Globalisierung und Neoliberalismus füllen den Konzernen die Taschen.

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Kapitalismus abschaffen? [18.01.06]
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Gast





Beitrag Verfasst am: 31.05.2006, 23:01
Titel:
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> Die Gesellschaft ist nicht so stringent berechenbar. Denn immerhin
> besteht sie aus mehr als nur aus nichtdenkenden Einzelwesen. So
> werden wir (hoffentlich) immer wieder Entwicklungen erleben, die
> dazu geeignet sind, das geldorientierte, egoistische System
> auszubremsen. Gerade diese sind es aber, die den Knall letztlich
> verhindern und in selbstzerstörerischer Weise sich selbst zufügen
> und letztendlich vom System abwenden.

> Vielleicht ist der Blitzableiter der passende Vergleich. Die Menschen
> sind zu wach und empfindsam, um das System wirklich an sein
> böses Ende laufen zu lassen. Eher gehen sie in den ablehnenden
> Protest und verharren in dieser Haltung bis hinein in das, was RAF
> damals verzapft hat.

Vielleicht ist das nur eine Generationenfrage, deine Ansicht -will ich meinen- ist sehr subjektiv. Ich habe zuviele junge Leute in meinem Alter gesehen, mit denen ich nichts aber auch gar nichts anfangen konnte. Man findet nicht mal gemeinsame Gesprächsthemen, man kann mit sozialen Problemen kaum mehr umgehen (du siehst wie lange Beziehungen heute halten), und die Schicht der Intellektuellen wird somit immer mehr abnehmen. Ich will nicht sagen, dass ich alles gesehen hätte - aber genug (auch überregional) um sagen zu können, dass diese Gesellschaft ins offene Messer rennt, wenn die wichtigen Entscheidungen zunehmend auf jüngere Generationen übertragen werden.
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Rüdiger Hentschel
Administrator


Anmeldungsdatum: 29.10.2004
Beiträge: 647
Wohnort: Mühlhausen
Beitrag Verfasst am: 01.06.2006, 05:23
Titel: Ganze Generation?
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Du hast schon ein bisschen Recht. Eine wirkliche Hoffnung auf die gegenwärtig heranwachsende Generation habe ich auch nicht. Zu sehr folgen sie alle den geldfingierten Raffinessen der Alten. Gerade der mächtigen Alten.

Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass eine ganze Generation im Neoliberalismus versinkt, um eine menschliche Müllhalde zurück zu lassen.

Grüße,

Rüdiger
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Gast





Beitrag Verfasst am: 01.06.2006, 12:17
Titel:
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Ich finde es eigentlich beschämend, wie man diesen jungen Leuten oftmals vorwirft, dass sie Deutschland zugrunde richten. Dabei sind sie mit einer dermaßen sozialen Intoleranz groß gezogen worden, dass sie gar nicht anders handeln können. Sie sind lediglich Produkte unserer Gesellschaft. Und wenn man hört, "die Alten" hätten Deutschland aufgebaut, kann ich das absolut nicht nachvollziehen. Fast alle Millionäre und Milliardäre in Deutschland, die das Geld horten und vermehren, sind über 50. Wer treibt also die Massen in die Sch****?

Kurt Biedenkopf (er wohnt übrigens gleich bei mir um die Ecke) prophezeite uns ein Auswandern der Akademiker, da Deutschland zunehmend unattraktiv wird für gut bezahlte Arbeit. Auch das ganze Sozialsystem wird kaum mehr finanzierbar sein. Ich bin selbst noch jung, und er hat mir aus der Seele gesprochen.

Man schaue nach Japan, die wohl älteste Gesellschaft der Welt, und zugleich eines der Länder mit der höchsten Suizidrate. Wir kommen da auch noch hin, nur ist das Auswandern bei uns einfacher - Japan ist lediglich ein Inselstaat.

Es hat nur eine logische Konsequenz, wenn es die 68er wie einen Bumerang trifft, die verantwortungslos mit der Erziehung umgehen. Leider hat es nicht _die_ 68er gegeben. Die meisten sahen nur Gewalt und Egoismus als oberstes Ziel. Wenige wirklich Intellektuelle aus dieser Zeit verdammt man bis heute, dass die 68er für die Katz' waren.
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Gast





Beitrag Verfasst am: 02.06.2006, 17:38
Titel:
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Na wenn man mehr damit beschäftigt ist *hip* zu sein und zu konsumieren kann auch keine Zeit bleiben für wichtigere Dinge.
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Gast





Beitrag Verfasst am: 03.06.2006, 15:28
Titel:
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Anonymous hat folgendes geschrieben:
Na wenn man mehr damit beschäftigt ist *hip* zu sein und zu konsumieren kann auch keine Zeit bleiben für wichtigere Dinge.


Die Jugend ist durch die Medien (von Erwachsenen gemacht) groß geworden, die fatalen Folgen sehen wir schon noch.
Sie sind Produkte der Gesellschaft ..oder bist du etwa als Erwachsener auf die Welt gekommen?
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Gast





Beitrag Verfasst am: 04.06.2006, 00:12
Titel:
Antworten mit Zitat
Anonymous hat folgendes geschrieben:
Anonymous hat folgendes geschrieben:
Na wenn man mehr damit beschäftigt ist *hip* zu sein und zu konsumieren kann auch keine Zeit bleiben für wichtigere Dinge.


Die Jugend ist durch die Medien (von Erwachsenen gemacht) groß geworden, die fatalen Folgen sehen wir schon noch.
Sie sind Produkte der Gesellschaft ..oder bist du etwa als Erwachsener auf die Welt gekommen?


Bin in der ehemaligen DDR aufgewachsen, da haben ganz andere Werte gezählt und das ist mir sehr gut bekommen.

Da hat man auf andere Sachen geachtet zb. Verantwortung für andere übernehmen, anderen helfen vorallem uneigennützig, Teamplay statt Egoismus und Einzelkämpfertum, Freundschaften zu anderen Ländern pflegen .. ok nicht unbedingt zum Klassenfeind aber war ja andersrum auch nicht anders.

Und das wurde bereits in der Grundschule/stufe an die Kinder gebracht.

Zumindest in meinem Umfeld war das so.

Sicher hast Du Recht, Kinder werden geprägt vom Umfeld und durch die Erziehung.
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Gast





Beitrag Verfasst am: 04.06.2006, 04:16
Titel:
Antworten mit Zitat
Zitat:
Bin in der ehemaligen DDR aufgewachsen, da haben ganz andere Werte gezählt und das ist mir sehr gut bekommen.

Da hat man auf andere Sachen geachtet zb. Verantwortung für andere übernehmen, anderen helfen vorallem uneigennützig, Teamplay statt Egoismus und Einzelkämpfertum, Freundschaften zu anderen Ländern pflegen .. ok nicht unbedingt zum Klassenfeind aber war ja andersrum auch nicht anders.

Und das wurde bereits in der Grundschule/stufe an die Kinder gebracht.

Zumindest in meinem Umfeld war das so.

Sicher hast Du Recht, Kinder werden geprägt vom Umfeld und durch die Erziehung.


Hallo, ich bin selber DDR-Bürger gewesen. Aus heutiger Sicht leider zu kurz, sodass ich eigentlich nichts davon mitbekam.

Die Jugend, die wir heute sehen, hat keine Verantwortung erlernt, weil sie keine Jugend hatte. Seit den 70ern gibt es mehr Autos als Kinder in (West-)Deutschland. Wer möchte da noch seine Kinder rauslassen? Und diejenigen, die nicht gerade in der Großstadt leben, finden fast keine Altersgenossen mehr. Gespielt und erzogen wird eher vor dem Bildschirm. Man wächst einsam auf und erlernt keinen Umgang mehr mit anderen.

Fazit: Kinder ohne Kindheit werden immer Kinder bleiben. Man denke an die tiefergelegten und rücksichtslos rollenden Diskotheken. Alles ein unterdrückter Spieltrieb ihrer Macher, wie bei Kindern. Das ist nur ein Beispiel!
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