Hallo, ich war einer der Mitbegründer meines Kreisverbandes, Mitglied im Sprecherrat (Vorstand) und bin Neujahr von meinem Amt zurückgetreten und werde die Partei am 15.01. nach Abschluss unserer Jahresmitgliederversammlung verlassen.
Ich war schon immer gegen eine Zusammenarbeit mit der PDS, habe aus diesem Grund keinen Wahlkampf für die Bundestagswahl gemacht. Ich bin in diese Partei eingetreten, (vorher war ich im Verein) weil ich die Hoffnung hatte, dass damit ein echtes Gegengewicht zu den "Altparteien" geschaffen werden könnte.
Leider bahnte sich schon bald die Unterwerfung unter die PDS an. Wenn ich bei denen, die die gleiche Politik machen, wie die vorgenannten, hätte eintreten wollen, hätte ich es mir leichter machen können.
Den Ausschlag gab aber nun die Diskussion um die Doppelmitgliedschaft. Da wird mal soeben ein Beschluss einfach umgeworfen, nach dem Motto, das wird ja im März sowieso so beschlossen, also lassen wir die Doppelmitglieder in der Partei, obwohl dies unsere Satzung nicht hergibt.
Der letzte Baustein war der wechselseitige Eintritt von Lafontaine und Gysi. Als sich danach keine Protestwelle erhob, war für mich klar, das die WASG tot ist.
Die Verdächtigungen, dass die PDS bei der Gründung der WASG gehörig mitgespielt habe, scheinen sich nun doch zu bewahrheiten.
Meine Illusionen sind schon einmal nach 25 Jahren SPD-Mitgliedschaft zerstoben, nun also zum zweitenmal. Damit ist meine Hoffnung, an einem linken Projekt, das den Namen leider nun nicht mehr verdient, mitzuarbeiten, zerstört und ich ziehe die Konsequenz.
Mögen die, die weiter ihr Herzblut in das Projekt schütten wollen, später nicht zu arg enttäuscht werden und morgens noch in den Spiegel schauen können.
PROPHEZEIHUNG:
Der nächste Schritt der sogenannten Neuen Linkespartei wird die Regierungsbeteiligung sein, wegen der dann auch die wichtigsten Grundsätze der WASG gekippt werden! Dann mach ich mit reinem Herzen lieber mein eigenes Ding. Die APO war ja schon mal ganz erfolgreich!
Gruß
Börsenfeger
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