WASG-Ernst, der Erlkönig
Der Ernstkönig
Wir gedenken der WASG, die, kurz nach ihrer Zeugung abgetrieben, als Frischzellenkur dienen musste für eine alte kranke neoliberale Partei.
Sieh an, was geschieht mit unserer Partei?
Es ist des Ernstls Ferkelei!
Er hat die Parteibasis fest im Griff,
Bis zum Untergang lenkt er das sinkende Schiff.
"Parteibasis, warum bist du so störrisch?"
"Ja glaubst du denn, Ernstl, wir sind närrisch?
Wir woll`n nicht verschwinden mit Haut und Haar!"
- "Ach, nur `ne Fusion - im kommenden Jahr!"
"Parteibasis komm`, vertraue mir doch!
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
manch` politischer Sieg, er wird für dich sein,
und der größte Triumpf, der ist schlussendlich mein!"
"Geh Ernstl, geh, und hörest Du nicht,
was Ramelow mir leise flüsternd verspricht?"
"Sei nur still, Parteibasis, und sprich möglichst nicht;
denn Ruh` ist die erste Mitgliederpflicht!"
"Willst Parteibasis, du - mich nicht begleiten?
Ich führ` Dich entgegen gar herrlichen Zeiten;
Die WASG - sie verschwind` garantiert -
und die Rechnung hat sich - dann für mich wohl rentiert."
"Oh Ernstl, oh Ernstl, siehst Du nicht dort!
Es locket der Ram`low von unheimlichem Ort!"
"Oh Basis, oh Basis, ich seh`s genau:
Allein! Es interessiert sich keine einzige Sau!"
"Was mich reizt, ist deine integre Gestalt
und bist Du nicht willig, so brauch` ich Gewalt."
"Oh Ernstl, oh Ernstl, jetzt wird fusioniert!
Der Ramelow, der hat uns schon abserviert!"
Dem Ernst ist`s egal, er sitzt ja im Warm`!
Drum fällt er der eig`nen Partei in den Arm,
die fusioniert, knapp, mit Mühe und Not,
Ramelow ist glücklich - die Partei ist tot.
Unbekannter Dichter
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