Bundesvorstand der WASG stellt sich doof. Er versteht nichts.

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Genickbruch der Wachtturmtheologie

Bundesvorstand der WASG stellt sich doof!


Er versteht gar angeblich nichts.

Dr. Axel Troost, fast süffisanter als Schröder, meldet sich zu Wort: "... ich kann die große Aufregung nicht wirklich verstehen". Geht es ihm am ... vorbei?

Dieser Eindruck drängt sich dem unbedarften Rezipienten unwillkürlich auf. - Da zanken sich über mehrere Wochen WASG-Mitglieder über die Zukunft der Partei, finden am Schluss irgendwie eine Art Grundansicht (der kaum ein geistig funktionierender Mensch widersprechen kann) und Dr. Axel Troost fragt: "Äh, nanu? Watt is?"

Oder auf Deutsch: "Häh?"

Wenn ich meinen Chef anspreche, der mit Sicherheit mehr Gewalt über mich hat als ein Bundesparteivorstand, dann dreht sich der Chefsessel zu mir um und mein Chef hört mir zu. Sicher gibt er mir oft deutlich zu verstehen, dass er etwas anderes hat, das ihm wichtiger ist. Aber er hört mir wenigstens zu, damit er erkennen kann, wie wichtig meine Sache ist.

Oft kommt es zu der Situation, dass mein Anliegen überhaupt keine große Sache ist und dass es sehr einfach aus der Welt zu schaffen ist. Doch das Aufnehmen meiner Bedenken durch meinen Chef ist immer Grundlage dieser Einsicht. Ich bin nunmal Kleindoof.

Wenn aber ein Bundesvorstand einen Brief von mehreren Leuten abtut mit den Worten "Ich kann die große Aufregung nicht wirklich verstehen", dann drängt sich mir der Gedanke auf, dass dieser Bundesvorstand (hier: Dr. Axel Troost) seinen Job nicht ernstnimmt.

Schon der Widerspruch, der sich darin verbirgt, dass er die Aufregung als groß bezeichnet, sagt uns, dass er etwas erkannt hat. Er hat etwas erkannt, das mehr ist als nur eine Anfrage einer Sekretärin, die fragt, welches Butterbrotpapier sie nehmen soll. Er hat zumindest realisiert: Da ist etwas, das sich und viele Gemüter bewegt. Er hat realisiert, dass Menschen aus der WASG nach der Zukunft der WASG fragen und mit dieser Frage eine konkrete Forderung verbinden.

Aber Herr Dr. Axel Troost versteht es einfach nicht! Nein! Es geht über seinen Verstand. Sind seine Kapazitäten nicht für diese Situation ausgelegt? - Autsch! - Hätten wir lieber an Aldi schreiben sollen?

Ein Angestellter, der solch einen Chef hat, wird weder kurz- noch langfristig gute Arbeit leisten können.

Soziale Gerechtigkeit besteht auch darin, sich dem unterstellten Mitmacher geflissentlich herabzuneigen und ihm verdammt nochmal ein Ohr zu leihen. Das ist Standard in jeder gut geführten Firma.

Aber nicht in der WASG. Die WASG macht auf diese Weise tatsächlich den Eindruck, als sei sie nur ein Ziehkind der PDS. Diese Ignoranz habe ich in der PDS zur Genüge kennengelernt.

Herr Dr. Axel Troost! Sie sind funktionell übergewichtig! Sie sollten abspecken.

Sie haben jede erdenkliche Möglichkeit, auf unseren Brief einzugehen und Ihre Gedanken darzulegen.

Mein Eindruck ist, dass Sie ganz genau wissen, dass Sie sich an solchen niederen Bewegungen nicht zu orientieren haben. Sie vermitteln den Eindruck eines Geschäftsmannes, der seinem Gläubiger schreibt: "Was? Wieviele Nullen hat die Summe, die ich Ihnen schulde?"
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Letzte Aktualisierung am 07.09.2005

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