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Genickbruch der Wachtturmtheologie

Betrug Ausbeutung Börse Gewinn

Im Zuge des so genannten Aufschwungs, den - wenn überhaupt - nur die Chefs aller Chefs zu spüren kriegen, sind einige Trittbrettfahrer der Betrugspolitik der radikal-konservativen Regierung unterwegs und versuchen abzusahnen. Sie versuchen am aufgeplusterten Aufschwung zu partizipieren. Die Börse boomt und verspricht das Unmögliche. Doch der Aufschwung ist ein Kunstprodukt.

Viele CDU-Gläubige haben vom kleinen Häuslebauer bis zum Konzernmanager ihre auf Halde liegenden Projekte aktiviert und hoffen so, die konzerngläubige CDU zu unterstützen. In den Nebenstraßen reicher Dörfer stehen plötzlich hinter den gewohnten Häusern lauter kleine Neubauten, so dass man sich fragt, wer darin wohnen soll und wo der ehemalige Garten jetzt wohl sein soll.

Der deutsche Aufschwung ist ein fauler Zauber. Ein Zauber, den sich die Marktmächtigen herbeireden, um so von den echten Übeln der Republik abzulenken. Deutschland euphorisiert sich aus Vorsicht, denn der Kragen der unteren Schichten ist sehr eng geworden. Da müssen dann wirklich gute Nachrichten durch die Medien gehen, damit kein Aufstand entsteht. Da muss richtig idealistisch rangeklotzt werden, damit diejenigen, die vom Konzernsystem betrogen sind, sich selbst die Schuld geben, dass sie einfach keinen Boden unter die Füße kriegen.

Dabei ist es doch so einfach!

Man gibt sein Geld an die Börse, gießt es schön, jätet manchmal das Unkraut ... und wunderbar! ... man erntet dann die großen Gewinne. Das Geld vermehrt sich selbst. Es wächst. Man muss es nur noch abheben!

Dass aber jeder Euro irgendwie erwirtschaftet werden muss, das fällt nicht ins Auge. Das sieht man nicht. Als Bauer denkt man ja auch nicht Tag und Nacht darüber nach, wie sich Molekülchen an Molekülchen setzt, damit das Weizenkorn nachher in einem Meter Höhe dem Bauern entgegenschwankt. So ist es auch mit dem Geld. Wirf es irgendwo hin und schaue nach ein paar Monaten nach, dann findest du einen großen Haufen davon. Und der gehört dir.

Die Wahrheit sieht anders aus!

Die Börse ist der Tummelplatz derjeniger mit den bestorganisierten Menschen-Ausplünderungsstrategien. Sie haben ihr Handwerk, das sie Wirtschaft nennen und am besten nur auf dem freien Markt ausüben können, so sehr spezialisiert, dass sie selbst es schon gar nicht mehr merken, wenn sie Tausende von Menschen ins Unglück stürzen. Dieses Menschen-ins-Unglück-Stürzen ist schon so normal geworden, dass sich das Arbeitsamt gerne daran beteiligt. Das Arbeitsamt ist jetzt auch ein Konzern und wendet Mittel an, die Menschen perfide und trickreich in die Enge treiben.

Da werden, wie in Gießen geschehen, Briefe am Freitag geschrieben, die einen verbindlichen Termin am Montag bekanntmachen. Diese Briefe kommen dann schon am Dienstag an. Und - schwupps - kann das arbeitslose Schwein gesperrt werden. Gab es solch ein Verhalten in Deutschland nicht schon einmal? Wurden nicht die Juden vor ihrer Vernichtung auf die original deutsche Weise verarscht?

Der freie Markt ist der optimale Nährboden für das perfekte Arschlochverhalten der Konzerne. Im Gefolge dieser Zuspitzung unmenschlicher "Gewinnchancen" sieht sich das deutsche Amtsmännchen dazu verleitet, seine Mitmenschen brutal an die Wand zu drücken. Es wächst über sich hinaus. Es wird zum Überamtsmännchen. Oder zum Übermenschen. Es folgt seinen Oberen wie der Offizier seinem Hitler. Das tut das Arbeitsamtsmännchen nicht zu seinem eigenen Gewinn. Nein!!!

Es dient ja nur der Allgemeinheit. Es dient ja nur Deutschlaaaaand!

Der freie Markt macht aus den Deutschen wieder Tiere. Sie lernen es von ihren großen Gewinnmacher-Vorbildern, den Konzernen. Nachdem Konzerne ein Organ nach dem anderen aus der Leiche entfernt haben, tun sich die Ämter in Deutschland an den Aasresten gütlich.

Hauptsache, man hat wieder etwas, woran man glauben kann. Jetzt wo Hitler tot ist, kommt der freie Markt den Deutschen sehr gelegen. Sie zelebrieren das Leben und Sterbenlassen. Sie suhlen sich im Dreck, aus dem ihnen ihr Reichtum entstanden ist. Sie machen die unteren Schichten der Bevölkerung zu einem gleichmäßig verteilten Schmutzfilm im Hinterhof.

Als Galeonsfigur des Menschenschindervehikels Deutschland wackelt lustig Frank Walter Steinmeier vorneweg und grölt: Ich bereue nichts. Ich würde wieder so entscheiden. Ich würde Kurnaz noch einmal für vier Jahre in die Folter schicken.
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Kommentare:
Wo ist denn hier nun die Substanz an dem Artikel?

Blödsinniges Geblubber! 12.05.2007
Mit ein bisschen Geschichtsbewusstsein lässt sich leicht die Parallele zwischen der heutigen deutschen Mentalität und dem Zeitgeist gegen Ende der Weimarer Republik und Anfang des Dritten Reiches erkennen: Traurig, dass man das noch erklären muss.

Rüdiger Hentschel, 13.05.2007
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Letzte Aktualisierung am 13.05.2007

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