand. Sie wird ihr Kind nicht so schnell von der Leine lassen.
| Rüdiger Hentschel hat folgendes geschrieben: |
Das Kasperletheater mit der nie wiederkehrenden, einmaligen, historischen, sensationellen, unbedingt als vorrangig zu behandelnden Chance der Vereinigten Linken kam damals, Mitte 2005, schon deutlich als Fusionserzwingungsvehikel herüber und frustrierte im Grunde nur durch die Vielzahl derer, die sich davon blenden ließen. |
Kommt mir bekannt vor...
| Rüdiger Hentschel hat folgendes geschrieben: |
Um diesen verträumten Bauchschmerzenerduldern die Augen zu öffnen, muss es erst diesen ominösen Fusionscrash geben, dachte und denke ich. Aber immerhin hat Berlin diesen Unfall in etwa - verkehrt herum - schon vorweggenommen, so dass sich der Hauch einer Möglichkeit ergibt, dass der bestehende Bundesvorstand der WASG in Kürze schlicht ausgetauscht wird. Die Chance ist denkbar klein. |
Was ist in Berlin passiert?
| Rüdiger Hentschel hat folgendes geschrieben: |
Was ich nicht verstehe, ist: Wie können die PDS-Mannen ernsthaft glauben, dass sich ein kurzfristig Verführter jahrelang dann an dieses Ereignis hält? Es liegt doch auf der Hand, dass nach ein oder zwei Jahren innerhalb der fusionierten Linkspartei mindestens 90% der durch Betrug gewonnenen Neumitglieder wieder austreten. Selbst wenn es die letzten Spätmerker sind! |
Ich glaube nicht, dass 90% wieder austreten.
Ich habe mich darüber auch mit einer Freundin von mir, die auch wieder ausgetreten ist, darüber unterhalten. Wir schätzen, dass vielleicht 50 % wieder austreten. Als ich ausgetreten bin hatte die WASG ca. 10.000 Mitglieder. Wenn die PDS also 5000 jüngere Mitglieder dazugewinnt, ist es doch schon besser als vorher.
Schöne Grüße,
Miriam
Zuletzt bearbeitet von Tilli am 03.06.2011, 02:26, insgesamt 4-mal bearbeitet |
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Rüdiger Hentschel
Administrator
Anmeldungsdatum: 29.10.2004 Beiträge: 647 Wohnort: Mühlhausen |
Verfasst am: 11.03.2006, 13:42
Titel: Schock ohne Ende |
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| Zitat: | | Du glaubst gar nicht, wie sich dieser nette Herr dann gewandelt hat! Der machte mich richtig übel an ... |
Hallo Miriam,
in dieser Machart hatte auch ich das Gefühl, bei den Zeugen Jehovas gelandet zu sein. Zwar nicht in direkter Konfrontation, aber auf geistiger Ebene. Und die Abgehobenheit der Fürther Vordenkmaschine war/ist tatsächlich so entfernt und fremd wie die Bostoner Wachturm-Macher dem Fußvolk der Zeugen Jehovas.
Das schreibe ich nicht, um eine oder beide Gruppierungen zu diffamieren. Ich schreibe nur von meinem intuitiven Eindruck, den ich auch bei bester "Selbstberuhigungstherapie" nicht loswerden konnte.
| Zitat: | | ... Mutterpartei auch alle Zügel in der Hand. Sie wird ihr Kind nicht so schnell von der Leine lassen. |
Ha! Ich hätte hier eher den Vergleich Spinne/Fliege vorgezogen. Aber die Worte "nicht von der Leine lassen" treffen den Kern voll und ganz. Das ist die Situation. Und die Hundeführer Ernst und Lafontaine haben den jungen Hund dermaßen geschliffen, dass der sich eigentlich nur noch helfen kann, indem er sich - plumps - auf den Hintern fallen lässt und sich weigert, weiterzulaufen. So etwas als demokratische Partei zu bezeichnen und strikt den Dressurakt fortzusetzen ist das Allerletzte, was ich persönlich verkraften kann. Das ist noch niedriger als die ohnehin menschenverachtende Neoliberalismus-Markt-Peitsche.
Zu Berlin: Da haben sie eine Urabstimmung abgehalten, ob sie mit der LPDS oder neben der LPDS in den Wahlkampf gehen. Die getrennte Kandidatur ist durch. Die Berliner WASG hat das Herrchen gebissen. Nun schlägt der Bundesvorstand dem Tier die Zähne aus oder schläfert es gar ein.
Grüße,
Rüdiger
Zuletzt bearbeitet von Rüdiger Hentschel am 13.03.2006, 11:42, insgesamt einmal bearbeitet |
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Friedrich Hunold
Administrator
Anmeldungsdatum: 17.10.2005 Beiträge: 237 Wohnort: Köln |
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Rüdiger Hentschel
Administrator
Anmeldungsdatum: 29.10.2004 Beiträge: 647 Wohnort: Mühlhausen |
Verfasst am: 11.03.2006, 15:27
Titel: Naja |
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Ich dachte, du merkst es nicht.
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Friedrich Hunold
Administrator
Anmeldungsdatum: 17.10.2005 Beiträge: 237 Wohnort: Köln |
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