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Sozialagenda
Anmeldungsdatum: 06.11.2005 Beiträge: 15
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Verfasst am: 06.04.2006, 00:01
Titel: |
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Nein, ich bin kein Historiker aber die Wahlbeteiligungen bei den Landtagswahlen erschrecken mich sehr.
Als eine der beiden Ursprungsorganisationen, die Initiative für Arbeit & soziale Gerechtigkeit ihren Aufruf startete und ihre Kritik an der Schröder-SPD formulierte, schrieben unter anderen Ernst und Händel:
| Zitat: | Die vielen Austritte aus der SPD und die vielen Nichtwähler der vergangenen Wahlen aus dem sozialdemokratischen Spektrum
zeigen: Viele Bürgerinnen und Bürger kehren der Politik den Rücken, fühlen sich von der SPD getäuscht, aber auch von keiner anderen Partei vertreten. Wir sehen darin eine Gefahr für die Stabilität unserer Demokratie.
Nichtwählen und Rückzug in die innere Immigration ist nicht die Lösung. |
Nach den letzten Wahlen ist es ganz klar ersichtlich, dass weder die WASG noch Die Linkspartei.pds den Trend zurückgehender Wahlbeteiligungen umdrehen oder auch nur aufhalten konnten.
Dieses Ziel haben die Initiatoren somit verfehlt.
Für mich liegen die Gründe dafür in mangelnden Vertrauen der Bevölkerung, eine sich als "Links von der SPD" positionierende Partei zu akzeptieren. Die SPD hat durch ihren Widerspruch zwischen Programmatik und Realpolitik ihr Klientel verraten. Nicht ein radikales Programm einer Partei ist entscheidend, sondern die Einhaltung programmatischer Forderungen und somit die Glaubwürdigkeit der Aussagen
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Rüdiger Hentschel
Administrator
Anmeldungsdatum: 29.10.2004 Beiträge: 647 Wohnort: Mühlhausen |
Verfasst am: 06.04.2006, 03:55
Titel: Radikales Programm |
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| Zitat: | | Nicht ein radikales Programm einer Partei ist entscheidend, sondern die Einhaltung programmatischer Forderungen und somit die Glaubwürdigkeit der Aussagen |
Die Treue gegenüber den eigenen Maximen, den Grundpfeilern der Partei ist in der Tat der Dreh- und Angelpunkt, an dem sich Wählerinteresse festmacht. Die WASG hat sich über Umwege ihren Eckpunkten entfremdet und hat in der Öffentlichkeit den Anspruch auf alternative Politik und soziale Gerechtigkeit aufgegeben. Das Ansinnen, mit der PDS gemeinsame Sache zu machen, war der Fangschuss. Und zwar der ins eigene Knie.
Ich habe erst gar nicht gewählt, weil ich die WASG wegen der drohenden Fusion nicht wählen konnte. Kann es sein, dass ich da nicht so ganz alleine war?
Grüße,
Rüdiger
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