Die Welt zu Gast bei Freunden!

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Genickbruch der Wachtturmtheologie

Deutsche Helden


Kommentar von Mario Sperling

Die Welt zu Gast bei Freunden und sie buhen unsern "Wowi" dafür aus, dass er das Motto dieser Weltmeisterschaft öffentlich wiederholt, die eine Million "fröhliche Patrioten" vor dem Brandenburger Tor und auf der Fanmeile, die mittlerweile bis zum Theodor-Heuss-Platz zu gehen scheint, wie Kerner meint. Was bedeuten würde, mindestens jeder zehnte Deutsche ist in Berlin!

Wo bleibt die Ballungsraumzulage, wenn Bonn schon die Hauptstadtzulage kassiert. Wann hat der Kerner überhaupt mal eine eigene Meinung? - Wenn wir das Geld dafür zusammenbekommen!

Als ich den Vorspann zur Lobhudelsendung der 23 Fußballer sah, die für unsere Nation ins Feld ziehen dürfen, um unsere Ehre zu verteidigen, war mein nächster Weg zum ... sind das jetzt eigentlich die höchstbezahlten Soldaten der Republik?

Eine Verbindung aus Ton, Musik und Bildern, wie ich sie schon mal gesehen hab, richtig! Der Regisseur muss wohl ein Musterschüler von Leni Riefenstahl gewesen sein. Musik wie zu alten Wochenschauzeiten und im Hintergrund, ein Fahnenmeer aus schwarz-rot-gold in Zeitlupe.

Hurra, die Fahnen hoch, die Reihen fest geschlossen, der Fan marschiert mit ... wir sind der wahre Weltmeister, wir sind Weltmeister der Herzen, wir sind Deutschland, wir sind in den vier Wochen der WM ausgeplündert worden wie kein anderes deutsches Volk zuvor und bald - "Jawoll" - sind wir alle arbeitslos und bekommen dann alle zur Arbeitslosmeldung ein kleines "Fähnchen" zum Mitschwenken sowie den Text der Nationalhymne zum Mitsingen - nur lala-machen geht gar nicht mehr, da zeigt man mittlerweile mit den Fingern auf dich, wenn du den Text nicht kannst!

Wer das beim nächsten Besuch als Kunde bei der Agentur nicht kann, muss dann wohl mit Leistungskürzung, mindestens auf Null, rechnen. Aber keine Angst, das betrifft ja nur denjenigen Teil des Volkes, der nicht dem Kapital angehört. Egal, lass Fahne schwenken Keule, bei Aldi jibbet "Sternpilsette" für 29 Cent!

Richtig, ich komme grad vom Kotzen!

Der rechte Schäuble erklärt mir und der Milliarde vor dem Brandenburger Tor, durch das man übrigens auch wunderbar mit Fackeln ziehen kann, dass diese Nationalmannschaft unsere Nation wunderbar vertreten hat in den Schlachten, die da geschlagen wurden, und das ohne das Grundgesetz abzuschaffen, ein Lapsus den der Herr Schäuble sicher bei nächster Gelegenheit in den Griff bekommt.

Ein meiner Mutter sehr nahestehender männlicher Bewohner des Planeten hat mir vorhin beim Essen erklärt, dass er das Ansehen des Endspiels verweigert, weil die Italiener so "fies" waren und sich zwei Minuten vor Schluss nicht auf ein Elfmeterschießen mit unseren Jungs eingelassen hätten und das wäre grob unsportlich! Ok, er hat nie Sport getrieben, sonst wüsste er: Verlieren beginnt mit dem zweiten Platz. Was sollten die armen Italiener denn nur machen?

Ich hoffe, ich darf meine Mutter auch weiterhin besuchen, ob meines Vornamens?

Eins ist mal klar, Mittelfeldzauberer, Wundersturm und die "zweikampfstärkste" ABWEHR der WM kommen aus Deutschland. Puuh! Bin ich beruhigt. Lasst uns heute Klose, Podolski und Asamoah bejubeln, ab morgen gehen wir sie wieder "jagen", dass darf man ja auch, weil sie ja nicht für "uns" ins Feld ziehen und lieber ihre alte Staatsbürgerschaft behalten, die Brüder und Schwestern, von Odonkor und Neuville.

Und eins lasst euch gesagt sein, Franzosen und Italiener, wenn da heute einer mehr als ein Tor schießt und Klose muss die "Torjägerkanone" wieder abgeben, dann kann ich nur auf die Entfernung zur nächsten Grenze hinweisen, so schnell rennt kein Italiener.

Kanonen bleiben gefälligst in Deutschland, schließlich muss unsere Bundeswehr ja in Zukunft Ressourcen verteidigen, wenn’s sein muss, auch am Hindukusch, da braucht man das Zeug.

Sorry, liebe Argentinier, die man euch auf der Fanmeile mit den Sprechchören: "JUDEN RAUS!" verabschiedet hat. Ich hoffe, es hat euch trotzdem gefallen bei euren Freunden, vielleicht konntet ihr ja kein Deutsch, see you soon ...

Eigentlich fehlt jetzt nur noch der Marschbefehl, ... denn 2010 werden sie Welt-meis-ter sein ...

X.Naidoo/live vor einer Zilliarde Deutschen, grad eben, vor dem Brandenburger Tor, durch das man auch ganz gut mit Fackeln ziehen könnte. ... doch wir müssen geduldig sein. Bis zur EM dauert es nicht mehr lang, ja wir müssen geduldig sein ... ja Xavier, wenn’s auch schwerfällt.

Was machen wir eigentlich, wenn der "Franzmann" gewinnt?

Dann sind wir ja nicht mal gegen den Gewinner dieses Turniers unterlegen, au backe, datt jibbet dann Ärger, woll?

Oh, ich glaub, ich muss schon wieder!

Mit freundlichen Grüßen

Mario Sperling
M.d.V. WASG Berlin-Spandau
Direktkandidat zu den Abgeordnetenhauswahlen in Berlin
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